Beyond Meat Aktie: Ungemach erwartet?

Beyond Meat wurde zu 38,9 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt, was über 50 Prozent des Quartalsumsatzes entspricht. Die Aktie kämpft gleichzeitig um den Verbleib im Nasdaq-Index.

Kurz zusammengefasst:
  • Schadensersatzsumme übertrifft halben Quartalsumsatz
  • Aktienkurs nähert sich kritischer Ein-Dollar-Marke
  • Massive Aktienverwässerung durch Rettungsmaßnahmen
  • Umsatzrückgang und steigende Verluste belasten Bilanz

Ein verheerendes Gerichtsurteil könnte für Beyond Meat das Ende bedeuten. Während der Aktienkurs am Freitag bei 1,03 US-Dollar schloss und damit nur knapp der Bedeutungslosigkeit entging, droht eine Strafe in Millionenhöhe die ohnehin fragile Bilanz zu zerschmettern. Anleger stehen vor der entscheidenden Frage: Ist dies der finale Absturz oder kann das Berufungsverfahren die Katastrophe noch abwenden?

Juristisches Erdbeben

Die Hiobsbotschaft erreichte die Märkte bereits Mitte der Woche: Eine Bundesjury verurteilte Beyond Meat zur Zahlung von 38,9 Millionen US-Dollar an Sonate Corp (Vegadelphia). Der Vorwurf wiegt schwer: Markenrechtsverletzung durch den Slogan „Great Taste, Plant-Based“, der dem geschützten Slogan des Klägers zu ähnlich sei.

Doch was bedeutet diese Summe konkret für das Unternehmen?

  • Die Strafe entspricht mehr als 50 % des gesamten Umsatzes des dritten Quartals (ca. 70,2 Millionen US-Dollar).
  • Sie verschärft den Cash-Burn in einer Phase, in der jeder Dollar zählt.
  • Das Urteil torpediert das Anlegervertrauen unmittelbar nach der mühsamen Restrukturierung.

Zwar kündigte das Management sofortige Berufung an, doch der Schaden für das Sentiment ist bereits angerichtet.

Tanz auf dem Vulkan

Trotz der katastrophalen Nachrichten erlebten Trader in der vergangenen Woche eine Achterbahnfahrt. Am Mittwoch schoss der Kurs kurzzeitig um fast 20 % in die Höhe – ein klassischer Short Squeeze, befeuert durch eine hohe Leerverkaufsquote von über 20 %. Doch die Rallye war nur ein Strohfeuer.

Bis zum Handelsschluss am Freitag gaben die Papiere die Gewinne weitgehend wieder ab und landeten bei 1,03 US-Dollar. Diese Marke ist überlebenswichtig: Fällt der Kurs für 30 aufeinanderfolgende Handelstage unter 1,00 US-Dollar, droht der Rauswurf aus dem Nasdaq (Delisting). Das Unternehmen kämpft nun an zwei Fronten gleichzeitig: vor Gericht und an der Börse.

Massive Verwässerung belastet

Das juristische Desaster trifft Beyond Meat zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Erst im Oktober 2025 wurde eine komplexe Umschuldung abgeschlossen, bei der Wandelanleihen in gesicherte Schulden und 316 Millionen neue Aktien getauscht wurden. Diese Rettungsmaßnahme erkaufte zwar Zeit, führte jedoch zu einer massiven Verwässerung der Altaktionäre. Die Gesamtzahl der Aktien explodierte auf über 450 Millionen.

Die fundamentalen Daten untermauern die Skepsis:
* Der Umsatz im dritten Quartal brach um 13 % ein.
* Der Nettoverlust weitete sich auf 110,7 Millionen US-Dollar aus.
* Die Marktkapitalisierung ist von einst 4 Milliarden US-Dollar (IPO 2019) auf rund 460 Millionen US-Dollar implodiert.

In der kommenden Woche richten sich alle Augen auf die psychologisch wichtige 1-Dollar-Marke. Sollte diese Unterstützung brechen, dürfte sich die Abwärtsspirale beschleunigen. Analysten warnen angesichts der Kombination aus Rechtsstreitigkeiten, sinkenden Umsätzen und Inflation vor extremen Risiken – ein Turnaround scheint derzeit in weiter Ferne.

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