Nordex hat Zahlen vorgelegt, die am Markt für Furore sorgen. Der Windkraftanlagenbauer vervielfachte seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2025 und schraubte die Margenziele deutlich nach oben, was die Aktie auf den höchsten Stand seit über zwei Jahrzehnten trieb. Doch trotz der Euphorie über die operative Wende müssen sich Anleger bei einem Thema noch in Geduld üben.
Marge verdoppelt sich
Die vorgelegten Bilanzdaten markieren eine Zäsur für das Unternehmen. Während der Umsatz moderat um 3,5 Prozent auf 7,55 Milliarden Euro stieg, verbesserte sich die Profitabilität dramatisch. Das operative Ergebnis (EBITDA) sprang von 296 Millionen auf 631 Millionen Euro. Damit verdoppelte sich die EBITDA-Marge nahezu von 4,1 auf 8,4 Prozent.
Verantwortlich für diesen Schub war ein außerordentlich starkes Schlussquartal. Allein in den letzten drei Monaten des Jahres 2025 erzielte Nordex eine Marge von 12,1 Prozent. Unter dem Strich steht nun ein Nettogewinn von 274 Millionen Euro – ein gewaltiger Sprung im Vergleich zu den mageren 8,8 Millionen Euro des Vorjahres. Analysten hatten hier lediglich mit rund 249 Millionen Euro gerechnet.
Auftragsbücher auf Rekordniveau
Die positive Entwicklung scheint kein Einmaleffekt zu sein, denn die Nachfrage ist ungebrochen hoch. Der Auftragseingang kletterte um 22,5 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 10,2 Gigawatt. Dies füllte die Bücher im Projektbereich auf über 10 Milliarden Euro.
Auf Basis dieser starken Entwicklung und einer soliden Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 19 Prozent korrigierte das Management seine Ziele nach oben. Mittelfristig peilt der Konzern nun eine EBITDA-Marge von 10 bis 12 Prozent an – bislang lag die Latte bei 8 Prozent. Für das laufende Jahr 2026 wird ein Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
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Analysten heben Ziele an
Die Reaktion der Finanzprofis ließ nicht lange auf sich warten. Das Analysehaus Jefferies hob das Kursziel umgehend von 38 auf 50 Euro an und betonte, Nordex sei so etabliert wie nie zuvor. Die erfolgreiche Transformation und die strategische Positionierung der Delta4000-Plattform werden als zentrale Treiber für die Marktanteile in Europa und Nordamerika gesehen.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch die Dividendenpolitik. Zwar führte Nordex erstmals eine Rahmenregelung für Aktionärsrenditen ein, doch konkrete Auszahlungen oder Aktienrückkäufe sollen erst ab 2027 erfolgen. Marktbeobachter wie RBC äußerten sich hierzu enttäuscht, da die starken Cashflow-Zahlen von über 863 Millionen Euro theoretisch Spielraum geboten hätten.
Fazit
Mit dem Schlusskurs vom Freitag bei 42,68 Euro und einem beeindruckenden Jahresplus von fast 42 Prozent hat die Nordex-Aktie das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen. Die Kombination aus Rekordauftragsbestand und massiv gesteigerter Profitabilität bildet ein starkes Fundament für die kommenden Quartale. Ob die hohe Marge aus dem vierten Quartal nachhaltig verteidigt werden kann, müssen die Zahlen zum ersten Quartal am 27. April 2026 zeigen.
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