Der Softwarekonzern Oracle hat im dritten Quartal 2026 die stärksten Wachstumsraten seit über 15 Jahren verzeichnet. Getrieben vom enormen Bedarf an KI-Infrastruktur übertraf das Unternehmen sämtliche Erwartungen der Analysten. Während die hohen Investitionen in Rechenzentren den Markt oft nervös machen, liefert Oracle mit einem massiv angewachsenen Auftragsbestand ein starkes Gegenargument.
Cloud-Infrastruktur als Wachstumsmotor
Verantwortlich für die positive Überraschung war in erster Linie die Cloud-Infrastruktur-Sparte. Hier kletterten die Erlöse um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit die ohnehin hohen Prognosen deutlich. Namhafte Neukunden wie Lockheed Martin und Air France-KLM unterstreichen die starke Marktposition. Insgesamt stieg der Quartalsumsatz auf 17,2 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie mit 1,79 US-Dollar die Schätzungen der Wall Street klar hinter sich ließ.
Gigantischer Auftragsbestand stützt Prognose
Die bemerkenswerteste Kennzahl des Berichts ist jedoch der Auftragsbestand. Die sogenannten verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) vervierfachten sich nahezu auf 553 Milliarden US-Dollar. Dieser Zuwachs stammt größtenteils aus großvolumigen KI-Verträgen, die von Kunden oft im Voraus finanziert werden. Gestützt auf diese Nachfrage hob das Management die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2027 auf 90 Milliarden US-Dollar an. Die Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Training übersteigt das Angebot laut Unternehmensangaben weiterhin deutlich.
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Hohe Investitionen und Analystenstimmen
Der aggressive Ausbau der Infrastruktur bringt enorme finanzielle Verpflichtungen mit sich. Neben bestehenden Schulden von über 108 Milliarden US-Dollar hat Oracle zukünftige Leasingverpflichtungen für Rechenzentren in Höhe von 248 Milliarden US-Dollar in den Büchern. Trotz der fundamentalen Stärke notiert der Titel nach einer längeren Schwächephase aktuell bei 135,52 Euro und weist damit seit Jahresbeginn ein Minus von knapp 19 Prozent auf. Analysten werten die jüngsten Zahlen dennoch positiv und passten ihre Einschätzungen an:
- Guggenheim: Kaufempfehlung bestätigt, Kursziel 400,00 US-Dollar
- Citigroup: Kaufempfehlung bestätigt, Kursziel von 310,00 auf 320,00 US-Dollar angehoben
Um die Profitabilität bei diesem rasanten Wachstum zu sichern, strukturiert Oracle seine internen Prozesse um. Durch den Einsatz von KI-gestützter Code-Generierung arbeitet die Softwareentwicklung künftig in kleineren, agileren Teams. Gepaart mit dem Plan, in den nächsten drei Jahren über 10 Gigawatt an neuer Rechenleistung ans Netz zu bringen, zementiert der Konzern seine aggressive Expansionsstrategie im KI-Sektor.
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