Ams Osram: UV-C-LED mit 10% Effizienz auf ICULTA
Ams Osram setzt auf hocheffiziente UV-C-LEDs und treibt den Verkauf von Sensoren an Infineon voran.

Kurz zusammengefasst
- Aktie seit Jahresbeginn um 60 Prozent gestiegen
- Neue UV-C-LED verdoppelt Effizienz
- Verkauf von Industriesensoren an Infineon
- Quartalszahlen am 7. Mai erwartet
Ams Osram vollzieht einen radikalen Wandel. Der Konzern verabschiedet sich von der klassischen Beleuchtung. Stattdessen rücken halbleiterbasierte Hochleistungskomponenten in den Fokus. An der Börse kommt diese Strategie hervorragend an. Allein seit Jahresbeginn legte die Aktie um 60 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 13,60 Euro.
Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs damit glatt verdoppelt. Das Jahreshoch rückt in greifbare Nähe. Anleger honorieren offensichtlich die harte Sanierung des Unternehmens.
Abschied von der Quecksilberlampe
Auf der Berliner Fachkonferenz ICULTA präsentiert das Unternehmen aktuell sein neues technologisches Herzstück. Eine neu entwickelte UV-C-LED verdoppelt die bisherige Effizienz auf über zehn Prozent. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt hat diesen Wert unabhängig bestätigt.
Das Bauteil liefert 200 Milliwatt Leistung bei einer Lebensdauer von mehr als 20.000 Stunden. Mit diesen Spezifikationen greift Ams Osram einen etablierten Markt an. Die neuen LEDs sollen künftig herkömmliche Quecksilber-Entladungslampen in der Industrie ersetzen.
Der Konzern sichert diese Innovationen mit etlichen Patenten ab. Ende 2026 kommen die neuen Leuchtdioden auf den Markt. Sie bilden künftig den Kern der strategischen Ausrichtung im UV-Bereich.
Umbau kostet kurzfristig Geld
Der Messeauftritt in Berlin steht stellvertretend für die Neuausrichtung. Parallel dazu läuft die Bereinigung des Portfolios. Ams Osram verkauft seine Industrie- und Medizinsensoren an Infineon. Dieser Deal spült voraussichtlich 570 Millionen Euro in die Kasse. Das Bundeskartellamt entscheidet darüber voraussichtlich im laufenden Quartal.
Kurzfristig spürt das Unternehmen allerdings Gegenwind. Volatile Edelmetallpreise und ein starker US-Dollar belasten das laufende Geschäft. Finanzchef Rainer Irle rechnet im ersten Quartal mit negativen Effekten von rund 50 Millionen Euro.
Trotz dieser Hürden peilt das Management für die ersten drei Monate einen Umsatz von etwa 760 Millionen Euro an. Die bereinigte operative Marge soll bei rund 15 Prozent liegen.
Das Ziel: eine hochprofitable Zukunft. Bis 2030 will der Konzern eine bereinigte Marge von mindestens 25 Prozent erreichen. Ob der Start in dieses Jahr geglückt ist, erfahren Anleger am 7. Mai bei der Vorlage der Quartalszahlen.
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