Die Deutsche Telekom hat in nur vier Wochen fast 25 Prozent zugelegt. Von rund 27 Euro ging es zeitweise bis auf über 33,50 Euro nach oben. Doch jetzt stößt der Kurs an einen seit Jahren bekannten Widerstandsbereich – und die technischen Indikatoren blinken rot.
Überkauft und ausgebremst
Aktuell notiert die Aktie bei rund 32,50 Euro und hängt in einer kritischen Zone zwischen 32,20 und 34,50 Euro fest. Hier verlaufen alte Hochs aus mehreren Monaten, die bislang nicht nachhaltig überwunden wurden. Hinzu kommt: Der RSI liegt mit einem Wert von 71 deutlich im überkauften Bereich. Werte oberhalb von 70 gelten als Warnsignal für eine mögliche Korrektur. Das 52-Wochen-Hoch vom März 2025 steht bei 35,91 Euro – doch auf dem Weg dorthin türmen sich mehrere charttechnische Hürden.
Nach unten bietet das Niveau um 32 Euro erste Unterstützung. Bricht diese, wäre ein Rücklauf bis auf 30 Euro oder sogar bis zur 200-Tage-Linie bei 29,80 Euro gut vorstellbar. Für kurzfristig orientierte Anleger wäre das schmerzhaft, den übergeordneten Aufwärtstrend würde es aber nicht gefährden.
Solides Fundament, aber ohne neue Impulse
Die fundamentale Lage ist weiterhin in Ordnung. Im dritten Quartal 2025 meldete der Konzern einen Umsatz von 28,94 Milliarden Euro – ein Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie ging es allerdings von 0,60 auf 0,50 Euro zurück. Dennoch hob das Management im November 2025 die Jahresprognose zum dritten Mal an. Für das Gesamtjahr 2025 wird ein Gewinn je Aktie von knapp zwei Euro erwartet. Die geplante Dividende für 2025 soll auf einen Euro je Aktie steigen, nach 0,90 Euro im Jahr 2024.
Seit Januar 2026 läuft zudem ein Aktienrückkaufprogramm. Bis Mitte Februar wurden bereits knapp neun Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Das reduziert die Anzahl der umlaufenden Papiere und stützt rechnerisch den Gewinn je Aktie. Auf der strategischen Seite kündigte die Telekom eine Partnerschaft mit Nvidia an. Im ersten Quartal 2026 soll eine KI-Cloud für industrielle Anwendungen starten, das Projektvolumen liegt bei rund einer Milliarde Euro.
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Zusätzlich präsentierte der Konzern diese Woche zusammen mit Samsung eine neue Sicherheitsplattform namens Magenta Security Mobile.ID. Das Smartphone soll damit zum universellen digitalen Schlüssel werden und physische Zugangsmittel wie Schlüsselkarten oder Ausweise ersetzen. Die Technologie nutzt einen speziellen Hardware-Chip, das sogenannte „Secure Element“, in dem sensible Daten isoliert gespeichert werden. Der Marktstart für Geschäftskunden in Europa ist noch für dieses Jahr geplant.
Analysten sehen Potenzial, die Charttechnik bremst
Analysten schätzen den fairen Wert der Aktie im Schnitt auf über 38 Euro – deutlich oberhalb des aktuellen Kursniveaus. Deutsche Bank, Barclays und J.P. Morgan haben zuletzt Kaufempfehlungen ausgegeben. Die fundamentale Story bleibt intakt: Das US-Geschäft über T-Mobile US läuft stark, das Europa-Geschäft stabiler als erwartet, und die Dividendenrendite bleibt attraktiv.
Doch die Charttechnik mahnt zur Vorsicht. Der horizontale Widerstand ist massiv, und ein Rücksetzer ist keineswegs ausgeschlossen. Am 26. Februar 2026 legt die Telekom den Jahresfinanzbericht vor. Dieser Termin könnte in beide Richtungen für Bewegung sorgen. Bis dahin bleibt die Lage angespannt. Wer einsteigen möchte, sollte einen möglichen günstigeren Einstiegspunkt abwarten.
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