Die UBS hat die schärferen Kapitalvorschriften der Schweizer Regierung am Montag formell zurückgewiesen. Der Konflikt dreht sich um 23 Milliarden US-Dollar zusätzliches Eigenkapital, das die Bank für ihre ausländischen Tochtergesellschaften aufbringen müsste. Die Grossbank warnt vor massiven Kosten für die Schweizer Volkswirtschaft und sieht ihr Geschäftsmodell gefährdet.
Die wichtigsten Fakten:
– UBS lehnt neue Kapitalregeln als „unverhältnismässig“ ab
– Zusätzlicher Kapitalbedarf: 23 Milliarden US-Dollar
– Vorwurf: „Internationaler Alleingang“ gegen eine einzelne Firma
– Quartalszahlen Q4 2025 am 4. Februar erwartet
Regierung fordert volle Eigenkapitalunterlegung
Nach der Notübernahme der Credit Suisse will der Bundesrat verhindern, dass der Steuerzahler erneut für eine Bankenkrise aufkommen muss. Die vorgeschlagene Massnahme verpflichtet die UBS, alle ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit hartem Eigenkapital zu unterlegen. Das Institut hält dagegen: Die Credit-Suisse-Krise sei das Resultat einer fehlerhaften Strategie und mangelhaften Risikomanagements gewesen – nicht unzureichender Kapitalregeln.
Die Bank argumentiert, die Mehrkosten würden teilweise über höhere Preise für Kredite und Dienstleistungen in der Schweiz an die Kunden weitergegeben. Dies würde letztlich die gesamte Volkswirtschaft belasten. Die Stellungnahme ist Teil des laufenden Vernehmlassungsverfahrens, dessen Ausgang die regulatorischen Rahmenbedingungen für die kommenden Jahre prägen wird.
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Analysten uneins über Bewertung
Die Unsicherheit spiegelt sich in den Analystenmeinungen wider. JPMorgan bekräftigte am Montag ihr „Overweight“-Rating und hob das Kursziel an. Barclays bleibt hingegen bei „Underweight“, trotz einer leichten Kurszielerhöhung. Die stark divergierenden Einschätzungen zeigen, wie unterschiedlich Experten die Ertragsdynamik und Integrationsrisiken bewerten.
Die Aktie schloss am Montag mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 37,93 CHF. Auf Monatssicht steht dennoch ein Plus von knapp 32 Prozent zu Buche.
Entscheidende Wochen stehen bevor
Die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2025 am 4. Februar werden zeigen, wie weit die Integration der Credit Suisse fortgeschritten ist. Bis dahin bleibt die regulatorische Auseinandersetzung das bestimmende Thema. Der Ausgang des Vernehmlassungsverfahrens entscheidet darüber, ob die UBS tatsächlich Milliarden an zusätzlichem Kapital aufbringen muss – oder ob die Regierung ihre Pläne abschwächt.
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