ServiceNow liefert starke Quartalszahlen – trotzdem rutschte die Aktie im Januar deutlich ab. Der Grund liegt weniger im operativen Geschäft als in einer breiten Korrektur im Software-Sektor, die Bewertungen nach unten zieht. Für Anleger prallen damit zwei Welten aufeinander: robuste Kennzahlen und ein angeschlagenes Marktumfeld.
Worauf schauen Investoren jetzt besonders: auf die Wachstumsindikatoren und darauf, wie stark die Branche die Bewertung weiter ausbremst.
- Aktie: Im Januar rund -24%, zuletzt bei 116,73 US-Dollar (Schlusskurs)
- Marktkapitalisierung: ca. 121 Mrd. US-Dollar
- Neues Aktienrückkaufprogramm: 5 Mrd. US-Dollar
Zahlen schlagen Erwartungen
Im Quartalsbericht von Mittwoch übertraf ServiceNow die Analystenschätzungen knapp, aber sichtbar. Der Umsatz im vierten Quartal lag bei 3,57 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 20,7% gegenüber dem Vorjahr. Erwartet wurden 3,53 Mrd. US-Dollar.
Auch beim Ergebnis setzte der Konzern ein Ausrufezeichen: Das Non-GAAP-Ergebnis je Aktie kam auf 0,92 US-Dollar nach erwarteten 0,89 US-Dollar. Wichtig für den Blick nach vorn ist zudem die Kennzahl cRPO (Current Remaining Performance Obligations), die als Indikator für künftige Umsätze gilt. Sie stieg um 25% auf 12,85 Mrd. US-Dollar. Die Abo-Umsätze wuchsen um 21% auf 3,47 Mrd. US-Dollar.
Kursziele sinken – Ratings bleiben
Nach den Zahlen und dem anschließenden Ausverkauf im Software-Sektor passten mehrere Häuser ihre Kursziele an, ohne ihre grundsätzliche Einschätzung zu drehen. Der Tenor: weniger Anpassung am Geschäftsmodell, mehr Anpassung an niedrigere Bewertungsmultiplikatoren in der Branche.
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- TD Cowen: Kursziel von 200 auf 185 US-Dollar gesenkt, Buy bestätigt (Freitag)
- Bernstein: Buy bestätigt, Kursziel 219 US-Dollar (Donnerstag)
- RBC Capital: Kursziel von 195 auf 185 US-Dollar reduziert, Outperform beibehalten
- HSBC: Kursziel von 266,40 auf 226,00 US-Dollar gesenkt (Freitag)
Im Hintergrund steht ein schwacher Gesamttrend bei Software-Werten, der häufig auch über den IGV-ETF gespiegelt wird.
Rückkaufprogramm und Ausblick 2026
Auf die gesunkenen Bewertungen reagiert der Verwaltungsrat mit einem neuen Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. US-Dollar. Gleichzeitig bleibt der Ausblick ambitioniert: Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet ServiceNow Abo-Umsätze zwischen 15,53 und 15,57 Mrd. US-Dollar, was einem Wachstum von rund 20,5% bis 21% entspricht.
Strategisch rückt das Management das Thema Unternehmens-KI weiter in den Vordergrund. CEO Bill McDermott verwies zuletzt auf eine ausgeweitete Partnerschaft mit Anthropic, bei der das Claude-Modell als standardmäßiger „Build Agent“ in die Plattform integriert werden soll.
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