Bloom Energy hat zum Jahreswechsel zwei bedeutende Finanzierungsmeilensteine erreicht, die zusammen über 1,1 Milliarden US-Dollar wert sind. Der Brennstoffzellen-Spezialist sicherte sich einen Großauftrag von Quanta Computer und baute seine Liquidität massiv aus. Die Frage ist nun, ob das Unternehmen seine ehrgeizigen Produktionsziele für 2026 tatsächlich umsetzen kann.
Großauftrag und frisches Kapital
Der Kern der jüngsten Entwicklung besteht aus zwei Komponenten: Bloom Energy erhielt einen Auftrag im Wert von rund 502 Millionen US-Dollar vom taiwanesischen Elektronikkonzern Quanta Computer. Konkret geht es um die Lieferung von Brennstoffzellen-Mikrogrids für die US-Tochter des Unternehmens. Die Systeme sollen netzunabhängige Stromversorgung für Quanta Computers amerikanische Standorte bereitstellen.
Parallel dazu schloss Bloom Energy Ende Dezember eine revolvierende Kreditlinie über 600 Millionen US-Dollar ab, federführend arrangiert von Wells Fargo. Diese Finanzspritze verschafft dem Unternehmen den nötigen Spielraum, um seine Fertigungskapazitäten zu verdoppeln – auf zwei Gigawatt im laufenden Jahr.
Die Aktie reagierte mit deutlichen Kursgewinnen: Innerhalb einer Woche legte das Papier über 18 Prozent zu. Allerdings zeigt sich in den vergangenen Tagen Widerstand um die 107-Dollar-Marke. Bewertungstechnisch bleibt die Aktie anspruchsvoll: Mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) von etwa 13,4 liegt Bloom Energy deutlich über dem Branchendurchschnitt. Ein negatives Kurs-Gewinn-Verhältnis unterstreicht, dass Anleger hier auf künftiges Wachstum setzen, nicht auf aktuelle Profitabilität.
Hintergrund: Der KI-Strom-Engpass
Die jüngsten Erfolge fügen sich in eine größere Erzählung ein: Rechenzentren, insbesondere solche für KI-Anwendungen, benötigen immer mehr Energie. Die kalifornische Energiekommission prognostiziert einen drastischen Anstieg des Strombedarfs durch KI-Infrastruktur. Bloom Energy positioniert sich als Profiteur dieses Trends.
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Im dritten Quartal 2025 steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 57 Prozent auf 519 Millionen Dollar, die Bruttomarge verbesserte sich um 5,4 Prozentpunkte. Der Auftrag von Quanta Computer liefert nun den Beweis, dass strategische Ankündigungen in konkrete Aufträge münden. Das ist insofern relevant, als die Aktie im Dezember rund 20 Prozent verlor – Gewinnmitnahmen nach einer 300-Prozent-Rally im Jahresverlauf.
Ausblick: Kapazitätsverdopplung als Prüfstein
Entscheidend wird, ob Bloom Energy die angekündigte Verdopplung der Produktionskapazität auf zwei Gigawatt tatsächlich stemmt. Die neue Kreditlinie bietet dafür die finanzielle Basis, die Umsetzung bleibt abzuwarten.
Charttechnisch testet die Aktie derzeit die Unterstützung bei 100 Dollar. Ein nachhaltiges Halten dieser Marke könnte eine Konsolidierungsphase einleiten, bevor der nächste Kursschub folgt. Fällt das Papier unter 98 Dollar, droht ein Rückfall auf die im Dezember etablierten Tiefs. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich mit „Halten“, wobei Bewertungsmodelle ein potenzielles Kursziel von 112,50 Dollar nahelegen. Der nächste Quartalsbericht wird zeigen, wie schnell sich der Quanta-Auftrag in den Zahlen niederschlägt.
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