AMD: Lisa Su verkauft 125.000 Aktien für 55,7 Mio. Dollar
Trotz Rekordumsätzen und milliardenschwerer Kreditlinie fällt die AMD-Aktie nach Insiderverkäufen aus dem Führungskreis.

Kurz zusammengefasst
- CEO Lisa Su verkauft Aktien im Wert von 55 Mio. Dollar
- Neuer Kreditrahmen über 5 Milliarden Dollar vereinbart
- Datencenter-Umsatz erreicht mit 5,8 Mrd. Dollar Rekord
- KI-Beschleuniger MI450 für Ende 2026 geplant
Rekordquartal, milliardenschwere Kreditlinie, ambitionierter KI-Fahrplan— und trotzdem steht AMD am Ende der Woche unter Druck. Der Kurs gab am Freitag knapp fünf Prozent nach und schloss bei 365,55 Euro. Was steckt dahinter?
Insiderverkäufe sorgen für Unbehagen
Den Ausschlag gaben Meldungen über Aktienverkäufe aus dem Führungskreis. CEO Lisa Su trennte sich am 13. Mai von 125.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von rund 445 Dollar— ein Gegenwert von etwa 55,7 Millionen Dollar. Der Verkauf lief über einen vorab festgelegten Handelsplan, Su hält danach weiterhin mehr als drei Millionen Aktien direkt.
Kurz zuvor hatte Executive Vice President Paul Darren Grasby rund 24.400 Aktien veräußert und damit seine Direktbeteiligung um knapp 19 Prozent reduziert. Beide Transaktionen erfolgten zwar planmäßig, fielen aber zeitlich mit einer Phase erhöhter Volatilität zusammen— die Aktie hatte Mitte der Woche noch Widerstandszonen nahe 460 Dollar getestet.
Kreditrahmen deutlich ausgebaut
Parallel zu den Insidermeldungen restrukturierte AMD seine Finanzierungsbasis. Am 14. Mai trat eine neue fünfjährige, unbesicherte revolvierende Kreditlinie über 5,0 Milliarden Dollar in Kraft, arrangiert von JPMorgan Chase. Sie ersetzt eine ältere Vereinbarung aus dem Jahr 2022. Zum Abschlusszeitpunkt waren keine Mittel abgerufen.
Außerdem weitete AMD sein Commercial-Paper-Programm von 3,0 auf 5,5 Milliarden Dollar aus. Beides zusammen verschafft dem Unternehmen erheblichen finanziellen Spielraum— gerade rechtzeitig, um die Produktion für die nächste KI-Infrastrukturgeneration hochzufahren.
Glänzendes Quartal, hohe Erwartungen
Der eigentliche Kurstreiber der vergangenen Wochen war das Q1-Ergebnis vom 5. Mai. AMD erzielte einen Quartalsumsatz von 10,25 Milliarden Dollar, 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und deutlich über den Analystenerwartungen von 9,90 Milliarden Dollar. Das Datencenter-Segment lieferte mit 5,8 Milliarden Dollar einen neuen Rekord— ein Plus von 57 Prozent, getrieben von EPYC-Prozessoren und der Instinct-GPU-Serie.
Für das laufende Quartal stellt das Management rund 11,2 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht, was einem Wachstum von etwa 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Die Non-GAAP-Bruttomarge soll auf 56 Prozent steigen.
KI-Hardware und Kursperspektive
Mittelfristig richtet sich der Blick auf den Instinct MI450, einen Beschleuniger auf Basis eines 2-Nanometer-Prozesses mit 432 GB HBM4-Speicher, der für Ende 2026 geplant ist. Meta Platforms gilt bereits als Leitkunde für die zugehörige „Helios“-Serverplattform.
Der aktuelle Rücksetzer lässt sich als klassisches „Buy the rumor, sell the news“-Muster lesen: Nach dem Kursanstieg von den April-Tiefs um rund 275 Dollar konsolidiert die Aktie nun. Technische Beobachter markieren die 420-Dollar-Marke als erste relevante Unterstützungszone. Auf Jahressicht hat AMD seinen Kurs mehr als verdoppelt— die Messlatte für kommende Quartale liegt entsprechend hoch.
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