American Lithium rückt wieder stärker in den Fokus der Spekulation um zukünftige Lithiumquellen in Nevada. Auslöser sind gleich mehrere Entwicklungen rund um das TLC-Projekt und den Lithiumpreis. Besonders spannend: Ein direkter Nachbar bringt sein Projekt in Stellung und könnte damit indirekt auch die Bewertung von American Lithium beeinflussen.
Neue Dynamik im Clayton Valley
Der wichtigste aktuelle Treiber für die Stimmung rund um die Aktie ist eine bestätigte Meldung vom 9. Januar 2026. Cruz Battery Metals Corp. hat das Beratungsunternehmen Stantec Consulting Ltd. beauftragt, für das „Solar Lithium Project“ eine erste Ressourcen-Schätzung (MRE) und einen technischen Bericht zu erstellen.
Brisant ist dabei die Lage des Projekts: Das Solar Lithium Project grenzt unmittelbar an American Lithiums TLC Lithium Project. Dass der Nachbar jetzt die Ressourcendefinition vorantreibt, werten viele Investoren als Bestätigung des geologischen Potenzials der gesamten Region. Sollte Stantec für Cruz nennenswerte Ressourcen nachweisen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die geologische Kontinuität auch die angrenzenden Claims von American Lithium stützt.
Damit verschiebt sich der Blick der Anleger weg von reiner Kursfantasie hin zu handfesten Bewertungsfragen: Wie viel könnten die Liegenschaften tatsächlich wert sein, wenn sich die Region als hochgradig lithiumreich erweist?
Kursbild und Marktumfeld
Die Aktie hat sich in den vergangenen Wochen deutlich von ihren Tiefstständen gelöst. Auf Wochensicht steht ein Plus von rund 23 Prozent, im 30-Tage-Vergleich sind es etwa 27 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 0,52 Euro am Freitag liegt der Titel klar über seinen 50- und 200-Tage-Durchschnitten, was auf eine technisch verbesserte Lage hinweist.
Trotz der Erholung bleibt der Abstand zum 52‑Wochen-Hoch mit gut einem Drittel nach unten klar sichtbar. Gleichzeitig hat der Wert sich vom Zwölfmonats-Tief mehr als verdoppelt. Das Kursbild spiegelt damit eine Mischung aus aufgehellter Stimmung und weiterhin hoher Risikobereitschaft wider, unterstützt von einer ausgeprägten Volatilität.
Rückenwind vom Lithiumpreis
Fundamental kommt Unterstützung von der Rohstoffseite. Der Preis für batterietaugliches Lithiumcarbonat in China ist bis zum 9. Januar 2026 auf 141.000 Yuan je Tonne gestiegen – ein Zuwachs von rund 20 Prozent seit Jahresende 2025.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei American Lithium?
Treiber ist die Erwartung eines Angebotsdefizits. Prognosen von S&P Global und Morgan Stanley sehen für 2026 eine Wende vom Überangebot hin zu einem Mangel. Morgan Stanley rechnet mit einem Defizit von bis zu 80.000 Tonnen Lithium-Carbonat-Äquivalent (LCE).
Für einen Explorer und Entwickler wie American Lithium ist genau das entscheidend: Steigende Lithiumpreise wirken direkt auf den Net Present Value (NPV) der Projekte, also auf den Gegenwartswert der erwarteten künftigen Cashflows. Das betrifft sowohl das TLC-Projekt in Nevada als auch Falchani in Peru. Je höher das erwartete Preisniveau, desto größer der Spielraum für wirtschaftlich tragfähige Projektentwicklungen.
Abspaltung des Uran-Geschäfts
Parallel läuft eine strategische Bereinigung der Unternehmensstruktur. Am 16. Dezember 2025 hat American Lithium angekündigt, das Macusani-Uranprojekt abzuspalten. Ziel ist es, den „verborgenen“ Wert der Uran-Assets separat sichtbar zu machen und das verbleibende Unternehmen klar als reinen Lithium-Entwickler zu positionieren.
Wichtige Voraussetzung dafür war die Rechtssicherheit in Peru: Am 3. Dezember 2025 bestätigte das Oberste Gericht des Landes die vollständigen Eigentumsrechte von American Lithium an den umstrittenen Claims in Macusani. Damit ist eine zentrale juristische Hürde für die geplante Abspaltung aus dem Weg geräumt und die Transaktion grundsätzlich strukturierbar.
Fazit und Ausblick
American Lithium profitiert derzeit von einem Zusammenspiel mehrerer positiver Faktoren: Die Aktivitäten des Nachbarn im Clayton Valley untermauern das regionale Potenzial, der Lithiumpreis erholt sich deutlich, und die Abspaltung des Uranbereichs schafft eine klarere Equity-Story als fokussierter Lithium-Entwickler.
In den kommenden Monaten werden vor allem drei Punkte entscheidend sein: Erstens, welche Ressourcenergebnisse Stantec für das benachbarte Solar Lithium Project vorlegt und welche Rückschlüsse sich daraus für TLC ziehen lassen. Zweitens, ob sich der prognostizierte Angebotsengpass am Lithiummarkt tatsächlich materialisiert und das erhöhte Preisniveau trägt. Drittens, wie zügig und zu welchen Konditionen die Abspaltung des Macusani-Projekts umgesetzt wird. Diese Faktoren bilden zusammen den Rahmen für die nächste Bewertungsrunde der American-Lithium-Aktie.
American Lithium-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue American Lithium-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:
Die neusten American Lithium-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für American Lithium-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
American Lithium: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
