Hims & Hers polarisiert die Wall Street derzeit wie kaum ein zweiter Titel. Trotz ambitionierter Expansionspläne haben sich Leerverkäufer massiv in Stellung gebracht und setzen auf fallende Kurse. Während das Management neue KI-gestützte Plattformen ausrollt, sorgt die hohe Bewertung für Nervosität: Kann das Unternehmen die Bären eines Besseren belehren oder steht eine Korrektur bevor?
Ein Pulverfass für Anleger
Die aktuelle Marktlage gleicht einem gespannten Drahtseilakt. Besonders auffällig ist die extrem hohe Short-Quote: Rund 35,82 Prozent der frei handelbaren Aktien sind leerverkauft. Dies deutet auf eine tiefe Skepsis vieler Marktteilnehmer hin, die dem aktuellen Kursniveau misstrauen.
Gleichzeitig birgt diese Konstellation ein klassisches „Short Squeeze“-Szenario. Mit einer sogenannten „Days to Cover“-Ratio von über 6 würde es bei normalem Handelsvolumen fast eine Woche dauern, bis alle Leerverkäufer ihre Positionen glattstellen könnten. Positive Nachrichten könnten hier eine Kaufpanik bei den Bären auslösen und den Kurs sprunghaft nach oben treiben.
Strategie trifft auf Bewertungsorgen
Fundamental muss Hims & Hers in diese Bewertung erst hineinwachsen. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von knapp 60 ist die Aktie teuer bezahlt und verlangt eine fehlerfreie Exekution der Wachstumsstrategie.
Erst am 12. Januar kündigte das Unternehmen eine Erweiterung seiner „Provider-Directed Care“-Plattform an. Ziel ist eine stärkere Personalisierung durch KI, um Kunden langfristig zu binden. Doch genau hier scheiden sich die Geister: Während das Management dies als essentiell für die Zukunft sieht, fürchten Analysten wie die der Bank of America steigende Kosten, die kurzfristig auf die Margen drücken könnten.
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Analysten sind uneinig
Die Unsicherheit spiegelt sich auch in den Expertenmeinungen wider:
* Evercore ISI startete die Bewertung neutral mit einem Kursziel von 33 US-Dollar und rät zum Abwarten.
* Bank of America senkte das Ziel kürzlich auf 29 US-Dollar und verwies auf den Investitionsbedarf bis 2026.
* Der breite Marktkonsens liegt mit rund 44,54 US-Dollar zwar deutlich höher, setzt aber eine perfekte Umsetzung der Pläne voraus.
Zum Wochenschluss notierte das Papier bei 31,23 US-Dollar. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste auf 6,52 Prozent, womit die Aktie deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von über 66 US-Dollar handelt.
Blick auf die Zahlen
Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf die kommenden Jahresergebnisse. Der Markt erwartet einen Gewinn je Aktie zwischen 0,48 und 0,52 US-Dollar. Hims & Hers steht unter Beweisdruck: Das Unternehmen muss zeigen, dass die neuen Plattform-Features Umsatz generieren, ohne die Profitabilität zu opfern. Nur so lässt sich die massive Wette der Leerverkäufer entkräften.
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