ASML hat am Freitag ein neues Allzeithoch bei 1.273,88 US-Dollar markiert – ein Plus von 6,8 Prozent an einem einzigen Handelstag. Der niederländische Halbleiterausrüster profitiert von starken Umsatzzahlen seines Großkunden TSMC und einer Serie bullisher Analystenstimmen. Die Frage, ob die KI-Chip-Nachfrage nachlässt, scheint vorerst beantwortet.
TSMC liefert die Bestätigung
Der entscheidende Impuls kam von Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC). Der weltgrößte Auftragsfertiger meldete für Dezember 2025 einen konsolidierten Umsatz von 335 Milliarden Taiwan-Dollar – ein Anstieg von 20,4 Prozent im Jahresvergleich. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Erlös auf 3.809 Milliarden Taiwan-Dollar, was einem Plus von 31,6 Prozent entspricht.
Die Zahlen signalisieren: Die Nachfrage nach hochmodernen Chips, die mit ASML-Maschinen gefertigt werden, bleibt robust. Damit verfliegen Befürchtungen, Halbleiterhersteller könnten ihre Investitionen zurückfahren. Die EUV-Lithographie-Systeme von ASML sind für die Produktion modernster Chips unverzichtbar – und TSMC ist einer der größten Abnehmer.
Analysten drehen auf optimistisch
Die TSMC-Daten bestätigten eine Reihe positiver Einschätzungen, die bereits in den Tagen zuvor veröffentlicht worden waren:
Bernstein stufte ASML am 5. Januar auf „Outperform“ hoch und nannte die Aktie einen Top-Pick für 2026. Das Kursziel wurde auf 1.300 Euro (rund 1.528 US-Dollar) angehoben. Begründung: Ein „DRAM-Superzyklus“, bei dem Speicherhersteller massiv in Kapazitäten für KI-Server investieren.
Aletheia Capital vollzog eine drastische Kehrtwende – von „Sell“ auf „Buy“ – und verdoppelte das Kursziel auf 1.500 US-Dollar. Die Analysten erwarten, dass die Investitionen der Foundries, insbesondere von TSMC, zu deutlich höheren Auftragseingängen bei ASML führen werden.
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Gerüchte schnell ausgeräumt
Mitte der Woche hatte die Aktie noch unter Druck gestanden. In sozialen Medien kursierten Gerüchte über einen angeblichen Datenleck bei ASML. Das Unternehmen wies die Behauptungen am 7. Januar entschieden zurück und bezeichnete sie als „unbegründet“ und „unwahr“. Mit dieser Klarstellung und den harten Zahlen von TSMC kehrten Investoren zurück.
Historisch bewegt sich die ASML-Aktie eng im Gleichschritt mit den monatlichen Umsatztrends von TSMC. Die aktuellen Daten ähneln früheren Halbleiter-Zyklen, unterscheiden sich aber durch den kapitalintensiven Charakter des KI-Infrastrukturausbaus.
Zwei Termine im Fokus
Die nächsten Wochen bringen zwei entscheidende Ereignisse:
15. Januar: TSMCs Ergebniskonferenz. Investoren warten auf konkrete Aussagen zum Investitionsbudget 2026. Eine Erhöhung der Capex-Ausgaben würde direkt auf höhere Umsätze bei ASML hindeuten.
28. Januar: ASML legt Quartalszahlen vor. Erwartet wird ein Nettoumsatz zwischen 9,2 und 9,8 Milliarden Euro. Entscheidend wird die Höhe der Auftragseingänge sein – sie müssen die optimistischen Prognosen der Analysten untermauern.
Charttechnisch bewegt sich die Aktie in unbekanntem Terrain. Die Marke von 1.300 US-Dollar rückt als nächster psychologischer Widerstand in den Blick, während die Ausbruchszone bei 1.200 US-Dollar nun als Unterstützung dienen sollte.
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