Hensoldt Aktie: Gegenwind

Der Rüstungskonzern meldet einen 400-Millionen-Euro-Auftrag und einen erfolgreichen Drohnen-Test, doch die Aktie leidet unter der allgemeinen Abkühlung des Verteidigungssektors.

Kurz zusammengefasst:
  • Großauftrag für digitale Optronik über 400 Millionen Euro
  • Erfolgreicher Testflug des unbemannten Systems HADIS
  • Aktienkurs zeigt deutliche Schwäche in der Wochenbetrachtung
  • Sektorweite Neubewertung drückt Verteidigungswerte

Gute Nachrichten, schlechter Kurs: Hensoldt meldet einen Großauftrag und einen technologischen Fortschritt – doch am Donnerstag reicht das nicht für Rückenwind. Der Grund liegt weniger im Unternehmen selbst, sondern im Klima des gesamten Verteidigungssektors. Wie viel zählt eine starke operative Meldung, wenn die Branche gleichzeitig abkühlt?

400-Millionen-Auftrag bringt Planbarkeit

Unterm Strich liefert Hensoldt genau das, was Investoren in einem projektgetriebenen Geschäft sehen wollen: verlässliche, konkrete Bestellungen. Das Systemhaus KNDS hat Aufträge für digitale Optronik mit einem Gesamtvolumen von über 400 Mio. Euro platziert. Es geht um Ausrüstung für zwei zentrale Plattformen der Bundeswehr.

Hensoldt

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  • Boxer RCT 30 „Schakal“: 288 Sätze optronischer Systeme, Volumen rund 290 Mio. Euro
  • Leopard 2 A8: 178 Sätze, Auftragswert über 110 Mio. Euro
  • Zeitplan: Serienauslieferung der Komponenten ab Q4 2027

Damit stärkt der Auftrag den mittelfristigen Auftragsfluss – allerdings mit einer klaren Verzögerung bis zum Lieferstart.

Drohnen-Projekt: HADIS-Test gelingt

Neben dem Auftrag legte Hensoldt am Donnerstag auch bei der Technologie nach. In einer bereits im Herbst 2025 durchgeführten Testkampagne mit der Wehrtechnischen Dienststelle 61 (WTD 61) wurde das unbemannte Trägersystem „HADIS“ erfolgreich aus einem A400M abgesetzt.

Getestet wurde ein 1:3-Modell, das Flugfähigkeit und autonome Navigation demonstrierte. Das System ist als „Remote Carrier“ ausgelegt. Bis Ende 2026 soll ein Fullscale-Demonstrator entstehen, der bis zu 500 kg über 120 km transportieren kann.

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Warum die Aktie trotzdem schwächelt

Trotz der operativen Signale stand die Aktie zuletzt unter Druck. Der Kurs liegt heute bei 75,80 Euro (Tagesveränderung: +0,20%), zugleich zeigt die kurzfristige Entwicklung die laufende Korrektur: -10,35% in 7 Tagen und -7,56% in 30 Tagen. Auch technisch ist die Distanz sichtbar: Der Kurs liegt rund 6,66% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (81,21 Euro).

Auslöser ist laut Quelltext vor allem die Sektor-Stimmung. Vorsichtige Analystenkommentare zu Rheinmetall setzten den gesamten deutschen Verteidigungsbereich unter Verkaufsdruck. Die damit verbundenen Sorgen über Margen und Wachstumsaussichten für 2026 führten zu Gewinnmitnahmen – und zogen Hensoldt (sowie Renk) mit nach unten.

Im Ergebnis wirkt das Bild zweigeteilt: operativ Rückenwind durch Auftrag und Entwicklung, am Markt aber Gegenwind durch eine branchenweite Neubewertung. Konkrete Fixpunkte bleiben dabei der HADIS-Meilenstein mit Ziel Ende 2026 und der Lieferstart der KNDS-Serienkomponenten ab Q4 2027.

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