Während die Konkurrenz im Markt für Grafikkarten wächst, richtet AMD den Blick auf den entscheidenden Flaschenhals der KI-Revolution. CEO Lisa Su reist kommende Woche nach Südkorea, um sich den Zugriff auf unverzichtbare Speicherchips zu sichern. Das strategische Timing der Reise ist dabei kein Zufall.
Diplomatische Mission in Seoul
Am 18. März wird Lisa Su in Seoul erwartet – ihr erster Besuch in Südkorea seit ihrem Amtsantritt 2014. Im Zentrum der Gespräche mit Samsung-Chairman Jay Y. Lee steht die Sicherung von High-Bandwidth Memory (HBM). Diese speziellen Speicherchips sind für moderne KI-Beschleuniger essenziell und gelten derzeit als größter Engpass der Branche. Marktbeobachter werten es als starkes Signal, dass AMD parallel zur Entwicklerkonferenz des Rivalen Nvidia eigene Partnerschaften in den Fokus rückt. Neben Samsung stehen auch Gespräche mit dem Tech-Konzern Naver über KI-Infrastruktur auf der Agenda.
Milliarden-Deals treiben das Wachstum
Der Hunger nach Speicherkapazitäten resultiert aus dem rasanten Wachstum im Rechenzentrums-Geschäft. AMD konnte hier im abgelaufenen Jahr 2025 einen Rekordumsatz von 16,6 Milliarden US-Dollar verbuchen. Um die ehrgeizigen Wachstumsziele zu erreichen, stützt sich der Konzern auf massive Großaufträge:
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- Gesamtumsatz 2025: 34,6 Milliarden US-Dollar (Plus 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr)
- Meta-Partnerschaft: Abnahme von GPUs mit einer Leistung von 6 Gigawatt über mehrere Chip-Generationen
- Gesamte GPU-Zusagen: 12 Gigawatt in den kommenden Jahren, primär getrieben durch Deals mit Meta und OpenAI
Interessanterweise bauen institutionelle Investoren ihre Positionen bei AMD derzeit aus. Dies geschieht in einer Phase, in der Fondsmanager ihr allgemeines Engagement im Halbleitersektor auf den niedrigsten Stand seit 2012 reduziert haben.
Neue Konkurrenz drängt auf den Markt
Auf dem Parkett zeigte sich zum Wochenausklang ein leichter Rücksetzer. Die Aktie ging am Freitag mit einem Minus von 1,75 Prozent bei 168,82 Euro aus dem Handel, womit der Titel seit Jahresbeginn einen Verlust von gut 11 Prozent verzeichnet. Verantwortlich für den Druck war neben einer allgemeinen Branchenschwäche auch das Auftauchen eines neuen Konkurrenten. Das chinesische Start-up Lisuan Technology kündigte für Juni seine erste 6-Nanometer-Gaming-GPU an und zielt damit auf das bisherige Duopol von AMD und Nvidia im mittleren Preissegment ab.
Die kommenden Tage markieren eine wichtige Phase für die Lieferketten-Strategie von AMD. Gelingt es Lisa Su, verlässliche HBM4-Kapazitäten bei Samsung vertraglich zu fixieren, stärkt dies die Ausgangslage für die geplante Markteinführung der neuen MI400- und MI500-Chipgenerationen ab 2027 erheblich. Die Fähigkeit, ausreichend Hardware liefern zu können, wird im Rennen um Marktanteile im KI-Sektor genauso wichtig wie die reine Rechenleistung der Prozessoren.
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