Coinbase Aktie: Ernüchternde Erkenntnisse?

Mehrere Analystenhäuser korrigieren ihre Erwartungen für Coinbase nach den jüngsten Zahlen deutlich nach unten. Anhaltende Mittelabflüsse im Kryptomarkt und ein negativer Bitcoin-Premium-Index belasten die Stimmung.

Kurz zusammengefasst:
  • Mehrere Analysten senken Kursziele drastisch
  • Anhaltende Mittelabflüsse aus Krypto-Produkten
  • Robuste Liquidität trotz operativer Herausforderungen
  • Aktie verliert deutlich an Wert

Die Stimmung im Kryptosektor kühlt merklich ab, und das hinterlässt Spuren bei der führenden US-Handelsplattform. Nach den jüngsten Quartalszahlen sehen sich mehrere Analystenhäuser gezwungen, ihre Erwartungen für Coinbase zu korrigieren. Während das Unternehmen zwar auf einem massiven Cash-Polster sitzt, deuten anhaltende Mittelabflüsse im breiteren Markt und spezifische Warnsignale auf eine schwierige Marktphase hin.

Analysten senken die Daumen

Die Reaktionen der Experten auf die jüngste Entwicklung fallen deutlich aus. China Renaissance senkte das Kursziel am Montag drastisch von 301,50 auf 223,20 US-Dollar, hält aber vorerst an der Kaufempfehlung fest. Auch das Analysehaus Morningstar reduzierte den fairen Wert der Aktie von 188 auf 160 US-Dollar und stuft das Papier nun als „fair bewertet“ ein.

Coinbase

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Besonders pessimistisch zeigt sich Monness Crespi Hardt: Die Analysten bestätigten ihre Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von lediglich 120 US-Dollar. Hintergrund dieser Anpassungen sind die Finanzergebnisse zum vierten Quartal 2025, in dem Coinbase einen Umsatz von 1,78 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,66 US-Dollar auswies. Der anhaltende Druck zeigt sich auch im Chartbild: Auf 30-Tage-Sicht verlor die Aktie über 24 Prozent an Wert.

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Warnsignale im Markt

Verantwortlich für die Zurückhaltung sind vor allem die trüben Aussichten im Sektor. Neben einem Bitcoin-Preis, der zuletzt in den Bereich von 64.000 US-Dollar zurückfiel, bereitet ein spezifischer Indikator Sorgen: Der „Bitcoin Premium Index“ auf der Plattform notiert laut Daten von Longbridge seit 39 Tagen im negativen Bereich. Eine solch lange Durststrecke übertrifft frühere Korrekturphasen und deutet auf anhaltenden Verkaufsdruck durch US-Investoren hin.

Zusätzlich zogen Anleger in der vergangenen Woche netto 288 Millionen US-Dollar aus Krypto-Anlageprodukten ab. Dies verlängert die Serie der Abflüsse auf fünf Wochen, in denen dem Markt insgesamt 4 Milliarden US-Dollar entzogen wurden.

Solide Bilanz als Puffer

Trotz der operativen Herausforderungen bleibt die finanzielle Basis des Unternehmens robust. Zum Jahresende 2025 verfügte Coinbase über liquide Mittel in Höhe von 11,2 Milliarden US-Dollar sowie Krypto-Investments im Wert von 2 Milliarden US-Dollar. Morningstar prognostiziert für das laufende Jahr zwar einen Rückgang der Handelseinnahmen um rund 20 Prozent, sieht aber im Bereich „Subscription and Services“ mit einem erwarteten Wachstum von 14 Prozent einen wichtigen Stabilisator für das Geschäftsmodell.

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