Amplifon Aktie: EBITDA-Marge um 60 Basispunkte gestiegen
Bernstein hebt das Kursziel für Amplifon an, nachdem der Hörgerätehändler im ersten Quartal mit Rekordmarge und organischem Wachstum überzeugt.

Kurz zusammengefasst
- Bernstein bestätigt Einstufung, erhöht Ziel
- Rekordmarge von 24,5 Prozent erreicht
- Organisches Wachstum von 2,2 Prozent
- Fit4Growth-Programm wirkt schneller
Amplifon bekommt nach dem ersten Quartal mehr Rückenwind von der Analystenseite. Bernstein hält zwar an der Einstufung „Market-perform“ fest, hebt das Kursziel aber an und verweist auf die bessere operative Entwicklung des Hörgerätehändlers.
Wachstum zieht wieder an
Der Umsatz kletterte im ersten Quartal auf 579,8 Millionen Euro. Währungsbereinigt lag das Plus bei 0,8 Prozent. Treiber war vor allem ein organisches Wachstum von 2,2 Prozent, das sich über alle Regionen erstreckte. Akquisitionen lieferten zusätzlich einen kleinen Beitrag.
Noch wichtiger für den Markt ist die Marge. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 24,5 Prozent und damit einen Rekordwert für ein erstes Quartal. Das entspricht einem Anstieg um 60 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr. Auch beim bereinigten EBIT und beim bereinigten Nettogewinn legte das Unternehmen zu, der freie Cashflow stieg auf 23,6 Millionen Euro.
Fit4Growth greift schneller
Ein Grund für die bessere Profitabilität dürfte das Programm „Fit4Growth“ sein. Die Maßnahmen scheinen schneller zu wirken als zuletzt erwartet. Das stützt die Hoffnung, dass Amplifon nicht nur beim Wachstum, sondern auch bei der Ertragsqualität nachlegt.
Der Vorstand zeigt sich entsprechend zuversichtlich. Für das Gesamtjahr rechnet Amplifon mit einem globalen Marktplus von rund 3 Prozent. Das eigene organische Wachstum soll darüber liegen, die bereinigte EBITDA-Marge um etwa 100 Basispunkte zulegen.
Aktie bleibt unter Druck
An der Börse hat sich das Bild dennoch erst teilweise aufgehellt. Die Aktie notiert bei 10,74 Euro und damit zwar 1,32 Prozent höher als am Vortag, auf Sicht von 12 Monaten aber weiter 46,04 Prozent tiefer. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 22,84 Prozent, obwohl der Kurs im vergangenen Monat um 16,74 Prozent zugelegt hat.
Technisch bleibt das Papier zwischen den Polen gefangen. Der Kurs liegt knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt von 9,79 Euro, aber deutlich unter der 200-Tage-Linie bei 13,13 Euro.
Blick auf GN Hearing
Parallel dazu arbeitet Amplifon an einem größeren strategischen Schritt. Die angekündigte Übernahme von GN Hearing im Wert von rund 2,3 Milliarden Euro soll den Konzern stärker vertikal integrieren. GN bringt Produktion sowie Forschung und Entwicklung ein, Amplifon sein weltweites Handelsnetz.
Die Transaktion soll bis Ende 2026 abgeschlossen werden. S&P Global Ratings bestätigte danach das BB+-Rating mit stabilem Ausblick. Für Bernstein war das starke erste Quartal nun offenbar der Anstoß, das Bewertungsmodell nach oben anzupassen.
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