Der niederländische Chipausrüster ASML eilt von Rekord zu Rekord und profitiert massiv vom weltweiten KI-Hunger. Doch trotz prall gefüllter Auftragsbücher und sprudelnder Gewinne kündigte der Konzern eine signifikante Umstrukturierung an, die auch Stellenkürzungen umfasst. Während Anleger sich über ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm freuen, stellt sich die Frage: Warum strafft der Tech-Gigant ausgerechnet inmitten dieser Wachstumsphase seine Strukturen?
KI und Speicherchips als Wachstumsmotor
Verantwortlich für die positive Stimmung ist vor allem der massive Auftragseingang. Im vierten Quartal 2025 verzeichnete ASML Neubestellungen im Wert von 13,15 Milliarden Euro. Ein Großteil dieser Nachfrage entfällt auf die hochkomplexen Extreme Ultraviolet (EUV) Lithographiesysteme.
Der Treiber hinter dieser Entwicklung ist eindeutig: Der Ausbau von KI-Rechenzentren erfordert leistungsfähige Speicherchips. Dieser Sektor machte allein 56 Prozent der neuen Systembestellungen aus. Das Management sieht darin eine Bestätigung, dass die Kunden mittelfristig von einer anhaltend hohen Nachfrage ausgehen.
Rekordbestand und Effizienzmaßnahmen
Diese Dynamik spiegelt sich in den Zukunftsaussichten wider. Der gesamte Auftragsbestand ist auf den Rekordwert von 38,8 Milliarden Euro angewachsen, was dem Unternehmen eine hohe Planungssicherheit bietet. Für das Jahr 2026 prognostiziert ASML einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro.
Parallel zum Wachstum will sich der Konzern schlanker aufstellen. Geplant ist der Abbau von rund 1.700 Stellen, wobei vorwiegend Managementpositionen betroffen sind. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, die Innovationskraft zu stärken und den Fokus wieder stärker auf technische Entwicklung und Ingenieursleistungen zu legen.
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Dividende und Aktienrückkauf
Aktionäre profitieren direkt von der starken Finanzlage. ASML hat ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 12 Milliarden Euro gestartet, das bis Ende 2028 laufen soll. Erste Käufe wurden bereits Ende Januar getätigt. Zudem plant das Unternehmen, die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 um 17 Prozent auf insgesamt 7,50 Euro je Aktie anzuheben.
Auch Analysten reagieren positiv auf die Zahlen. Bernstein Research hob das Kursziel kürzlich auf 1.911 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung „Outperform“, während auch JPMorgan an seiner positiven Einschätzung festhält. Die Aktie notiert aktuell bei etwa 1.441 US-Dollar und damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 1.455 US-Dollar.
Mit einem historischen Auftragsbestand im Rücken und einer klaren Strategie zur Effizienzsteigerung scheint ASML gut gerüstet. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird sein, ob die KI-getriebene Nachfrage im Halbleitersektor das aktuelle Tempo beibehalten kann und wie reibungslos die interne Umstrukturierung verläuft.
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