Der Spezialchemiekonzern steht vor einer entscheidenden Woche. Nach enttäuschenden vorläufigen Zahlen und einer gekürzten Dividende richten sich alle Augen auf den kommenden Dienstag, den 4. März. Kann das Management mit dem vollständigen Geschäftsbericht und konkreten Details zum Konzernumbau das Vertrauen der Anleger nachhaltig zurückgewinnen?
Die Zahlen liegen auf dem Tisch
Die groben Eckdaten für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 sind bereits seit Anfang Februar bekannt und zeichnen ein herausforderndes Bild. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Auch das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) konnte sich dem schwierigen Marktumfeld nicht entziehen und fiel um neun Prozent auf 1,87 Milliarden Euro.
Besonders die Dividendenpolitik sorgt für Diskussionsstoff. Statt 1,17 Euro sollen Aktionäre für 2025 nur noch 1,00 Euro je Anteilsschein erhalten. Dieser Schritt ist Teil einer neuen Strategie, künftig flexibel zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses auszuschütten, um mehr finanziellen Spielraum für Investitionen und den Konzernumbau zu sichern.
Sparkurs und Stellenabbau
Um die Profitabilität mittelfristig wieder zu steigern, setzt Evonik den Rotstift an. Das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“ zielt darauf ab, Hierarchien abzubauen und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Konkret bedeutet dies den Abbau von bis zu 2.000 Stellen.
Gleichzeitig versucht das Unternehmen, durch strategische Investitionen gegenzusteuern. Dazu gehört die Ausgliederung der Chemieparks in Marl und Wesseling in die eigenständige Einheit SYNEQT sowie der Ausbau der Produktionskapazitäten für Spezialprodukte, der bis zum zweiten Quartal 2027 abgeschlossen sein soll.
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Ausblick bleibt vorsichtig
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Diese breite Spanne verdeutlicht die anhaltende Unsicherheit in der Chemiebranche, die weiterhin unter hohen Energiekosten und globalem Wettbewerbsdruck leidet.
Am Markt wird der Umbaukurs bisher vorsichtig optimistisch bewertet. Zwar ging die Aktie am Freitag mit einem Minus von 1,60 Prozent auf 14,73 Euro aus dem Handel, doch seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von gut 10 Prozent. Langfristig ist der Abwärtstrend jedoch noch nicht vollständig gebrochen, was der Rückgang von über 23 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht unterstreicht.
Der 4. März wird zeigen, ob die detaillierten Pläne des Managements ausreichen, um die jüngste Erholung zu stabilisieren. Anleger achten dabei besonders darauf, wie Evonik die Balance zwischen notwendigen Sparmaßnahmen und Wachstumsimpulsen in einem schwierigen Jahr 2026 meistern will.
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