American Express Aktie: Sonderertrag stützt Ausblick
Der Quartalsüberschuss profitierte von einem Beteiligungsverkauf; zugleich hob American Express die Gewinnspanne für 2026 an.

Kurz zusammengefasst
- Gewinnziel für 2026 nach oben gesetzt
- Quartalsumsatz steigt um neun Prozent
- Beteiligungsverkauf bringt gut 750 Millionen Dollar
- Aktie verliert vorbörslich rund 1,6 Prozent
American Express hebt die Gewinnprognose für 2026 an, und doch gibt die Aktie vorbörslich nach. Die Zahlen für das dritte Quartal fielen besser aus als erwartet. Ein Teil des Plus stammt allerdings aus einem Verkauf.
Höhere Prognose, Sondereffekt im Quartal
Der Kreditkartenkonzern erwartet für das laufende Jahr nun einen Gewinn je Aktie von 18,30 bis 18,60 US-Dollar. Bisher lag die Spanne bei 17,60 bis 17,90 Dollar. Die Untergrenze der neuen Prognose liegt damit sogar über dem bisherigen Höchstwert.
Im dritten Quartal wuchs der Umsatz um neun Prozent auf 20,1 Milliarden Dollar. Der Überschuss legte um 28 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar zu. Dazu trug der Verkauf der Beteiligung an der Global Business Travel Group bei, der nach Steuern gut 750 Millionen Dollar einbrachte.
Auch ohne diesen Posten verdiente der Konzern mehr als von Analysten erwartet. Einen Teil der Sondereinnahmen steckte das Unternehmen in ein Effizienzprogramm.
Aktie gibt vorbörslich nach
Anleger honorieren die Zahlen zunächst nicht. Im vorbörslichen NYSE-Handel verlor die Aktie zeitweise rund 1,6 Prozent auf knapp 320 Dollar. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von etwa zwölf Prozent zu Buche. Kein Wunder, dass der Rückenwind aus dem Sondereffekt die Stimmung nur begrenzt aufhellt: Marktbeobachter dürften vor allem auf das Kerngeschäft schauen.
Dort unterscheidet sich American Express von Visa und Mastercard. Der Konzern wickelt nicht nur Zahlungen ab, sondern vergibt auch selbst Kredite. Zudem richtet er sich verstärkt an zahlungskräftige Kunden, die für vergleichsweise hohe Kartengebühren Rabatte auf Reisen und Zugang zu Flughafen-Lounges erhalten.
Die angehobene Spanne von 18,30 bis 18,60 Dollar je Aktie ist nun die Messlatte für das Schlussquartal 2026. Die Kauffreude der Kunden liefert dafür laut Unternehmen die Basis.
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