InflaRx steckt in einer volatilen Phase: Jüngste post-hoc-Analysen aus der abgebrochenen Phase‑3‑Studie zu Vilobelimab liefern positive sekundäre Signale, gleichzeitig droht ein Nasdaq-Compliance-Stichtag. Reichen die Daten, um den Kurs über der Mindestmarke von 1,00 US‑Dollar zu stabilisieren? Im folgenden Beitrag die wichtigsten Fakten und die möglichen Szenarien.
- Klinische Daten: Sekundäre Endpunkte zeigen deutliche Verbesserungen.
- Nasdaq-Stichtag: Frist bis zum 7. Januar; aktueller Kurs liegt nahe der $1‑Marke.
- Strategie: Fokuswechsel auf das orale C5aR‑Inhibitor-Programm Izicopan; Zusammenarbeit nötig.
Klinische Signale im Detail
Post-hoc‑Analysen der abgebrochenen Phase‑3‑Studie zu Vilobelimab zeigen, dass der primäre Endpunkt — vollständiger Ulkusverschluss — mit 20,8% gegenüber 16,7% beim Placebo keine statistische Signifikanz erreichte. Sekundäre Ergebnisse fielen jedoch markanter aus:
- Volumenreduktion von Ulzera: Verbesserung um 45,4% (p=0,0428).
- Wöchentliche Differenzen in Woche 14–26: Spitze bei einer Reduktion von 63,2% (p=0,0122).
- Vollremission trat bei fast 30% der Behandelten auf, versus 5,6% in der Kontrollgruppe.
Diese Befunde deuten darauf hin, dass der Wirkmechanismus weiterhin wissenschaftlich relevant ist. Marktteilnehmer wägen nun diese positiven Signale gegen die praktischen Hürden einer weiteren Entwicklung ohne externen Partner ab.
Listing-Risiko und kurzfristiger Ausblick
Die unmittelbare Aufmerksamkeit gilt dem Nasdaq‑Stichtag am 7. Januar. InflaRx muss einen Mindestgebotspreis von 1,00 US‑Dollar halten, um die Compliance wiederzuerlangen. Der Kurs notiert bei rund 1,02 US‑Dollar — die Pufferzone ist also sehr knapp. Da der Titel in weiten Teilen des vergangenen Quartals unter der $1‑Marke gehandelt wurde, bleibt die Erholung fragil.
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Gelingt die Stabilisierung über $1, vermeidet das Unternehmen unmittelbarere Regulierungsmaßnahmen. Scheitert dies, würde ein Transfer an das Nasdaq Capital Market erfolgen, was eine zusätzliche Schonfrist von 180 Tagen bis zum 6. Juli zur Folge hätte.
Strategische Neuausrichtung
InflaRx verlagert interne Ressourcen weg vom eigenständigen Ausbau des führenden Antikörpers und priorisiert stattdessen Izicopan (vormals INF904), einen oralen C5aR‑Inhibitor. Zukünftige klinische Aktivitäten in Pyoderma gangrenosum sollen demnach von externen Kooperationen abhängen. Raymond James bestätigte zuletzt ein „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 9,00 US‑Dollar und begründet dies mit vielversprechenden Frühdaten zu Izicopan bei Hidradenitis suppurativa.
Schlussendlich entscheiden die nächsten Handelstage über den unmittelbaren regulatorischen Weg: Entweder hält InflaRx den Mindestpreis und vermeidet sofortige Maßnahmen, oder das Unternehmen wechselt in die Capital Market‑Kategorie und erhält bis Anfang Juli zusätzlichen Handlungsraum.
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