Während die Elektroauto-Sparte Rekordzahlen liefert, brennt es in der Teppich-Etage. Ein PR-Desaster zwingt CEO Lei Jun zu drastischen Disziplinarmaßnahmen gegen das eigene Top-Management. Doch die Börse reagiert überraschend gelassen: Die Aktie legt zum Wochenstart zu und ignoriert den internen Sturm vorerst.
Harte Strafen für Führungskräfte
Das Unternehmen zieht nach massiver Kritik aus der eigenen Fan-Basis die Reißleine. Wie am heutigen Montag bekannt wurde, verhängte Xiaomi formelle Rügen gegen Group Vice President Xu Fei und PR-Chef Xu Jieyun wegen Managementversagens. Die Konsequenzen sind spürbar: Beide Führungskräfte verlieren ihre Jahresboni für 2025, ihre Leistungsbewertungen wurden herabgestuft. Direkt beteiligte Mitarbeiter mussten das Unternehmen verlassen.
Auslöser war der Kontakt der Marketingabteilung zu dem umstrittenen Influencer „Wanneng de Daxiong“, der Kunden in der Vergangenheit diffamiert hatte. CEO Lei Jun bezog bereits vergangene Woche klar Stellung und definierte den Vorfall als Überschreitung einer „roten Linie“. Dass die Aktie am Montag dennoch um über 2 Prozent auf 38,70 HKD klettert, zeigt, dass Investoren derzeit operative Erfolge höher gewichten als interne Fehltritte.
EV-Sparte als Wachstumstreiber
Die operative Stärke im Automobilgeschäft überlagert die negativen Schlagzeilen. Im Dezember erreichte der Konzern mit über 50.000 ausgelieferten Fahrzeugen einen neuen Bestwert. Besonders der SU7 treibt das Wachstum, wobei seit Marktstart bereits mehr als 360.000 Einheiten an Kunden übergeben wurden.
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Zudem justiert Xiaomi seine Strategie. Bei der neu angekündigten SU7-Generation, die im April 2026 auf den Markt kommen soll, rücken Sicherheitsaspekte in den Vordergrund – eine direkte Reaktion auf Unfälle im Vorjahr. Trotz einer Preiserhöhung um 6,5 Prozent bleibt das Modell preislich wettbewerbsfähig gegenüber Konkurrenten wie Tesla. Analysten werten das starke Umsatzwachstum von zuletzt 22 Prozent als Beleg dafür, dass die Transformation zum E-Mobilitäts-Anbieter gelingt.
Regulatorischer Gegenwind
Neben den hausgemachten Problemen droht Ungemach aus Indien. Die dortige Regierung plant laut Berichten, Smartphone-Hersteller zur Offenlegung von Quellcodes zu verpflichten. Dies stößt in der Branche auf massiven Widerstand, da Unternehmensgeheimnisse und Datenschutzrichtlinien gefährdet wären. Ob diese Forderung tatsächlich umgesetzt wird, bleibt ein Risikofaktor für das wichtige Auslandsgeschäft.
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf die operative Exekution der ambitionierten Ziele. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob Xiaomi das Absatzziel von 550.000 Fahrzeugen im laufenden Jahr erreichen kann und wie die für das erste Quartal angekündigten Zahlen zum Jahresabschluss 2025 ausfallen.
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