Petrobras Aktie: Produktionsrekord belastet

Der brasilianische Ölkonzern meldet eine Rekordförderung, doch sinkende Rohölpreise und eine heimische Preispolitik unter Druck belasten die operative Performance.

Kurz zusammengefasst:
  • Rekordförderung von 2,4 Millionen Barrel pro Tag
  • Sinkende Rohölpreise belasten operative Erfolge
  • Preispolitik im Inland gerät unter Druck
  • Aktienbewertung signalisiert finanzielle Risiken

Petrobras steckt in einem Dilemma: Der brasilianische Ölriese meldet Rekordfördermengen – doch ausgerechnet jetzt brechen die Rohölpreise ein. Die Folge: Operative Erfolge verpuffen an den Märkten, während die heimische Preispolitik unter Druck gerät.

Treibstoffpreise im Spannungsfeld

Das Unternehmen hält an seiner vorsichtigen Preisstrategie fest. Mit „graduellen Anpassungen“ will Petrobras die Verbraucher vor kurzfristigen Schwankungen auf dem Weltmarkt schützen. Diesel wurde zuletzt im Mai angepasst, Benzin im Oktober.

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Diese Zurückhaltung führt zu Verwerfungen: Mitte Januar lag der heimische Benzinpreis etwa 8 Prozent über dem internationalen Niveau – rechnerisch wäre Spielraum für Senkungen. Bei Diesel zeigt sich das umgekehrte Bild: Der Preis liegt rund 4 Prozent unter der internationalen Parität. Petrobras berücksichtigt in seiner Kalkulation neben dem Brent-Preis auch Wechselkursschwankungen und Marktanteile.

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Rekordförderung trifft auf Gegenwind

Petrobras übertraf 2025 sein Produktionsziel deutlich und erreichte 2,4 Millionen Barrel pro Tag. Die Gesamtförderung von Öl und Gas legte im Jahresvergleich um 11 Prozent zu. Doch der Erfolg fällt in eine ungünstige Phase: Nach fünf Tagen mit Kursgewinnen brach Brent am 15. Januar um 4,14 Prozent auf 63,76 US-Dollar ein. Steigende Angebotsmengen weltweit belasten die Preise.

Bewertung signalisiert Risiken

Analysten sehen die Aktie leicht unterbewertet. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 5,83 liegt nahe dem Jahrestief, das durchschnittliche Kursziel wurde minimal von 14,4 auf 14,6 US-Dollar angehoben. Die Geschäftszahlen zeigen solide operative Margen von 27,48 Prozent bei Erlösen von 86,40 Milliarden Dollar.

Kritisch ist der Altman Z-Score von 1,14, der auf finanzielle Anspannung hindeutet. Die Verschuldung mit einem Debt-to-Equity-Verhältnis von 0,89 bleibt moderat, doch das Zusammenspiel aus fallendem Ölpreis und inländischem Preisdruck könnte die Margen belasten.

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