Newmont Mining blickt auf eine beeindruckende Rally zurück, doch nun ziehen Wolken über den australischen Betriebsstätten auf. Ein Buschfeuer beeinträchtigt die Produktion massiv und zwingt den Goldriesen zu Einschränkungen im ersten Quartal. In einem Umfeld, in dem auch der Goldpreis leicht korrigiert, gerät die Bewertung der Aktie nach den jüngsten Höchstständen nun auf den Prüfstand.
Feuer bremst Produktion in Boddington
Ursache für die aktuelle Verstimmung am Markt ist ein Zwischenfall in der Boddington-Mine in Westaustralien. Ein Buschfeuer hat dort kritische Infrastruktur für die Wasserversorgung beschädigt. Zwar bestätigte das Management, dass andere wesentliche Verarbeitungsanlagen unversehrt blieben, doch die operativen Folgen sind spürbar.
Für das erste Quartal 2026 rechnet der Konzern mit einem Produktionsausfall von rund 60.000 Unzen Gold. Der Abbau und die Verarbeitung wurden zwar wieder aufgenommen, laufen jedoch nur mit reduzierter Kapazität. Die vollständige Instandsetzung der Infrastruktur wird voraussichtlich erst im Februar abgeschlossen sein. Für Anleger bedeutet dies einen direkten Gegenwind für die Gewinne im laufenden Quartal, was die bisher makellose Erfolgsgeschichte der letzten Monate kurzzeitig unterbricht.
Gegenwind vom Goldmarkt und Gewinnmitnahmen
Die operativen Probleme treffen auf ein Marktumfeld, das kurzfristig zur Vorsicht mahnt. Der Goldpreis gab am Donnerstag leicht nach und notierte bei rund 4.421 US-Dollar. Auch wenn das Edelmetall im Jahresvergleich weiterhin massive Gewinne verzeichnet, nutzen Marktteilnehmer die Konsolidierung für Gewinnmitnahmen. Als weltgrößter Goldproduzent reagiert Newmont besonders sensibel auf diese Preisschwankungen.
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Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch bei institutionellen Investoren wider. Daten zeigen, dass Commonwealth Equity Services seine Beteiligung an Newmont Mining zuletzt um 9,1 Prozent reduzierte. Nach einem Kursanstieg von über 180 Prozent in den letzten zwölf Monaten scheinen einige Portfolio-Manager das Risiko im Depot neu zu bewerten und Gewinne zu sichern. Die Aktie notiert mit aktuell 108,01 US-Dollar nur noch knapp unter ihrem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch von 109,20 US-Dollar.
Analysten uneins über weitere Richtung
Die Einschätzungen der Experten gehen angesichts der Gemengelage auseinander. Während Raymond James das Kursziel auf 111 US-Dollar anhob und dabei auf den starken Cashflow sowie gesunkene Risiken verwies, mahnt BNP Paribas zur Vorsicht. Die Bank stufte den Titel auf „Neutral“ herab und sieht das Ziel bei 97 US-Dollar, da die Bewertung nach dem steilen Anstieg mittlerweile ambitioniert erscheine.
Entscheidend für die kurzfristige Entwicklung wird sein, ob Newmont den Zeitplan für die Reparaturen in Boddington einhalten kann. Sollte die Rückkehr zur vollen Auslastung im Februar planmäßig gelingen, dürfte der Markt den aktuellen Produktionsausfall als temporäres Ereignis verbuchen und den Fokus wieder auf die langfristigen Treiber richten.
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