Ams Osram streicht massiv Stellen. Der österreichische Technologiekonzern kündigte am Dienstagabend den Abbau von rund 2.000 Arbeitsplätzen weltweit an – Teil eines neuen Sparprogramms namens „Simplify“. Gleichzeitig legte das Unternehmen solide Quartalszahlen vor und bekräftigte seine strategische Neuausrichtung auf optische Halbleitertechnologien.
200 Millionen Euro Einsparziel bis 2028
Mit dem Programm „Simplify“ will Ams Osram bis 2028 jährlich etwa 200 Millionen Euro einsparen. Der Stellenabbau betrifft je zur Hälfte Standorte in Europa und Asien. Der Vorstand begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, Strukturen zu verschlanken und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.
Das neue Programm folgt auf die Initiative „Re-establish the Base“, die bereits jährliche Einsparungen von rund 220 Millionen Euro realisierte. Die Maßnahme wurde vorzeitig abgeschlossen.
Viertes Quartal über Erwartungen
Operativ zeigte sich Ams Osram zum Jahresende robust. Der Umsatz im vierten Quartal erreichte 874 Millionen Euro und lag damit leicht über der Mitte der eigenen Prognose. Die bereinigte EBITDA-Marge kletterte auf 18,4 Prozent.
Die Kennzahlen im Überblick:
- Umsatz 2025: 3,32 Milliarden Euro (-3 % ggü. Vorjahr)
- Nettoverlust 2025: 130 Millionen Euro (Vorjahr: -786 Millionen Euro)
- Free Cash Flow 2025: 144 Millionen Euro
- Verschuldungsgrad: 2,5x bereinigtes EBITDA
Der deutlich reduzierte Verlust und der positive Cash Flow signalisieren erste Erfolge der Sanierungsbemühungen.
Infineon-Deal stärkt Bilanz
Die strategische Neuausrichtung kommt voran. Anfang Februar 2026 verkaufte Ams Osram das nicht-optische Sensorgeschäft für 570 Millionen Euro an Infineon. Die Transaktion senkt die Verschuldung spürbar und ermöglicht dem Konzern, sich vollständig auf intelligente optische Sensor- und Emitter-Technologien zu konzentrieren.
Im Halbleiter-Kerngeschäft verzeichnete das Unternehmen 2025 ein bereinigtes Wachstum von 7 Prozent.
Vorsichtiger Start ins Jahr 2026
Für das laufende erste Quartal rechnet der Vorstand mit einem Umsatz zwischen 710 und 810 Millionen Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 15 Prozent. Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal erklärt sich durch saisonale Effekte und die Dekonsolidierung der verkauften Geschäftsbereiche. Die vollständige Integration der Sparmaßnahmen dürfte sich erst in den Folgequartalen zeigen.
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