Ams Osram Aktie: 570 Millionen von Infineon
Ams Osram verkauft sein Nicht-Kerngeschäft an Infineon und erlöst 570 Millionen Euro für den Schuldenabbau.

Kurz zusammengefasst
- Verkauf nicht-optischer Sensoren an Infineon
- Bareinnahmen von 570 Millionen Euro
- Mittel fließen direkt in Schuldentilgung
- Fokus auf digitale Photonik-Technologie
Der Umbau nimmt Gestalt an. Ams Osram hat sein Geschäft mit nicht-optischen Sensoren an Infineon übergeben. Der Bar-Verkauf spült 570 Millionen Euro in die Kasse. Damit schließt das Management eine wichtige Baustelle.
CEO Aldo Kamper will die Bilanz stärken. Das frische Geld fließt direkt in den Schuldenabbau. Die Maßnahme gehört zum laufenden Sparprogramm des Konzerns. Bis 2028 will das Unternehmen jährlich rund 200 Millionen Euro einsparen. Zusammen mit weiteren Verkäufen erhofft sich das Management lukrative Gesamterlöse. Das Ziel: Ein positiver Cashflow ab 2027.
Voller Fokus auf Photonik
Nach dem Verkauf konzentriert sich Ams Osram auf digitale Photonik. Hier plant der Konzern die unangefochtene Marktführerschaft. Das bedeutet konkret: Die Verschmelzung von Lichtemission und optischer Sensorik.
Die Anwendungsgebiete für diese Technik sind enorm. Fahrerassistenzsysteme in Autos gehören ebenso dazu wie Medizintechnik oder mobile Geräte. Auch bei Systemen mit Künstlicher Intelligenz sollen die Bauteile künftig helfen. Sie sparen Energie und erhöhen den Datendurchsatz.
Starke Jahresbilanz
An der Börse kommt der strikte Kurs gut an. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 19,65 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Kursplus auf starke 131 Prozent. Zwar notiert der Titel noch unter seinem Mai-Jahreshoch. Er hält sich aber stabil über den wichtigen langfristigen Durchschnitten.
Analysten rechnen für 2026 noch mit roten Zahlen. Der harte Umbau kostet Zeit. Erst ab dem kommenden Jahr erwarten Marktexperten eine operative Wende. Ams Osram startet dann mit einer deutlich schlankeren Bilanz in sein neues Kerngeschäft.
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