Rio Tinto liefert ein gemischtes Bild: Operativ lief es 2025 besser, unterm Strich blieb aber weniger Gewinn hängen. Genau diese Spannung spiegelt sich nun auch in frischen Analystenurteilen wider. Und als wäre das nicht genug, kommen strategische Entscheidungen und ein operativer Rückschlag hinzu.
Analysten drehen an den Stellschrauben
Innerhalb der letzten 48 Stunden haben mehrere große Häuser ihre Sicht auf Rio Tinto angepasst. Barclays stufte auf „Equal Weight“ ab und setzte das Kursziel auf 6.600 GBp. Goldman Sachs ging auf „Neutral“ zurück und nannte 7.400 GBp als Zielmarke.
Gleichzeitig gab es auch Gegenstimmen: CFRA blieb bei „Buy“, und Freedom Capital hob sein Ziel auf 97 US-Dollar an. Unterm Strich wirkt der Markt bislang erstaunlich gelassen – trotz der Downgrades.
Zahlen: EBITDA rauf, Gewinn runter
Auslöser der Neubewertungen sind die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025. Rio Tinto steigerte das EBITDA um 9% auf 25,4 Mrd. US-Dollar. Das klingt nach Rückenwind im Kerngeschäft.
Doch der Nettoertrag sank um 14% auf 10 Mrd. US-Dollar. Das ist der Haken an der Meldung: Die Profitabilität am Ende der Kette konnte mit dem operativen Plus nicht Schritt halten. Der Umsatz lag im Gesamtjahr bei 57,6 Mrd. US-Dollar.
Bei der Ausschüttung bleibt Rio Tinto aktionärsfreundlich: Als Schlussdividende sind 2,54 US-Dollar je Aktie angekündigt, Ex-Tag ist der 5. März 2026.
Strategie-Updates und ein Dämpfer im Betrieb
Neben den Zahlen prägen mehrere Unternehmensnachrichten das Bild. Rio Tinto beendete offiziell die Fusionsgespräche mit Glencore – ein klares Signal, dass die große Konsolidierungsfantasie hier vorerst vom Tisch ist.
Gleichzeitig stärkt der Konzern sein Lithium-Engagement: Rio Tinto übernahm eine Mehrheitsbeteiligung an Nemaska Lithium. Dazu kommt allerdings ein belastender Punkt aus dem operativen Alltag: Die Arbeiten an der Simandou-Mine wurden nach einem tödlichen Unfall vorübergehend gestoppt.
Die Aktie notiert heute bei 85,26 Euro und markiert damit ein neues 52-Wochen-Hoch.
Im Fokus der nächsten Tage steht vor allem der Dividendenfahrplan: Der 5. März 2026 als Ex-Tag dürfte kurzfristig die Aufmerksamkeit auf die Ausschüttung lenken, während der Markt die Mischung aus operativer Stärke, sinkendem Jahresgewinn und den Projekt-News neu sortiert.
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