Nvidia hat das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte abgeschlossen und die Erwartungen der Analysten abermals deutlich übertroffen. Dennoch reagiert der Markt verhalten auf die glänzenden Bilanzen. Warum zögern die Investoren trotz voller Auftragsbücher und anziehendem Wachstum?
Mit einem Quartalsumsatz von 68,1 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 1,62 US-Dollar pro Aktie hat der Chipentwickler die Prognosen klar geschlagen. Auch der Ausblick auf das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 fällt mit erwarteten Erlösen von 78 Milliarden US-Dollar überaus robust aus. Trotz dieser fundamentalen Stärke notiert der Titel seit Jahresbeginn mit 3,6 Prozent leicht im Minus und steht aktuell bei 155,30 Euro.
Regulatorische Hürden und China-Risiko
Ein Grund für die ausbleibende Kursreaktion sind wachsende regulatorische Unsicherheiten. Geplante US-Exportkontrollen für fortschrittliche KI-Chips dämpfen aktuell den Optimismus. Zudem stellen sich Marktbeobachter zunehmend die Frage, ob die anhaltend hohen KI-Investitionen der großen Technologiekonzerne auf dem aktuellen Niveau langfristig nachhaltig sind.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor bleibt das China-Geschäft. Während dieses im Vorjahr noch 13 Prozent der Gesamterlöse ausmachte, rechnet Nvidia für das laufende Quartal nicht mit Rechenzentrums-Umsätzen aus der Volksrepublik. Sollte sich dieser Markt wieder öffnen, entstünde hieraus allerdings ein handfestes Aufwärtspotenzial, das in den aktuellen Prognosen des Managements noch nicht berücksichtigt ist.
Neue Architektur als Impulsgeber
Um neue Impulse zu setzen, rücken nun kommende Branchenevents in den Fokus. Neben der heute gestarteten Game Developers Conference (GDC) wird besonders die hauseigene GTC-Konferenz ab dem 16. März in San Jose aufmerksam verfolgt. Dort wird CEO Jensen Huang voraussichtlich weitere Details zur neuen Rubin-Architektur präsentieren. Diese Plattform befindet sich bereits in der vollen Produktion und soll in der zweiten Jahreshälfte von großen Cloud-Anbietern wie Microsoft, Google und AWS eingesetzt werden. Nvidia signalisiert damit, dass der Übergang von reinen Grafikprozessoren hin zu umfassenden KI-Plattformen weiter an Fahrt aufnimmt.
Die anhaltende Nachfrage der Großkunden, die in diesem Jahr über 650 Milliarden US-Dollar in ihre Infrastruktur investieren wollen, stützt das operative Geschäft. Gleichzeitig lässt Nvidia seine Aktionäre über Aktienrückkäufe und Dividenden im Volumen von 41 Milliarden US-Dollar am Erfolg teilhaben. Stichtag für die nächste Quartalsdividende ist dieser Mittwoch, die Ausschüttung folgt am 1. April. Ob die Aktie ihre aktuelle Konsolidierungsphase bald verlassen kann, dürfte sich in der kommenden Woche auf der GTC-Konferenz klären, wenn das Management seine konkrete Produkt-Roadmap für die nächsten zwei Jahre enthüllt.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...