ams OSRAM Aktie: Rating-Boost und Rekordaufträge

Die Ratingagentur Moody's hebt den Ausblick für ams OSRAM auf positiv, während das Halbleitergeschäft mit Rekordaufträgen glänzt. Der Kurs sprang um fast 12 Prozent.

Dr. Robert Sasse ·
Ams Osram Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Moody's stuft Ratingausblick auf positiv hoch
  • Nettoverlust schrumpft auf 130 Millionen Euro
  • Halbleitersparte mit Rekordaufträgen über 5 Mrd. Euro
  • Aktienkurs steigt um fast 12 Prozent

Ein verbessertes Signal von den Ratingagenturen und pralle Auftragsbücher versetzen Anleger in Kauflaune. Der Halbleiter- und Photonik-Konzern ams OSRAM erntet aktuell die ersten sichtbaren Früchte seines harten Sanierungskurses. Ein Blick auf die jüngsten Entwicklungen zeigt, warum sich die Stimmung rund um den Technologiewert spürbar aufhellt.

Moody’s honoriert den Schuldenabbau

Die Ratingagentur Moody’s hat den Ausblick für das langfristige Emittentenrating von ams OSRAM von „stabil“ auf „positiv“ angehoben. Das eigentliche Rating verbleibt zwar vorerst bei „B3“, die Tendenz ist jedoch eindeutig. Hauptgründe für diese optimistischere Einschätzung sind der konsequente Schuldenabbau und deutlich verringerte Verluste.

Im kürzlich abgeschlossenen Geschäftsjahr 2025 schrumpfte der Nettoverlust von 786 Millionen auf 130 Millionen Euro. Der Markt honoriert diese Fortschritte umgehend: Die Aktie verzeichnete heute einen Kurssprung von fast 12 Prozent und kletterte über die Marke von 10,02 Euro.

Halbleitersparte als Wachstumsmotor

Ein zentraler Baustein der positiven Entwicklung ist das Halbleitersegment. Hier verzeichnet das Unternehmen ein Allzeithoch bei den sogenannten Design-Wins von über fünf Milliarden Euro. In der Branche gelten diese vertraglich gesicherten Produktionszusagen als verlässlicher Frühindikator für künftige Umsätze.

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Auch wenn der Gesamtumsatz 2025 wechselkursbedingt um drei Prozent auf 3,32 Milliarden Euro zurückging, wuchs das wichtige Chip-Kerngeschäft währungsbereinigt um sieben Prozent. Gleichzeitig verbesserte sich die bereinigte EBITDA-Marge von 16,8 auf 18,3 Prozent.

Verkäufe spülen Millionen in die Kasse

Um die Zinslast nachhaltig auf unter 150 Millionen Euro pro Jahr zu drücken, treibt das Management den Verkauf von Randbereichen voran. Zusammen mit dem bereits an Ushio veräußerten Lampengeschäft soll der im zweiten Quartal 2026 anstehende Abschluss des Infineon-Deals knapp über 670 Millionen Euro in die Bilanz spülen. Ziel ist es, das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA auf einen Wert von unter 2 zu senken.

Parallel läuft das harte Kostenprogramm „Simplify“, das bis 2028 jährliche Einsparungen von 200 Millionen Euro bringen soll und weltweit rund 2.000 Stellen betrifft. Das laufende Jahr deklariert die Unternehmensführung weiterhin als Übergangsjahr, in dem wegfallende Umsatzanteile das Ergebnis kurzfristig beeinflussen. Der nächste konkrete Prüfstein für die Profitabilität der neuen Aufträge und den laufenden Umbau folgt am 7. Mai mit der Vorlage der Ergebnisse für das erste Quartal 2026.

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Ams Osram Aktie

13,35 EUR

– 0,40 EUR -2,91 %
KGV 0,00
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 1,69 Mrd. EUR
ISIN: AT0000A3EPA4 WKN: A40QVT

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