Ein Kurssturz von rund 26 Prozent markiert den heftigsten Rückschlag für die AMP-Aktie seit über zwei Jahrzehnten. Trotz eines gestiegenen bereinigten Gewinns schickten enttäuschende Margen-Ausblicke und ein fehlendes Aktienrückkaufprogramm den Titel auf Talfahrt. Doch warum reagiert der Markt trotz des deutlichen Gewinnplus so drakonisch?
- Bereinigter Nettogewinn (NPAT): 285 Mio. A$ (+20,8 %)
- Gesetzlicher Nettogewinn: 133 Mio. A$ (-11,3 %)
- Verwaltetes Vermögen (AUM): 161,7 Mrd. A$ (+9 %)
- Plattform-Marge: Rückgang auf 42 Basispunkte (Ausblick 2026: 40–41 Bps)
- Dividende: 2,0 Cent pro Aktie (Ex-Tag: 26. Februar)
Margendruck belastet Plattform-Geschäft
Der massive Ausverkauf erfolgte, obwohl AMP für das Geschäftsjahr 2025 einen Anstieg des bereinigten Nettogewinns um 20,8 Prozent meldete. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtete sich jedoch fast ausschließlich auf die verschlechterten Profitabilitätskennzahlen der Plattform-Sparte.
In diesem strategisch wichtigen Segment schrumpften die Margen im Berichtszeitraum von 45 auf 42 Basispunkte. Besonders besorgniserregend werteten Anleger den Ausblick des Managements: Für das Geschäftsjahr 2026 wird eine weitere Kompression auf 40 bis 41 Basispunkte erwartet. Da die Plattform-Sparte als zentraler Wachstumstreiber gilt, löste diese Prognose eine sofortige Neubewertung der Aktie aus. Das Wachstum des verwalteten Vermögens auf 161,7 Milliarden A$ konnte die Sorgen über die sinkende Ertragskraft pro investiertem Dollar nicht kompensieren.
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Strategischer Umbruch und Dividende
Die aktuelle Volatilität trifft das Unternehmen in einer sensiblen Übergangsphase. CEO Alexis George wird im März 2026 ausscheiden und die Führung an den derzeitigen Finanzvorstand Blair Vernon übergeben. Vernon übernimmt die Leitung in einem Moment tiefen Skeptizismus hinsichtlich der Fähigkeit des Konzerns, die Profitabilität in einem harten Wettbewerbsumfeld zu stabilisieren.
Auf der Seite der Aktionärsrenditen erklärte AMP eine Schlussdividende von 2,0 Cent pro Aktie, was die Gesamtausschüttung für das Jahr auf 4,0 Cent bringt. Dass das Management jedoch kein neues Aktienrückkaufprogramm ankündigte, wirkte als zusätzlicher negativer Katalysator. Viele Investoren hatten angesichts der Kapitalposition des Konzerns fest mit einer solchen Maßnahme gerechnet.
Fokus auf Kosteneffizienz
Für das Geschäftsjahr 2026 hat sich das Unternehmen klare Ziele gesetzt. Die kontrollierbaren Kosten sollen in einer Spanne von 630 bis 640 Millionen A$ liegen. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der AMP Bank: Trotz eines Gewinnrückgangs durch Investitionen in digitale Angebote soll das „GO“-Produkt für Kleinunternehmen bis Ende 2026 Einlagen in Höhe von einer Milliarde A$ erreichen. Die Stabilisierung der Plattform-Margen bleibt dabei die entscheidende Kennzahl für eine mögliche Bodenbildung der Aktie.
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