Der Speicherchip-Spezialist Micron steht kurz vor der Veröffentlichung seiner Zahlen, und die Erwartungen an ein Rekordquartal sind hoch. Doch wenige Tage vor dem Termin sorgen Medienberichte aus Südkorea für plötzliche Unsicherheit. Angeblich droht das Unternehmen bei Nvidias nächster KI-Chip-Generation als Lieferant leer auszugehen.
Sorgen um den Nvidia-Auftrag
Konkret geht es um die begehrten HBM4-Speicherchips für Nvidias kommende „Vera Rubin“-Beschleuniger. Laut aktuellen Berichten sollen künftig nur noch Samsung und SK Hynix als Lieferanten für diese spezielle Generation zum Zug kommen. Bestätigt sich dieses Gerücht, wäre das eine deutliche Verschiebung in dem hart umkämpften Segment für Speicher mit hoher Bandbreite. Dieser Bereich galt zuletzt als zentraler Baustein für Microns starke Wachstumsstory. Marktbeobachter werten die Meldung als Auslöser für eine aufkommende Zurückhaltung bei Investoren, da die Konkurrenz im KI-Speichermarkt spürbar zunimmt.
Rekordzahlen im Anflug
Den aufkommenden Sorgen steht jedoch das extrem starke fundamentale Geschäft gegenüber. Am 18. März präsentiert Micron die Ergebnisse für das Ende Februar abgelaufene Geschäftsquartal. Analysten rechnen im Schnitt mit einem enormen Umsatzsprung auf rund 19,1 Milliarden US-Dollar. Die ungebrochen hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur sorgt branchenweit für knappe Kapazitäten und steigende Margen. Diese starke operative Entwicklung spiegelt sich auch in der beeindruckenden Jahresperformance der Aktie wider, die auf 12-Monats-Sicht um über 315 Prozent zulegen konnte und aktuell bei 336,30 Euro notiert.
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Kann sich Micron diesen potenziellen Rückschlag bei Nvidias nächster Chip-Generation also leisten? Das Unternehmen hat bereits klargemacht, dass die gesamten HBM-Produktionskapazitäten für das Kalenderjahr 2026 durch feste Vereinbarungen vollständig ausverkauft sind. Experten der Großbank UBS gehen zudem davon aus, dass die Speicherknappheit im Markt aufgrund begrenzter Fabrikkapazitäten noch bis 2027 oder sogar 2028 anhalten könnte. Vor diesem Hintergrund halten viele Analysten an ihrer positiven Einschätzung fest; die Citigroup etwa erhöhte ihr Kursziel für das Papier im Vorfeld der Quartalszahlen weiter. Parallel treibt Micron seine globale Expansion voran und hat Ende Februar eine neue Test- und Montageanlage in Indien in Betrieb genommen.
Am 18. März wird das Management nicht nur die konkreten Geschäftszahlen vorlegen, sondern sich voraussichtlich auch zu den Gerüchten um die künftige HBM4-Vergabe äußern müssen. Anleger erhalten dann fundierte Informationen darüber, ob die kolportierte Entscheidung in Südkorea die ambitionierten Wachstumsziele für das Geschäftsjahr 2026 tatsächlich tangiert oder angesichts der branchenweiten Speicherknappheit kaum ins Gewicht fällt.
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