AMD: Susquehanna-Ziel auf $375 angehoben
AMD erreicht vor Quartalsbericht ein Rekordhoch. Analysten sehen starke KI-Nachfrage, doch Exportkontrollen und Wettbewerb belasten die Aussichten.

Kurz zusammengefasst
- Rekordkurs von über 354 Dollar
- Intel-Bericht beflügelt AMD-Aktie
- Milliarden-Deal mit Meta vereinbart
- China-Exporte bremsen das Wachstum
Die Erwartungen an AMD könnten kaum höher sein. Pünktlich zum Maifeiertag verabschiedete sich die Aktie mit einem historischen Rekordstand von 354,49 US-Dollar aus dem Handel. Allein im vergangenen Monat verzeichnete das Papier einen Wertzuwachs von über 70 Prozent. Am 5. Mai liefert der Chipentwickler die fundamentalen Daten, die dieses rasante Tempo rechtfertigen müssen.
Intel liefert die Steilvorlage
Den jüngsten Kursschub verdankt AMD ausgerechnet dem Erzrivalen Intel. Dessen überraschend starker Quartalsbericht Ende April bestätigte einen wichtigen Branchentrend: Klassische x86-Prozessoren spielen beim Aufbau von KI-Infrastrukturen eine immer wichtigere Rolle. Die anfängliche Dominanz reiner Grafikkarten weicht zunehmend komplexeren Anforderungen durch Inferenz-Anwendungen und agentische KI.
Analysten von DA Davidson leiten daraus eine starke Verhandlungsposition für AMD ab. Da die Nachfrage das Angebot auf absehbare Zeit übersteigt, verfügt der Konzern über erheblichen Spielraum bei der Preisgestaltung. Das stützt die Margen im kapitalintensiven Hardware-Geschäft.
Milliarden-Deals und hohe Analystenziele
Die Wall Street positioniert sich entsprechend optimistisch. Susquehanna-Analyst Christopher Rolland hob sein Kursziel kürzlich auf 375 US-Dollar an. Er rechnet bis 2026 mit GPU-Umsätzen in Höhe von 17 Milliarden US-Dollar, angetrieben durch eine robuste Nachfrage nach Rechenzentrums-Servern.
Langfristig stützen gigantische Infrastrukturprojekte die Fantasie der Investoren. AMD sicherte sich einen umfassenden Vertrag mit Meta zur Ausrüstung neuer KI-Rechenzentren. Ab der zweiten Jahreshälfte 2026 liefert der Konzern maßgeschneiderte MI450-Beschleuniger und EPYC-Prozessoren an den Social-Media-Giganten. Nach einer ähnlichen Vereinbarung mit OpenAI etabliert sich AMD damit als ernsthafter Herausforderer im KI-Sektor.
Gegenwind aus China
Reibungslos verläuft das Wachstum allerdings nicht. Strenge US-Exportkontrollen bremsen das Geschäft im asiatischen Raum spürbar aus. Für das laufende Quartal plant das Management lediglich mit 100 Millionen US-Dollar Umsatz durch den speziell für China entwickelten MI308-Chip.
Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen. Die Entwicklung der nächsten Generation von KI-Beschleunigern verschlingt enorme Summen, was den operativen Hebel kurzfristig begrenzt. Investmentbanken wie Goldman Sachs verweisen auf den harten Wettbewerb mit Nvidia und Broadcom. Besonders Nvidias etabliertes CUDA-Software-Ökosystem gilt weiterhin als technologische Hürde für AMDs quelloffene ROCm-Alternative.
Am kommenden Dienstag präsentiert AMD die Zahlen für das abgelaufene Jahresviertel. Der Marktkonsens peilt einen Umsatz von 9,84 Milliarden US-Dollar an — ein Plus von rund 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten einen Gewinnsprung auf 5,78 US-Dollar je Aktie. Verfehlt der Ausblick diese ehrgeizigen Zielmarken, droht der hoch bewerteten Aktie ein harter Realitätscheck.
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