Ein starkes Schlussquartal 2025 reicht den Anlegern offenbar nicht. Während der Technologiekonzern seine eigenen Prognosen zuletzt übertraf, sorgt der Ausblick auf das laufende Jahr für erhebliche Verunsicherung. Steigende Kosten und ein schwieriges Marktumfeld stellen die ambitionierten Umbaupläne des Managements auf eine harte Probe.
Solide Vergangenheit, unsichere Zukunft
Die jüngsten Zahlen zeichnen ein zweigeteiltes Bild. Im vierten Quartal 2025 erzielte ams OSRAM einen Umsatz von 874 Millionen Euro und eine bereinigte EBITDA-Marge von 18,4 Prozent. Damit lag das Unternehmen über der Mitte der eigenen Prognosespanne. Auch das wichtige Halbleiter-Kernportfolio wuchs vergleichbar um 7 Prozent.
Doch die Führungsetage dämpfte die Euphorie umgehend. Für das Geschäftsjahr 2026 warnt das Management vor Gegenwind. Konkret wird für das erste Quartal lediglich ein Umsatz von 760 Millionen Euro bei einer Marge von rund 15 Prozent erwartet. Verantwortlich für diesen Rückgang sind vor allem ein schwächerer US-Dollar sowie steigende Preise für Edelmetalle. Allein der teurere Goldpreis könnte die Herstellungskosten im laufenden Jahr um geschätzt 60 Millionen Euro in die Höhe treiben.
Analysten ziehen Konsequenzen
Die Reaktion der Experten folgte prompt. Mehrere Banken strichen ihre Kaufempfehlungen. Die Deutsche Bank stufte das Papier auf „Hold“ herab und verwies explizit auf die weichere Prognose und die Kostenbelastung. Auch JPMorgan votiert nun mit „Underweight“.
Diese Skepsis spiegelt sich in der längerfristigen Kursentwicklung wider: Mit einem aktuellen Kurs von 9,36 Euro notiert die Aktie gut 32 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Zwar konnte sich der Titel vom Tief bei 5,98 Euro erholen, doch die jüngste Zurückhaltung der Analysten bremst die Dynamik.
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Radikaler Umbau als Antwort
Um die Profitabilität wieder zu steigern, setzt der Konzern den Rotstift an. Das neu aufgelegte Sparprogramm „Simplify“ soll bis 2028 jährliche Einsparungen von 200 Millionen Euro bringen. Dies geht mit einem schmerzhaften Stellenabbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen einher, davon etwa die Hälfte in Europa.
Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von Randbereichen, um die Bilanz zu stärken. Der Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon spült 570 Millionen Euro in die Kasse. Diese Maßnahmen haben die Verschuldung bereits auf das 2,5-fache des bereinigten EBITDA gedrückt. Langfristig bleibt das Ziel ambitioniert: Bis 2030 wird im Kerngeschäft Halbleiter eine Marge von über 25 Prozent angepeilt.
Fazit
ams OSRAM steht vor einem klassischen Übergangsjahr. Die operative Sanierung greift und die Bilanz verbessert sich durch Verkäufe, doch externe Faktoren wie Währungsschwankungen und Rohstoffpreise bremsen die Erholung kurzfristig aus. Ob das Vertrauen der Anleger zurückkehrt, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die Einsparungen aus dem „Simplify“-Programm die prognostizierten Belastungen kompensieren können.
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