Strategy Aktie: Kapitaloffensive mit Nebenwirkungen
Das Unternehmen Strategy finanziert seinen Bitcoin-Erwerb durch Aktienverkäufe und milliardenschwere Vorzugsaktienprogramme, was zu Verwässerung und hohen Zinskosten führt.
Kurz zusammengefasst
- Finanzierung von Bitcoin-Käufen durch Aktienverkäufe
- Milliardenschwere Vorzugsaktienprogramme mit hohen Zinsen
- Hält über drei Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots
- Aktienkurs deutlich unter Allzeithoch trotz hohem Interesse
Strategy kauft weiter Bitcoin — und nimmt dafür immer mehr Kapital auf. Zwischen dem 16. und 22. März verkaufte das Unternehmen rund 509.000 Stammaktien und erlöste damit 76,5 Millionen US-Dollar, die direkt in den Kauf von 1.031 Bitcoin flossen. Gleichzeitig kündigte Strategy ein neues ATM-Programm über 42 Milliarden Dollar an. Die Finanzierungsmaschinerie läuft auf Hochtouren — aber die Kosten für Aktionäre steigen.
Stammaktien oder Vorzugsaktien: Ein teurer Kompromiss
Die Wahl des Finanzierungsinstruments ist keine Nebensache. Stammaktienverkäufe verwässern bestehende Aktionäre direkt, während Vorzugsaktien zwar die Eigentumsanteile schonen, aber feste Zinslasten von rund 11,5 Prozent erzeugen. Strategy nutzt beide Wege — und wechselt dabei taktisch zwischen ihnen.
In der Vorwoche hatte das Unternehmen noch 1,2 Milliarden Dollar über das sogenannte „Stretch“-Angebot in Form von ewigen Vorzugsaktien eingesammelt. Inzwischen summieren sich die abgeschlossenen Preferred-Stock-Emissionen auf mehr als 22,44 Milliarden Dollar. Das neue 42-Milliarden-Programm teilt sich je zur Hälfte auf Stammaktien und STRC-Vorzugsaktien auf — zusätzlich sind bis zu 2,1 Milliarden Dollar über die STRK-Serie möglich.
Konzentration als Risikofaktor
Mit 762.099 Bitcoin zu einem Einstandspreis von durchschnittlich 75.694 Dollar pro Coin hält Strategy inzwischen mehr als drei Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots von 21 Millionen Coins. Diese Konzentration zieht Fragen nach sich, die über die reine Finanzierungsstruktur hinausgehen.
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Bereits 2025 prüfte MSCI, ob Unternehmen mit mehr als 50 Prozent ihrer Aktiva in Bitcoin überhaupt noch als operative Unternehmen in großen Indizes geführt werden sollten. Eine sofortige Änderung blieb aus — das Thema ist damit aber nicht vom Tisch.
Analysten sehen Potenzial, Kurs zeigt Druck
Texas Capital geht davon aus, dass Bitcoin jährlich rund zehn Prozent zulegt, und erwartet, dass Strategy 2026 etwa 17 Milliarden Dollar frisches Kapital aufnehmen wird. Auf Basis eines 1,19-fachen Aufschlags auf den Nettoinventarwert leitet die Bank ein Kursziel von 200 Dollar ab. Zugleich sieht Texas Capital Strategy als möglichen Konsolidierungsgewinner: In einem fragmentierten Markt mit mehr als 30 börsennotierten Digital-Asset-Treasury-Unternehmen könnte Kapital in der nächsten Schwächephase in die größten und liquidesten Anbieter fließen.
Aktuell notiert die Aktie rund 69 Prozent unter ihrem Allzeithoch. Das Handelsvolumen von 3,82 Milliarden Dollar in der vergangenen Woche lag deutlich über dem 30-Tage-Schnitt von 2,85 Milliarden — ein Zeichen, dass das Interesse an MSTR trotz Kursrückgang hoch bleibt.
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