Intel kämpft mit gegensätzlichen Signalen: Während die Aktie sich im Bereich von 50 Dollar stabilisiert hat und eine starke Jahreserholung hinter sich hat, sorgen massive Lieferengpässe in China für Nervosität. Gleichzeitig setzt der Chip-Gigant mit strategischen Partnerschaften auf die KI-Zukunft.
Sechsmonatige Verzögerungen in China
Zwischen dem 6. und 9. Februar wurde bekannt, dass Intel Kunden in China über drastische Lieferverzögerungen informiert hat. Die Wartezeiten für Xeon-Serverprozessoren können sich auf bis zu sechs Monate erstrecken.
Der Grund liegt nicht in mangelnder Nachfrage, sondern in erschöpften Lagerbeständen. CFO David Zinsner bestätigte im jüngsten Earnings Call, dass die Pufferbestände zum Jahresbeginn 2026 praktisch ausverkauft waren. Intel operiert derzeit im „Hand-to-Mouth“-Modus – was produziert wird, geht sofort raus.
Als Reaktion hat das Unternehmen die Preise für diese Prozessoren in der Region um rund 10 Prozent angehoben. Das zeigt zwar Preissetzungsmacht, birgt aber Risiken für die Umsatzprognosen im ersten Halbjahr 2026.
SoftBank-Deal für KI-Infrastruktur
Dem Gegenwind aus China setzt Intel strategische Offensiven entgegen. Die finalisierte Partnerschaft mit SoftBank zielt auf die Entwicklung von „Z-Angle Memory“ (ZAM) ab – einem neuen Standard für effizienteres Memory-Stacking gegenüber aktuellen HBM-Lösungen. Die Technologie soll 2029 auf den Markt kommen und Memory-Engpässe in KI-Infrastrukturen beheben.
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Parallel dazu treibt CEO Lip-Bu Tan die KI-Strategie voran. Mit „Project Crescent Island“ steigt Intel wieder in den Markt für diskrete GPUs ein, speziell für KI-Inferenz-Workloads. Zudem laufen die ersten Produkte vom fortschrittlichen 18A-Fertigungsknoten vom Band – die Panther-Lake-Chips für Laptops befinden sich bereits im Versand.
Zwischen Engpass und Nachfrageboom
Die Aktie spiegelt diese Ambivalenz wider. Nach einem starken vierten Quartal 2025 mit 13,7 Milliarden Dollar Umsatz – über den Erwartungen – hat sich der Kurs deutlich von seinen Tiefs erholt.
Analysten betonen, dass die CPU-Nachfrage für KI-Agenten stark anzieht. Die entscheidende Frage ist, ob Intel seine Produktionskapazitäten schnell genug hochfahren kann. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob die Fertigungsrampe in Q1 und Q2 2026 ausreicht, um die Umsatzausfälle durch die China-Verzögerungen zu kompensieren.
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