Bei Primary Hydrogen ist es derzeit weniger die tägliche Nachrichtenlage, die den Takt vorgibt – sondern ein einzelner operativer Meilenstein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wann ein Projekt grünes Licht bekommt und damit den nächsten Entwicklungsschritt einleiten kann. Genau darauf richtet sich aktuell die Aufmerksamkeit vieler Anleger.
Wicheeda North: Genehmigungen als Schlüsselfaktor
Der wichtigste kurzfristige Treiber ist das Wicheeda-North-Projekt. Laut Unternehmensupdate vom 18. Dezember 2025 erwartete Primary Hydrogen, dass die Genehmigungen („Permitting“) dafür Anfang des ersten Quartals 2026 abgeschlossen werden. Ein entscheidender formaler Schritt ist bereits erfolgt: Am 1. August 2025 wurde eine „Notice of Work“ eingereicht, seither laufen weitere Abstimmungen und Konsultationen.
Warum ist das so relevant? Weil die Genehmigungen als Voraussetzung dafür gelten, im nächsten Schritt Bohrdienstleister einzubinden und ein erstes Bohrprogramm („maiden drill program“) auf den Weg zu bringen. Erst dann würde aus Planung und Vorbereitung ein sichtbarer Fortschritt in der praktischen Projektarbeit.
Wichtige Punkte in Kürze:
– Erwarteter Abschluss der Genehmigungen: Anfang Q1 2026 (laut Update vom 18.12.2025)
– Notice of Work eingereicht: 01.08.2025
– Danach im Fokus: Auswahl/Beauftragung von Bohrunternehmen für das erste Bohrprogramm
Rückenwind – aber auch Hürden im Wasserstoffmarkt
Parallel dazu bleibt der Sektor selbst ein nicht zu unterschätzender Einflussfaktor. Der Wasserstoffmarkt bewegt sich aktuell in einem gemischten Umfeld: In Europa bremsen laut Berichtslage weiter strukturelle Hürden, gleichzeitig wird für 2026 aber ein deutlicher Kapazitätssprung bei der operativen Produktion erwartet. Nach einem schwierigen Jahr scheint die Branche zudem stärker auf die Wirtschaftlichkeit einzelner Projekte zu schauen – also darauf, welche Vorhaben sich zu welchen Kosten tatsächlich tragen.
Technologisch gilt der Sektor in vielen Bereichen als bereit für die Skalierung. Doch Investitionen hängen weiterhin daran, dass Politik und Regulierung klarere Leitplanken setzen und die Nachfrage verlässlicher sichtbar wird.
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt dabei „natürlicher Wasserstoff“. Investoren interessieren sich zunehmend für das Potenzial, Wasserstoff vergleichsweise günstig zu fördern – auch, weil sich dafür teils Methoden nutzen lassen, die aus Öl-, Gas- und Bergbauprojekten vertraut sind. Das spielt Primary Hydrogens Explorationsfokus grundsätzlich in die Karten, ersetzt aber nicht die Notwendigkeit konkreter Projektfortschritte.
Was kurzfristig als Impuls zählen würde
Für den Markt wäre die klarste, kurzfristige Kurs-Story eine eindeutige Meldung zu den Wicheeda-North-Genehmigungen. Welche Nachrichten könnten darüber hinaus schnell neue Aufmerksamkeit erzeugen? Vor allem operative Updates: Fortschritte bei der Exploration, Probenahme-Ergebnisse aus dem Projektportfolio oder neue strategische Initiativen, die den nächsten Schritt greifbarer machen.
Am Markt spiegelt sich die derzeitige Zurückhaltung auch im Kursbild: Der Titel schloss am Freitag bei 0,07 Euro und markiert damit zugleich das 52-Wochen-Tief. Damit bleibt kurzfristig vor allem die Genehmigungsentscheidung der konkrete Fixpunkt, an dem sich die nächste Phase der Projektentwicklung messen lassen wird.
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