Die Beziehung zwischen NVIDIA und OpenAI zeigt erste Risse. Laut Reuters sucht der ChatGPT-Entwickler aktiv nach Hardware-Alternativen – ausgerechnet jetzt, wo beide Unternehmen über milliardenschwere Investitionen verhandeln.
Effizienzprobleme bei der Inferenz?
Während NVIDIAs Chips beim Training von KI-Modellen weiterhin als Goldstandard gelten, stockt es offenbar bei der täglichen Anwendung. OpenAI plant, rund zehn Prozent seines Inferenz-Bedarfs auf andere Anbieter zu verlagern. Der Grund: Die Chip-Architektur muss häufig auf externe Speicher zugreifen – das kostet Zeit und Rechenleistung.
Für OpenAI geht es dabei um knallharte Zahlen. Die Kosten für die Beantwortung von Nutzeranfragen sind enorm, jede Effizienzsteigerung zählt. Gleichzeitig will man die Abhängigkeit von einem einzelnen Lieferanten durchbrechen.
Poker um 100 Milliarden Dollar
Die Verhandlungsposition beider Seiten ist kompliziert. Am vergangenen Wochenende berichtete das Wall Street Journal, NVIDIAs geplante Investition von bis zu 100 Milliarden US-Dollar in OpenAI sei ins Stocken geraten. Führungskräfte bei NVIDIA zweifeln demnach an der künftigen Wettbewerbsposition des ChatGPT-Entwicklers.
NVIDIA-Chef Jensen Huang konterte prompt. Die Gerüchte über Unzufriedenheit bezeichnete er gegenüber CNBC als „Unsinn“. Man plane die „wahrscheinlich größte Investition in der Unternehmensgeschichte“. Huang bekräftigte: „Wir werden massiv in OpenAI investieren.“
Startups als Zünglein an der Waage
OpenAI hatte bereits in der Vergangenheit intensive Gespräche mit den Spezialisten Cerebras und Groq geführt. Doch NVIDIA schlug zurück: Im Dezember 2025 sicherte sich der Konzern eine milliardenschwere Lizenz für die Inferenz-Technologie von Groq. Die Folge: OpenAI brach die Verhandlungen mit Groq ab und besiegelte stattdessen eine Milliarden-Dollar-Allianz mit Cerebras.
Kursentwicklung unter Druck
Die Spannungen zwischen den beiden KI-Schwergewichten hinterließen Spuren an der Börse. Am Montag verlor die NVIDIA-Aktie an der NASDAQ 2,89 Prozent auf 186,25 US-Dollar. Am Dienstag zeigten sich vorbörslich leichte Erholungstendenzen mit einem Plus von 0,51 Prozent auf 186,55 US-Dollar.
Breitere Partnerschaften im Fokus
Gleichzeitig baut NVIDIA sein Ökosystem aus. Das Unternehmen arbeitet verstärkt mit anderen Partnern zusammen: Cyngn entwickelt eine Simulationsumgebung auf Basis von NVIDIA Isaac Sim für autonome Fahrzeuge. Perpetuals.com nutzt NVIDIA-Hardware für sein BayesShield AI-System im Finanzbereich. Und Artificial Intelligence Technology Solutions setzt auf NVIDIA-Chips für seine autonomen Sicherheitssysteme.
Die Frage bleibt: Ist OpenAIs Vorstoß ein echtes Zeichen für technische Unzufriedenheit – oder ein taktisches Manöver für bessere Verhandlungsbedingungen?
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