Der japanische Leitindex steckt in einer heftigen Abwärtsspirale. Am Mittwoch verlor der Nikkei 225 weitere 2,4 Prozent und rutschte auf 54.923 Punkte – der dritte Verlusttag in Folge. Innerhalb von nur drei Handelstagen hat der Index damit über 4,5 Prozent an Wert verloren. Was treibt die Märkte in Tokio so massiv nach unten?
Nahost-Konflikt schürt Inflationsängste
Die Ursache für den Ausverkauf liegt tausende Kilometer entfernt: Der eskalierende Konflikt im Nahen Osten versetzt die globalen Märkte in Aufruhr. Besonders brisant: Iran hat die strategisch wichtige Straße von Hormus geschlossen, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Ölexporte fließt. Hinzu kommen Angriffe auf mehrere Raffinerien, darunter die Anlage des Ölriesen Saudi Aramco in Ras Tanura.
Die Folge: Der Ölpreis schießt in die Höhe. West Texas Intermediate verteuerte sich am Dienstag um 4,7 Prozent auf 74,58 Dollar je Barrel. Anleger fürchten nun, dass die steigenden Energiekosten eine neue Inflationswelle auslösen könnten – ein Schreckensszenario für die gerade erst stabilisierten Aktienmärkte.
Breite Verluste quer durch alle Sektoren
In Tokio erwischte es fast alle Branchen. Besonders hart traf es die Finanzwerte: Sumitomo Mitsui Financial verlor knapp 5 Prozent, Mizuho Financial gab über 3 Prozent ab. Auch die Technologiewerte standen unter Druck – Advantest büßte fast 2 Prozent ein, Screen Holdings rutschte um 4 Prozent ab.
Die Automobilhersteller bekamen die globale Risikoaversion ebenfalls zu spüren. Toyota verlor über 3 Prozent, Honda knapp 1 Prozent. Besonders dramatisch: Die Rohstoffwerte. Sumitomo Metal Mining und Mitsui Kinzoku stürzten jeweils über 8 Prozent ab, ENEOS und Sojitz verloren mehr als 7 Prozent.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nikkei 225?
Einzig die Defensive-Titel konnten punkten: BayCurrent legte fast 5 Prozent zu, Trend Micro und Toho gewannen jeweils knapp 3 Prozent.
Positive Wirtschaftsdaten verpuffen
Einen kleinen Lichtblick lieferte immerhin der Dienstleistungssektor: Der Services-PMI kletterte im Februar auf 53,8 Punkte nach 53,7 im Januar. Der Composite-Index verbesserte sich sogar von 53,1 auf 53,9 Punkte. Doch diese positiven Konjunktursignale verpufften angesichts der geopolitischen Unsicherheit völlig.
Die Wall Street gab der Tokioter Börse ebenfalls keine Unterstützung. Der Dow Jones verlor am Dienstag 0,8 Prozent auf 48.502 Punkte, nachdem er zeitweise über 1.200 Punkte im Minus gelegen hatte. Der Nasdaq gab 1,0 Prozent ab, der S&P 500 rutschte um 0,9 Prozent. US-Präsident Donald Trump warnte, der Konflikt könne vier bis fünf Wochen dauern – „oder weit länger“. Solange diese Unsicherheit anhält, dürfte die Nervosität an den Börsen bestehen bleiben.
Nikkei 225: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nikkei 225-Analyse vom 4. März liefert die Antwort:
Die neusten Nikkei 225-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nikkei 225-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nikkei 225: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
