Die Xiaomi-Aktie steht massiv unter Druck und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von über 10 Prozent. Um den Kursverfall zu stoppen, stemmt sich das Management mit aggressiven Aktienrückkäufen gegen den Trend. Doch operative Probleme im Smartphone-Geschäft und Kapitalabflüsse erschweren die erhoffte Bodenbildung.
Um dem anhaltenden Verkaufsdruck entgegenzuwirken, hat der Konzern seine Investitionen in eigene Anteile drastisch erhöht. Allein gestern, am 21. Januar, kaufte Xiaomi 7 Millionen Aktien der Klasse B für 247,7 Millionen HKD zurück. Dies setzt eine Serie in der laufenden Woche fort: Bereits am Dienstag wurden 5,5 Millionen und am Montag 4,0 Millionen Aktien erworben. Die Unternehmensführung signalisiert damit deutlich, dass sie die aktuelle Bewertung als zu niedrig erachtet.
Chip-Mangel bremst Smartphone-Sparte
Während das Management stützt, belasten fundamentale Faktoren das Kerngeschäft. Berichte deuten darauf hin, dass Xiaomi – ähnlich wie der Wettbewerber Transsion – die Auslieferungsziele für Smartphones im Jahr 2026 senken muss. Verantwortlich dafür sind Engpässe und Preissteigerungen bei Speicherchips, die direkt auf die Margen drücken.
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Parallel dazu forciert der Konzern das Wachstum im Elektromobilitätssektor (EV). Um den Absatz anzukurbeln, wurde ein aggressiver 7-Jahres-Finanzierungsplan mit niedrigen Zinsen und geringen Anzahlungen eingeführt. Marktbeobachter sehen diesen Schritt ambivalent: Zwar dürfte das Volumen steigen, doch erhöht sich gleichzeitig das Kreditrisiko bei potenziell sinkender Profitabilität pro Fahrzeug.
Die Fakten im Überblick
- Kursentwicklung: 35,14 HKD (Verlust von 10,53 % seit Jahresbeginn).
- Gegenmaßnahmen: Über 600 Mio. HKD für Aktienrückkäufe allein in den letzten drei Handelstagen.
- Kapitalfluss: Im 4. Quartal 2025 flossen 50,41 Mrd. HKD ausländisches Kapital ab.
- Lichtblick: Xiaomi war 2025 die meistverkaufte direkt importierte chinesische EV-Marke in Europa.
Die Diskrepanz zwischen der operativen Expansion in Europa und der Skepsis institutioneller Anleger bestimmt das aktuelle Bild. Der Titel befindet sich kurzfristig in einem klaren Abwärtstrend, wobei die massiven Rückkäufe derzeit das einzige signifikante Gegengewicht zum Verkaufsdruck darstellen. Eine nachhaltige Trendwende hängt nun davon ab, ob das Unternehmen die Margenbelastung durch den Chip-Mangel kompensieren kann.
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