AMD: Northland senkt Ziel auf 260 Dollar
AMD kündigt neue KI-Hardware an, während die Aktie ein Allzeithoch erreicht. Analysten sind sich über die Bewertung uneins.

Kurz zusammengefasst
- Neue Instinct MI450 Chips im Juli
- Aktie erreicht neues Allzeithoch
- Analysten streiten über Kursziele
- Quartalszahlen am 5. Mai erwartet
AMD reitet an der Börse auf einer massiven Erfolgswelle. Allein in den vergangenen 30 Tagen schoss der Kurs um knapp 70 Prozent nach oben. Heute markiert die Aktie bei 297,80 Euro ein neues Allzeithoch. Genau in dieser Phase legt der Chipentwickler seine Karten für die kommenden Jahre auf den Tisch.
Neue Architektur im Juli
Das Management hat das Event „Advancing AI“ für den 23. Juli in San Francisco bestätigt. Branchenkenner erwarten dort die offizielle Vorstellung der nächsten Hardware-Generation. Im Zentrum stehen die neuen Instinct-Beschleuniger der Reihe MI450. Parallel dazu plant AMD die Präsentation neuer EPYC-Serverprozessoren.
Erste technische Daten kursieren bereits. Die neuen Chips nutzen voraussichtlich die 2-Nanometer-Fertigung von TSMC. Leaks deuten auf Server-Prozessoren mit bis zu 192 Rechenkernen hin. Das verspricht einen enormen Leistungssprung für Rechenzentren. Solche Kapazitäten sind dringend nötig. Großkunden wie Meta und OpenAI haben bereits umfangreiche Infrastruktur-Projekte für die zweite Jahreshälfte angemeldet.
Analysten streiten über Bewertung
Die rasante Kursrally spaltet mittlerweile die Experten. Auf Jahressicht hat sich der Wert der AMD-Aktie mehr als verdreifacht. Die Folge: Das Lager der Skeptiker wächst. Die Investmentbank Northland Capital Markets stufte das Papier kürzlich auf „Market Perform“ ab. Die Analysten sehen ein Kursziel von 260 US-Dollar. Sie verweisen auf eine angespannte Bewertung und den harten Wettbewerb mit Nvidia.
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Andere Häuser halten dagegen. Stifel hob das Kursziel auf 320 US-Dollar an und rät weiter zum Kauf. Die Experten begründen dies mit der hohen Planungssicherheit durch langfristige Großaufträge. Fast 95 Prozent der Aktien liegen aktuell in den Händen institutioneller Investoren. Das stützt den Kurs spürbar.
Blick auf die Quartalszahlen
Kurzfristig rückt nun das operative Geschäft in den Fokus. Am 5. Mai legt AMD die Ergebnisse für das erste Quartal vor. Investoren achten dabei besonders auf die Umsätze im Rechenzentrum. Ein zentraler Punkt ist, wie schnell AMD die Produktion des MI350-Chips hochfährt.
Das Management muss einen schwierigen Spagat erklären. Einerseits erfordert der KI-Wettbewerb gewaltige Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Andererseits erwartet der Markt steigende Gewinnmargen. Die anstehende Telefonkonferenz am Dienstag liefert konkrete Antworten, wie AMD diese Balance im laufenden Jahr steuert.
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