Der offene Machtkampf zwischen dem Weißen Haus und der US-Notenbank erreicht eine kritische Phase. Berichte über eine drohende Anklage des US-Justizministeriums gegen Fed-Chef Jerome Powell erschüttern das Vertrauen der Märkte in die Unabhängigkeit der Geldpolitik. Während Investoren nervös auf den institutionellen Konflikt blicken, sucht das Kapital Schutz im Edelmetallsektor, der sich von den politischen Turbulenzen beflügelt zeigt.
Die wichtigsten Fakten:
* Kursniveau: Gold notiert mit 4.605,90 USD nur hauchdünne 0,02 % unter dem Allzeithoch.
* Performance: Seit Jahresbeginn legte das Edelmetall bereits um über 6 % zu.
* Treiber: Politische Angriffe auf die Fed und geopolitische Spannungen in Grönland und Iran.
Angriff auf die Notenbank
Nicht die Inflation, sondern die institutionelle Krise in den USA ist derzeit der aggressivste Preistreiber. Im Zentrum stehen Vorwürfe bezüglich Renovierungskosten in Höhe von rund 2,5 Milliarden US-Dollar, die als Hebel für juristische Schritte gegen Powell dienen könnten. Für die Finanzmärkte ist dies ein Alarmzeichen: Sollte die Autonomie der Federal Reserve fallen, verliert der US-Dollar an Vertrauen. Gold profitiert in diesem Szenario als politisch unabhängige Währungsalternative massiv von der steigenden Unsicherheit.
Parallel dazu verschärft sich die globale Sicherheitslage. Neben anhaltenden Unruhen im Iran sorgt vor allem die aggressive Rhetorik der US-Administration bezüglich Grönland für Nervosität. Das für heute angesetzte Treffen zwischen US-Vizepräsident JD Vance und dänischen Vertretern könnte kurzfristig weitere Volatilität in den Markt bringen. Die Drohung, die strategisch wichtige Insel unter US-Kontrolle zu bringen, stützte zuletzt nicht nur Gold, sondern trieb auch Rüstungswerte nach oben.
Fundamentale Unterstützung
Der Aufwärtstrend wird zusätzlich durch die Geldpolitik gestützt. Die jüngsten US-Inflationsdaten zeigten mit einer Kernrate von 2,6 Prozent ein Vierjahrestief. Diese Entwicklung gibt der Fed – ungeachtet der politischen Querelen – den nötigen Spielraum für Zinssenkungen. Sinkende Zinsen reduzieren die Opportunitätskosten für das zinslose Gold und machen Investments attraktiver. Analysten von Goldman Sachs prognostizieren vor diesem Hintergrund einen Anstieg bis auf 4.900 US-Dollar zum Jahresende.
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Das charttechnische Bild bestätigt den bullishen Modus eindrucksvoll. Mit einem Schlusskurs von 4.605,90 USD klebt der Preis förmlich am 52-Wochen-Hoch von 4.607,00 USD, das erst am 12. Januar markiert wurde. Der deutliche Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt von rund 6,5 Prozent signalisiert eine starke Dynamik, ohne dass der RSI mit einem Wert von 57,7 bereits auf eine extreme Überhitzung hindeutet.
Engpass bei den Verkäufern?
Ein Blick auf die Marktstruktur offenbart weiteres Potenzial. Trotz der Rekordpreise haben Banken an der Terminbörse COMEX ihre Netto-Short-Positionen zuletzt ausgebaut. Angesichts der extremen Nachfrage bei Gold-ETFs, deren Vermögen bereits im Vorjahr auf Rekordniveaus stiegen, könnte dies in einen „Short Squeeze“ münden, falls die Preise weiter steigen und Leerverkäufer ihre Positionen decken müssen.
Solange die geopolitischen Brandherde schwelen und die Unabhängigkeit der Fed attackiert wird, bleibt die Risikoprämie im Markt erhalten. Der Weg zur psychologisch wichtigen Marke von 5.000 US-Dollar scheint angesichts der Kombination aus politischer Instabilität und fundamentaler Zinsfantasie charttechnisch geebnet.
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