Das Umsatzgerüst steht, die EBITDA-Marge ist bestätigt – doch beim Softwareanbieter aus Göppingen fehlt noch die entscheidende Kennzahl. Am 10. Februar 2026 muss das Management zeigen, ob die soliden Margen auch unter dem Strich überzeugen können. Die Analysten-Schätzungen für den Gewinn je Aktie klaffen dabei weit auseinander.
Die Ausgangslage:
– Vorläufige Zahlen vom 9. Januar: Pro-Forma-Umsatz rund 767 Millionen Euro (+5% währungsbereinigt)
– EBITDA-Marge wie prognostiziert bei etwa 44%
– Gewinn je Aktie für 2025 noch offen – Konsens bei 0,80 bis 0,89 Euro
– Aktie pendelt um 5,82 Euro nach Jahrestief von 5,41 Euro
Umsatzseite liefert keine Überraschungen
Die vorläufigen Daten vom 9. Januar brachten Klarheit bei den Erlösen. Mit 767 Millionen Euro Pro-Forma-Umsatz wuchs TeamViewer währungsbereinigt um fünf Prozent – solide, aber ohne Dynamik. Der Annual Recurring Revenue (ARR) erreichte rund 760 Millionen Euro.
Etwas Leben zeigte sich im Schlussquartal beim Enterprise-Geschäft. Die neu hinzugewonnenen wiederkehrenden Umsätze (Net New ARR) stiegen auf etwa 11 Millionen Euro – deutlich mehr als in den Vorquartalen. Ob dieser Schwung ins neue Jahr trägt, bleibt abzuwarten.
Profitabilität im Fokus
Die eigentliche Spannung liegt beim Nettoergebnis. Nach Anpassung ihrer Modelle an die vorläufigen Daten taxieren Marktbeobachter das bereinigte Ergebnis je Aktie für 2025 auf 0,80 bis 0,89 Euro. Frühere optimistischere Schätzungen von über einem Euro scheinen sich auf die Folgejahre zu beziehen.
Bei einem aktuellen Kurs knapp unter sechs Euro bedeutet das ein KGV im mittleren einstelligen Bereich – kein Schnäppchen, aber auch keine extreme Bewertung. Entscheidend wird die Guidance für 2026 sein.
Analysten extrem gespalten
Die Bewertungsunsicherheit spiegelt sich in den Kurszielen wider. RBC Capital Markets sieht mit 16,00 Euro noch enormes Potenzial und verweist auf die Cashflow-Stärke. Bank of America liegt mit 15,00 Euro in ähnlichen Regionen.
Deutlich skeptischer positioniert sich die Deutsche Bank mit 7,50 Euro („Hold“). Goldman Sachs markiert mit 6,50 Euro das untere Ende der Spanne. Die Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Kursziel beträgt mehr als 100 Prozent – so zerstritten waren die Analysten bei TeamViewer selten.
Charttechnik: Bodenbildung oder weiterer Druck?
Nach dem Rutsch auf 5,41 Euro im Januar konnte sich die Aktie leicht stabilisieren. Die Zone um 5,80 Euro fungiert derzeit als Unterstützung. Ein nachhaltiger Ausbruch über sechs Euro würde technisch orientierte Käufer anlocken, ein Unterschreiten der Jahrestiefs dagegen weiteren Verkaufsdruck auslösen.
Der vollständige Geschäftsbericht am 10. Februar wird diese Weichenstellung vermutlich herbeiführen. Bis dahin dürfte die Aktie nervös zwischen den beschriebenen Marken pendeln.
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