Lange hing das Damoklesschwert strengerer Kapitalvorschriften über der UBS, doch nun zeichnet sich eine überraschende Entspannung ab. Ausgerechnet die Schweizerische Volkspartei (SVP) signalisiert Unterstützung für einen Kompromiss, der die Großbank vor drastischen Einschnitten bewahren könnte. Ist die Gefahr einer massiven Verwässerung damit vom Tisch?
Die Schlüsselfaktoren im Überblick:
* Der Kompromiss: Statt harter Eigenmittel sollen auch bedingte Pflichtwandelanleihen (AT1) angerechnet werden dürfen.
* Die Folge: Der Bedarf an neuem Aktienkapital würde für die UBS deutlich sinken.
* Das Signal: Mit der SVP im Rücken steigt die Chance auf eine moderater ausfallende „Too Big to Fail“-Novelle erheblich.
AT1-Lösung statt Kapital-Keule
Der ursprüngliche Plan des Bundesrates sorgte an den Märkten für Unruhe: Eine harte 100-Prozent-Eigenkapitalunterlegung für ausländische Tochtergesellschaften hätte Milliarden in der Bilanz gebunden und die Dividendenfähigkeit der Bank bedroht. Nun deutet sich ein Kurswechsel an.
Die Unterstützung der wählerstärksten Partei der Schweiz für die Anrechnung von AT1-Anleihen (Additional Tier 1) verändert die Risikokalkulation grundlegend. Diese Instrumente fungieren als Puffer, ohne dass die Bank zwingend neues Stammkapital aufnehmen muss. Analysten werten diesen Schritt als signifikantes „De-Risking“, da das Worst-Case-Szenario einer erzwungenen Kapitalerhöhung unwahrscheinlicher wird.
Kursrallye spiegelt Erleichterung wider
Die Reaktion der Anleger auf die Signale aus Bern ist eindeutig. Die UBS Aktie legte innerhalb der letzten sieben Tage um beachtliche 18,57 Prozent zu und beendete die Woche bei 47,57 USD.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?
Damit hat sich das Papier fast vollständig von den jüngsten Unsicherheiten erholt und notiert nur noch gut ein Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 48,11 USD. Auch technisch bestätigt der RSI von 63,7 das starke Momentum, ohne dass der Titel bereits als extrem überkauft gilt. Der Markt preist derzeit ein, dass die politische Einigung Bestand haben wird.
Operative Stärke: Fokus auf Tech
Während auf politischer Ebene um Rahmenbedingungen gerungen wird, zeigt sich die Bank im operativen Geschäft offensiv. Ein Indiz dafür ist die aggressive Positionierung der hauseigenen Analysten im Technologiesektor. So hoben die Strategen das Kursziel für den Speicherchip-Hersteller Micron Technology kürzlich auf 400 USD an. Dies unterstreicht, dass sich das Management trotz der regulatorischen Debatten weiterhin stark auf Wachstumsthemen wie den KI-Zyklus fokussiert.
Fazit: Parlament entscheidet über Trend
Die Unterstützung der SVP ist ein entscheidender Etappensieg für die UBS, aber noch kein finaler Gesetzesbeschluss. Für den weiteren Kursverlauf im Jahr 2026 wird es nun darauf ankommen, ob der Kompromissvorschlag im Gesetzgebungsprozess ohne neue Verschärfungen bestätigt wird. Bleibt der politische Gegenwind aus, ist der Weg für eine nachhaltige Neubewertung der Banktitel frei.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 11. Januar liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
