Vulcan Energy Aktie: Zahlen-Litmustest naht
Vulcan Energy legt am 29. April seinen ersten Quartalsbericht seit der 2,2-Milliarden-Euro-Finanzierung vor. Der Fokus liegt auf den Kostenentwicklungen für das Lithiumprojekt Lionheart.
Kurz zusammengefasst
- Letzte große Beschaffung mit Siemens abgeschlossen
- Finanzierungspaket von 2,2 Milliarden Euro gesichert
- Langfristige Abnahmeverträge mit Industriekonzernen
- Royalty-Befreiung durch Land Rheinland-Pfalz
Am 29. April legt Vulcan Energy seinen ersten Quartalsbericht seit der milliardenschweren Projektfinanzierung vor. Das ist mehr als Routine — es ist der erste echte Blick auf die Kosten einer Baustelle, die gerade erst richtig anläuft.
Siemens schließt die Einkaufsphase ab
Mit dem rund 40 Millionen Euro schweren Vertrag mit Siemens hat Vulcan die letzte große Beschaffungsvereinbarung für das Lionheart-Projekt unterzeichnet. Der Rahmenvertrag deckt Engineering, Automation und Gebäudetechnik für drei Kernstandorte ab: die Lithiumextraktionsanlage in Landau, die zentrale Lithiumanlage im Frankfurter Industriepark Höchst sowie die Produktionsbohrstandorte.
Siemens bleibt dabei nicht nur Lieferant. Ein begleitendes Memorandum of Understanding sichert dem Konzern den Status als bevorzugter Automatisierungspartner bis 2035. Siemens Financial Services steuert außerdem 67 Millionen Euro Eigenkapital zum Gesamtpaket bei.
2,2 Milliarden Euro — und jetzt?
Das Finanzierungspaket steht. Rund 1,185 Milliarden Euro kommen als Seniorkredit von einem Konsortium aus 13 Instituten, darunter die Europäische Investitionsbank und fünf Exportkreditagenturen. Hinzu kommen 204 Millionen Euro Bundesfördermittel sowie Eigenkapital von KfW, HOCHTIEF und Siemens Financial Services. HOCHTIEF investierte im Dezember 2025 insgesamt 169 Millionen Euro und hält seither 15,41 Prozent an Vulcan.
Die kommerzielle Basis ist ebenfalls gesichert. Zehnjährige Abnahmeverträge bestehen mit Stellantis, LG Corp, Umicore und Glencore. Der Glencore-Vertrag allein umfasst bis zu 44.000 Tonnen über acht Jahre. Rund 72 Prozent des vertraglich gesicherten Volumens im ersten Jahrzehnt unterliegen Fest- oder Mindestpreisvereinbarungen.
Ab 2028 soll die Anlage jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid produzieren — genug für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Das entspricht etwa zwölf Prozent des europäischen Bedarfs.
Der Bericht als Belastungstest
Die Frage ist simpel: Wie stark steigt der Mittelabfluss? Im Vorquartal lagen die operativen Ausgaben bei 7,2 Millionen Euro — hauptsächlich Personal- und Entwicklungskosten. Inzwischen laufen Bohrarbeiten an zwei Standorten gleichzeitig, Schleidberg und Trappelberg. Die Hauptbohrphase ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant.
Einen zusätzlichen Puffer verschaffte das Land Rheinland-Pfalz am 13. April: eine Royalty-Befreiung für die Lithiumproduktion bis Ende 2030. Das entlastet die Kasse in einer Phase, in der jeder Euro zählt.
Am 28. Mai folgt die Hauptversammlung. Dort können Aktionäre erstmals direkt nachfragen, ob Kosten und Zeitplan noch im Rahmen liegen — seit dem Baustart die drängendsten offenen Punkte.
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