ASML legt bei seiner wichtigsten Stellschraube nach: der EUV-Lichtquelle. Genau dort entscheidet sich, wie schnell moderne Chips überhaupt belichtet werden können – und damit, wie viele Stück am Ende aus einer Fabrik rollen. Der Konzern zeigt nun einen Sprung, der nicht nur technisch spannend ist, sondern auch strategisch.
1.000 Watt statt 600: Mehr Tempo in der Fertigung
Laut Reuters haben ASML-Forscher die Leistung der extrem-ultravioletten Lichtquelle (EUV) auf 1.000 Watt gesteigert – von heute rund 600 Watt. Entscheidend ist: Es soll keine Labor-Show gewesen sein, sondern ein System, das unter Bedingungen läuft, wie sie Kunden in der Produktion erwarten.
Warum ist das so wichtig? Höhere EUV-Leistung verkürzt die Belichtungszeit der Silizium-Wafer. Und das übersetzt sich direkt in höheren Durchsatz pro Maschine – also mehr Chips pro Stunde, ohne dass Chip-Hersteller ihre Fabriken komplett umbauen müssen.
ASML spricht dabei von einem Zielkorridor bis Ende des Jahrzehnts: Kunden sollen mit jeder EUV-Anlage etwa 330 Wafer pro Stunde verarbeiten können, statt aktuell ungefähr 220. Erreicht wurde der Fortschritt laut Reuters unter anderem dadurch, dass ASML die Zahl der Zinntröpfchen auf rund 100.000 pro Sekunde verdoppelt und das Laser-Verfahren angepasst hat.
Vorsprung absichern – gegen neue Rivalen
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung wirkt bewusst gewählt. ASML hat faktisch ein Monopol bei kommerziellen EUV-Lithografie-Systemen – und genau diese Schlüsseltechnologie steht geopolitisch unter besonderer Beobachtung. Exportbeschränkungen Richtung China haben dort wiederum nationale Programme befeuert, eigene Alternativen zu entwickeln.
Gleichzeitig entstehen auch in den USA potenzielle Herausforderer: Reuters nennt Start-ups wie Substrate und xLight, die hohe Summen eingesammelt haben; xLight soll dem Bericht zufolge zudem staatliche Förderung erhalten haben. ASML kontert nicht mit Marketing, sondern mit Physik – und signalisiert bereits den nächsten Schritt: Intern sehe man einen „relativ klaren Pfad“ zu 1.500 Watt und grundsätzlich keinen Hinderungsgrund für 2.000 Watt.
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Umbau, Rückkauf, Zahlen: Das Fundament bleibt stark
Neben der Technik rücken auch zwei andere Themen in den Fokus: Erstens der laufende Umbau. Laut Simply Wall St baut ASML Stellen ab und will Prozesse vereinfachen, auch um Überschneidungen aus früheren Kombinationen zu bereinigen und Kosten effizienter zu machen.
Zweitens das Kapitalmanagement: Heute meldete ASML ein Update zu Käufen im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms. Das Programm wurde am 28. Januar 2026 zusammen mit den Q4-Zahlen vorgestellt und umfasst laut Unternehmensangaben bis zu 12 Milliarden Euro an Rückkäufen bis 2028.
Operativ liefert ASML dafür die Basis: Für 2025 wurden 32,7 Milliarden Euro Umsatz und 9,6 Milliarden Euro Gewinn genannt. Für 2026 stellte das Management 34 bis 39 Milliarden Euro Umsatz sowie 51% bis 53% Bruttomarge in Aussicht. Dazu kommt ein Auftragsbestand von über 38 Milliarden Euro, der laut Bericht bereits den unteren Rand der Umsatzprognose 2026 übersteigt.
Die Aktie markierte heute bei 1.265,00 Euro ein neues 52‑Wochen-Hoch.
Im Kalender bleibt damit vor allem eines zentral: Ob ASML die 1.000‑Watt-Architektur in Richtung Serienreife und Kundenbetrieb skaliert bekommt – denn dann würde aus dem gezeigten Technologiesprung ein handfester Produktivitätshebel für die Chipindustrie bis 2030.
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