Nokia Aktie: Neustart läuft

Nokia hat seine neue Zweisegment-Struktur umgesetzt und notiert deutlich höher. Der Markt erwartet nun konkrete Ziele für das Wachstumsgeschäft mit KI-Infrastruktur.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Struktur trennt Wachstums- von Cashflow-Geschäft
  • Aktienkurs hat sich seit Augusttief fast verdoppelt
  • Analysten sehen moderates Kaufpotenzial für die Aktie
  • Erste Segment-Prognosen Ende Januar entscheidend

Nokia startet 2026 mit einer fundamentalen Neuordnung: Die offizielle Aktivierung der neuen Zweisegment-Struktur ist vollzogen. Was bereits Ende 2025 angekündigt wurde, ist nun operative Realität – und der Markt reagiert positiv. Die Aktie notiert bei 6,51 US-Dollar und hat sich damit seit ihrem Augusttief bei 3,49 US-Dollar nahezu verdoppelt.

Zwei Segmente, zwei Strategien

Die neue Struktur trennt Wachstum von Cash-Generierung. Network Infrastructure bündelt die Bereiche Optical Networks, IP Networks und Fixed Networks. Dieses Segment soll Nokia zum führenden Ausrüster für KI-Rechenzentren und Daten-Infrastruktur machen. Die Integration des kürzlich übernommenen Optik-Spezialisten Infinera verleiht diesem Geschäftsbereich zusätzliche Schlagkraft.

Nokia

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Mobile Infrastructure vereint Core Software, Radio Networks und Technology Standards (ehemals Nokia Technologies). Der Auftrag: Cashflow maximieren und die Wertschöpfung aus dem umfangreichen Patentportfolio und der 5G-Führerschaft optimieren. Diese klare Trennung verschafft Investoren erstmals vollständige Transparenz über die unterschiedlichen Ertragsprofile.

Was die Zahlen verraten

Die Aktie hat die 200-Tage-Linie (rund 5,35 US-Dollar) zurückerobert – technisch ein Langfrist-Kaufsignal. Unmittelbar entscheidend: die 50-Tage-Linie bei 6,50 US-Dollar, die aktuell als Unterstützung dient.

Zwölf große Analystenhäuser bewerten Nokia mit „Moderate Buy“ (Stand: 4. Januar 2026). Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 6,10 US-Dollar, wobei optimistische Einschätzungen von Jefferies und Danske Bank Potenzial bis 7,50 US-Dollar sehen – vorausgesetzt, die Strategie greift.

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Finanziell steht Nokia solide da: Schuldenquote von nur 0,12, Quick Ratio bei 1,23. Im dritten Quartal 2025 übertraf das Unternehmen mit einem Gewinn je Aktie von 0,06 Euro die Erwartungen (0,05 Euro).

Der 29. Januar als Nagelprobe

An diesem Tag legt Nokia die Zahlen für Q4 und Gesamtjahr 2025 vor. Erstmals wird das Management detaillierte Prognosen für die beiden neuen Segmente geben müssen. Investoren achten besonders auf:

  • Eigenständige Wachstumsziele für Network Infrastructure
  • Kostensynergien aus der Infinera-Übernahme
  • Auftragsbestand im lukrativen KI-Rechenzentrumsgeschäft

Die strategische Neuordnung ist vollzogen. Jetzt muss Nokia beweisen, dass das Network Infrastructure-Segment tatsächlich im boomenden KI-Markt Fuß fasst. Gelingt dies, könnte die Aktie in der ersten Jahreshälfte 2026 neu bewertet werden.

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