AMD: Samsung sichert HBM4-Versorgung
AMD profitiert von KI-getriebenem Server-Boom und erreicht neuen Höchststand. Analysten sehen Potenzial, warnen aber vor Lieferkettenrisiken.

Kurz zusammengefasst
- AMD-Aktie erreicht neues Rekordhoch
- KI-Fokus verlagert sich auf Hauptprozessoren
- Samsung als neuer HBM-Speicherpartner
- Quartalszahlen am 5. Mai im Fokus
Intels jüngste Quartalszahlen haben den Markt überrascht. Ein massiver Anstieg bei Server-CPUs bescherte dem Konkurrenten 13,6 Milliarden US-Dollar Umsatz. Davon profitiert nun vor allem AMD. Die Aktie schoss am Freitag auf ein Rekordhoch von 294,95 Euro. Auf Wochensicht steht ein Plus von knapp 26 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Grund für die Rally ist ein technologischer Wandel. Die KI-Branche verlagert ihren Fokus zunehmend auf Inferenz und sogenannte Agenten-Systeme. Diese Aufgaben rücken den Hauptprozessor wieder ins Zentrum der Infrastruktur. Die Investmentbank Roth hob daraufhin ihr Kursziel für AMD deutlich an. Analyst Suji Desilva sieht das Unternehmen nun auf einer Stufe mit anderen KI-Infrastruktur-Gewinnern.
Engpässe und neue Partnerschaften
Das größte Risiko für AMD bleibt die eigene Lieferkette. Die Auftragsfertiger arbeiten am Limit. Besonders der für KI-Chips wichtige HBM-Speicher ist branchenweit bis ins nächste Jahr ausverkauft.
AMD steuert hier bereits gegen. Im März unterzeichnete das Management eine Absichtserklärung mit Samsung. Die Südkoreaner sollen primär den neuen HBM4-Speicher für den kommenden KI-Beschleuniger Instinct MI455X liefern. Parallel dazu verhandeln beide Konzerne über eine mögliche Foundry-Partnerschaft für künftige Chip-Generationen. Beim Konkurrenten TSMC sieht die Lage für AMD ebenfalls besser aus als für Nvidia. Der taiwanische Fertiger kann die Produktion für AMD-Chips laut Branchenkreisen deutlich ausweiten.
Expansion abseits des Rechenzentrums
Abseits der großen Serverfarmen sucht AMD nach neuen Märkten. Gemeinsam mit Arm und Qualcomm investierte der Konzern 60 Millionen US-Dollar in das britische Startup Wayve. Das frische Kapital fließt in die Entwicklung von KI-Systemen für autonomes Fahren.
Indes baut AMD seine Präsenz im Bereich Edge-KI aus. Der Partner Supermicro nutzt für seine neuen, kompakten Server die EPYC-4005-Prozessoren. Damit positioniert sich AMD breiter gegen die Konkurrenz.
Quartalszahlen als Härtetest
Am 5. Mai präsentiert AMD seine Ergebnisse für das erste Quartal. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 9,84 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Meinungen am Markt gehen im Vorfeld auseinander. D.A. Davidson hob die Umsatzschätzung für 2026 um zwei Milliarden US-Dollar an. Bernstein Research rät hingegen zur Vorsicht. Die Analysten vergeben ein „Market Perform“-Rating mit einem Kursziel von 265 US-Dollar. Sie verweisen auf schwächere PC-Verkäufe, die das Server-Wachstum dämpfen könnten.
Der Fokus der Investoren liegt nächste Woche auf konkreten Auslieferungsdaten. Details zur Validierung der neuen Helios-Systeme stehen ebenso im Mittelpunkt wie das Hochfahren der Kapazitäten bei Großkunden wie Meta und OpenAI. Diese Faktoren entscheiden, ob die aktuelle Kursrally fundamental untermauert ist.
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