Die Schweizer Großbank UBS steht am Mittwoch unter erheblichem Verkaufsdruck. Auslöser ist eine Angst, die sich wie ein Lauffeuer durch die globale Finanzbranche zieht: Könnte künstliche Intelligenz menschliche Vermögensberater überflüssig machen? Was zunächst in den USA begann, erreicht nun Europa mit voller Wucht.
Die wichtigsten Fakten:
- UBS-Aktie verliert rund 3,8 Prozent
- Branchenweiter Ausverkauf erfasst Vermögensverwalter beiderseits des Atlantiks
- Fintech-Startup Altruist löst mit KI-Steuerplanungstool die Verkaufswelle aus
- St. James’s Place bricht um bis zu 13 Prozent ein, Julius Baer verliert etwa 4 Prozent
Domino-Effekt von den USA nach Europa
Die Marktverwerfungen nahmen ihren Anfang am Dienstag in den USA. Das Fintech-Startup Altruist hatte neue KI-gestützte Steuerplanungsfunktionen vorgestellt – Tätigkeiten, die bisher die Domäne hochbezahlter Finanzberater waren. Die Reaktion war drastisch: LPL Financial und Raymond James Financial verloren jeweils über 8 Prozent, Charles Schwab mehr als 7 Prozent.
Am Mittwoch schwappte die Verunsicherung nach Europa über. Besonders hart traf es den britischen Vermögensverwalter St. James’s Place mit zweistelligen Verlusten. Auch der Schweizer Konkurrent Julius Baer geriet mit etwa 4 Prozent Minus unter die Räder.
Timing könnte kaum ungünstiger sein
Die Turbulenzen kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für UBS. Erst vor einer Woche hatte die Bank solide Quartalsergebnisse präsentiert: 1,2 Milliarden US-Dollar Nettogewinn im vierten Quartal, 7,8 Milliarden für das Gesamtjahr 2025. Um das Vertrauen der Investoren zu stärken, kündigte das Management eine Dividendenerhöhung um 22 Prozent sowie ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden US-Dollar an.
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Doch die strategischen Signale verpuffen angesichts der branchenweiten Sorgen. Als weltweit größter Vermögensverwalter ist UBS besonders exponiert, sollte KI-Technologie tatsächlich das traditionelle Beratungsgeschäft disruptieren.
Regulatorischer Gegenwind aus Bern
Parallel zu den Marktturbulenzen läuft in der Schweiz eine kontroverse Debatte über verschärfte Kapitalanforderungen für UBS. CEO Sergio Ermotti kritisierte die aktuellen Regulierungsvorschläge scharf und warf den Behörden eine „emotionale“ Reaktion auf die Credit-Suisse-Krise 2023 vor.
Die Bank kämpft damit an zwei Fronten: gegen technologische Disruption von außen und gegen regulatorischen Druck von innen. Ob das angekündigte Aktienrückkaufprogramm ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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