Der E-Commerce-Riese Coupang kämpft aktuell an mehreren Fronten gleichzeitig. Während ein massives Datenleck nun auch internationale Ausmaße annimmt, musste sich die Unternehmensführung erst vor wenigen Tagen vor dem US-Kongress rechtfertigen. Für Anleger stellt sich unmittelbar vor den anstehenden Quartalszahlen die Frage, wie stark die regulatorischen und operativen Belastungen das weitere Wachstum bremsen.
Datenleck mit internationalen Folgen
Coupang bestätigte jüngst, dass ein Sicherheitsvorfall aus dem November 2025 deutlich weitreichendere Folgen hat als zunächst angenommen. Neben den über 33,6 Millionen betroffenen Konten in Südkorea sind nach offiziellen Angaben auch rund 200.000 Kundenkonten in Taiwan exponiert worden. Der Vorfall, der durch einen ehemaligen Mitarbeiter ausgelöst wurde, trifft das Unternehmen mitten in seiner ambitionierten internationalen Expansion.
Eine Untersuchung durch die Sicherheitsfirma Mandiant ergab zwar, dass keine sensiblen Finanzdaten oder Passwörter entwendet wurden. Dennoch gelangten Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Lieferadressen an die Öffentlichkeit. Dieser Vertrauensverlust belastet das Image des Konzerns, während er versucht, in neuen Märkten Fuß zu fassen.
Politischer Fokus in Washington
Die Tragweite des Vorfalls hat mittlerweile auch die Politik in den USA erreicht. Am Montag, den 23. Februar, musste der Interim-CEO Harold Rogers vor dem Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses aussagen. In der fast siebenstündigen Befragung ging es nicht nur um die Folgen der Datenpanne, sondern auch um Vorwürfe einer diskriminierenden Behandlung des US-Unternehmens durch südkoreanische Behörden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Coupang?
Hintergrund ist eine Petition von US-Investoren, die eine offizielle Handelsuntersuchung gegen Südkorea fordern. Coupang selbst versucht unterdessen, die Wogen zu glätten und betont seine Rolle als wirtschaftliche Brücke zwischen beiden Nationen. Dennoch verdeutlicht das politische Interesse, wie sehr der Konzern unter Beobachtung steht.
Fokus auf die Quartalszahlen
Mit einem Kursminus von knapp 22 Prozent seit Jahresbeginn spiegelt die Aktie die Skepsis der Anleger bereits deutlich wider. Das Papier notiert aktuell bei 15,57 Euro und damit rund 44 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Ob die fundamentale Entwicklung mit der negativen Nachrichtenlage Schritt hält, wird sich am Donnerstag, den 26. Februar, zeigen.
Nach US-Börsenschluss veröffentlicht Coupang die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Das Hauptaugenmerk der Marktteilnehmer liegt dabei auf der Frage, inwieweit die Sicherheitskrise und die Expansionskosten in Taiwan die Profitabilität und die operativen Margen belastet haben. Die Zahlen werden darüber entscheiden, ob das Unternehmen das Vertrauen der Investoren kurzfristig zurückgewinnen kann.
Coupang-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Coupang-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Coupang-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Coupang-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Coupang: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...