Die Nordex Aktie startet mit einem klaren Signal aus dem Vorstand in das Börsenjahr 2026. Kurz vor Jahresende hat ein Mitglied des Managements trotz starker Kursrally im vergangenen Jahr weitere Anteile zugekauft. Für viele Anleger stellt sich damit die Frage, wie belastbar der Aufwärtstrend zum Jahresbeginn wirklich ist.
Insider-Kauf als Vertrauensbeweis
Auslöser der aktuellen Diskussion ist eine Directors‘-Dealings-Meldung:
Vorstandsmitglied Dr. Ilya Hartmann hat kurz vor dem Jahreswechsel ein Paket Nordex-Aktien über Xetra erworben. Der Durchschnittskurs der Transaktion lag bei 28,64 Euro.
Warum ist das bemerkenswert?
- Die Aktie hat auf Zwölf-Monats-Sicht rund 148 % zugelegt.
- Der Titel notiert mit einem gestrigen Schlusskurs von 29,12 Euro nur etwa 12 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 33,32 Euro.
- Das Management kauft damit nicht in einer Schwächephase, sondern in einer bereits deutlich aufgewerteten Marktphase.
Damit sendet der Vorstand ein doppeltes Signal: Er sieht auf dem aktuellen Bewertungsniveau weiteres Potenzial und betrachtet die Kursentwicklung 2025 offenbar nicht als abgeschlossen. Marktbeobachter werten dies als Vertrauensbeweis in die operative Planung für 2026.
Technische Ausgangslage: Trend bleibt intakt
Charttechnisch geht Nordex mit Rückenwind ins neue Jahr. Nach dem Jahresschluss bei 29,12 Euro liegt die Aktie:
- rund 34,9 % über der 200‑Tage-Linie bei 21,59 Euro
- etwa 5,4 % über dem 50‑Tage-Durchschnitt von 27,62 Euro
- deutlich über dem 52‑Wochen-Tief von 10,90 Euro
Der mittelfristige Aufwärtstrend ist damit klar bestätigt, auch wenn es in den letzten sieben Tagen mit einem Minus von 12,61 % zu einer spürbaren Verschnaufpause gekommen ist. Aus technischer Sicht verläuft ein wichtiger Unterstützungsbereich im Band um 27 bis 28 Euro. Solange dieser Bereich hält, bleibt das positive Bild bestehen.
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Der 14-Tage-RSI von 32 signalisiert zudem, dass die Überhitzung der vergangenen Monate abgebaut wurde. Die Aktie bewegt sich damit nahe an einer Zone, in der Rücksetzer häufig in neue Nachfrage übergehen. Gleichzeitig zeigt eine annualisierte 30-Tage-Volatilität von 66,4 %, dass die Schwankungsbreite hoch bleibt und schnelle Bewegungen in beide Richtungen möglich sind.
Auftragslage stützt die Story für 2026
Die fundamentale Seite untermauert den optimistischen Ton aus dem Vorstand. Nordex konnte im Schlussquartal 2025 mehrere größere Projekte sichern, die wesentliche Teile des Umsatzes für 2026 bereits abdecken.
Die wichtigsten Bausteine:
- Kanada-Projekt: Auftrag über 200 MW in New Brunswick mit 34 Turbinen des Typs N163/5.X, inklusive langfristigem Servicevertrag.
- USA-Portfolio: Vereinbarungen mit Alliant Energy über potenzielle Projekte mit einem Gesamtvolumen von über 1.000 MW.
- Europa-Geschäft: Zusätzliche Aufträge aus Polen über 118 MW stärken die Position im europäischen Kerngeschäft.
Diese Pipeline reduziert die Visibilitätrisiken für das neue Jahr deutlich. Ein großer Teil der Kapazität ist bereits gebucht, was die Planungssicherheit bei Umsatz und Auslastung erhöht. Zudem wurde die operative Marge zuletzt auf über 8 % angehoben. Gelingt es, die neuen Projekte effizient abzuwickeln, kann dieses Niveau stabilisiert oder weiter gefestigt werden.
Fazit: Starker Start ins Börsenjahr
Zum Jahresauftakt trifft ein klarer Insider-Kauf auf eine technisch intakte Aufwärtsbewegung und gut gefüllte Auftragsbücher. Der Einstieg von Dr. Ilya Hartmann knapp unter 29 Euro zeigt, dass das Management die aktuelle Bewertung für tragfähig hält und dem Ausblick 2026 vertraut.
Für die kommenden Wochen ist vor allem entscheidend, ob der Unterstützungsbereich um 27 bis 28 Euro Bestand hat und die Aktie wieder in Richtung ihres Hochs bei gut 33 Euro drehen kann. Gelingt dies vor dem Hintergrund der gesicherten Projekte und der verbesserten Marge, wäre die positive Story der Nordex Aktie im neuen Jahr konsequent fortgeschrieben.
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