Der November entwickelt sich für Evonik zum absoluten Albtraum für Anleger. Nachdem bereits mehrere Experten den Daumen gesenkt haben, sorgt nun die US-Bank J.P. Morgan für das nächste Beben. Dabei geht es nicht mehr nur um schwache Quartalszahlen, sondern die Analysten rütteln an einem Heiligtum der Aktienkultur: Ist die Dividende überhaupt noch sicher?
Alarmstufe Rot bei der Dividende
Die Herabstufung hätte kaum deutlicher ausfallen können: J.P. Morgan strich das Rating von „Overweight“ auf „Neutral“ und rasierte das Kursziel drastisch von 20 auf nur noch 14 Euro zusammen. Analyst Chetan Udeshi begründet diesen Schritt mit massiven Sorgen um die Profitabilität.
Besonders alarmierend ist die Einschätzung zur Ausschüttungspolitik. Die Experten warnen, dass der operative Free Cash Flow in den kommenden zwei Jahren voraussichtlich nur etwa 70 Prozent der aktuellen Dividende decken wird. Das führt zu einer bitteren Prognose:
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- Dividendenkürzung: Die Analysten rechnen mit einer Senkung um 35 Prozent auf 0,75 Euro je Aktie.
- Gewinneinbruch: Die Prognosen für das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) wurden für 2026 und 2027 um über 10 Prozent gekappt.
- EBITDA-Schwäche: Auch beim operativen Ergebnis strichen die Banker ihre Erwartungen deutlich zusammen.
Gefahr aus China
Hinter den nackten Zahlen verbirgt sich ein strukturelles Problem, das den Essenern langfristig zusetzen könnte. Das wichtige Methionin-Geschäft, das einen signifikanten Teil des operativen Ergebnisses ausmacht, steht vor gewaltigem Gegenwind.
Neue Kapazitäten in China drohen den Markt zu fluten. Allein der Konkurrent Hebang plant Anlagen, die fast ein Viertel der weltweiten Produktion umfassen könnten. Ab 2028 droht hier ein massiver Preiskampf, der die Margen von Evonik dauerhaft belasten würde.
Diese düsteren Aussichten spiegeln sich im Chart wider. Mit einem aktuellen Kurs von 13,27 Euro notiert die Aktie nur noch hauchdünn über dem kürzlich markierten 52-Wochen-Tief von 13,05 Euro. Zwar deutet ein RSI von 15,8 auf eine extrem überverkaufte Situation hin, doch solange die Angst vor einer Dividendenkürzung im Raum steht, dürften Käufer extrem vorsichtig bleiben.
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