Ethereum: Finanzierung neu aufgestellt

Die Ethereum Foundation hat ihr Staking-Programm abgeschlossen und finanziert sich künftig über die Erträge statt durch direkte ETH-Verkäufe. Das Netzwerk verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein starkes Transaktionswachstum.

Eduard Altmann ·
Ethereum Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Abschluss des Staking-Programms mit knapp 70.000 ETH
  • Finanzierung wechselt von Verkäufen zu Staking-Erträgen
  • Rekordwachstum bei Netzwerktransaktionen im ersten Quartal
  • Zwei technische Upgrades für Skalierung geplant

Die Ethereum Foundation hat ihr Staking-Programm abgeschlossen. Mit dem Einsatz von rund 45.034 ETH am 3. April brachte sie ihr Gesamtvolumen auf knapp 69.500 ETH – unmittelbar unterhalb des selbst gesetzten Ziels von 70.000 ETH. Der Schritt markiert das Ende einer jahrelang kritisierten Praxis.

Weg vom Verkaufsdruck

Bislang finanzierte die Foundation ihre jährlichen Betriebskosten von rund 100 Millionen Dollar durch regelmäßige ETH-Verkäufe am Markt. Das neue Modell setzt stattdessen auf Staking-Erträge: Bei einer institutionellen Rendite von 2,7 bis 3,8 Prozent erwartet die Foundation Einnahmen zwischen 3,9 und 5,4 Millionen Dollar pro Jahr. Mit MEV-Boost könnten die Erträge noch höher ausfallen.

Die April-Einzahlungen erfolgten in mehreren Tranchen à 2.047 ETH und wurden durch On-Chain-Daten von Arkham Intelligence bestätigt. Bewertet zu Kursen nahe 2.059 Dollar entspricht das Gesamtvolumen der April-Tranche rund 93 Millionen Dollar.

Vollständig eliminiert ist der Verkaufsdruck damit allerdings nicht. Die Foundation behält sich vor, gestaktes ETH bei Bedarf in Liquidität umzuwandeln. Zudem liegen noch mehr als 100.000 ETH ungestakt in der Treasury – ob diese ebenfalls eingesetzt werden, ließ die Foundation offen. Insgesamt verwaltet sie laut Arkham rund 270,9 Millionen Dollar an Gesamtvermögen über 14 Wallets.

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Netzwerk mit Rückenwind

Während institutionelle Ethereum-ETFs das erste Quartal mit einem Gesamtminus von 769 Millionen Dollar abschlossen, zeigt das Netzwerk selbst eine andere Geschichte. Ethereums Mainnet verarbeitete im ersten Quartal 2026 rekordverdächtige 200,4 Millionen Transaktionen – ein Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Treiber waren das Wachstum der Layer-2-Netzwerke sowie eine steigende Stablecoin-Marktkapitalisierung von rund 164,4 Milliarden Dollar.

Gleichzeitig fielen die Exchange-Reserven auf 14,9 Millionen ETH – den niedrigsten Stand seit einem Jahr. Weniger ETH auf Börsen bedeutet strukturell weniger verfügbares Angebot am Spotmarkt.

Auf der technischen Seite stehen zwei Upgrades bevor: Das Glamsterdam-Upgrade Mitte 2026 zielt auf Skalierung der Basisschicht durch parallele Ausführung und höhere Gas-Limits. Das Hegotá-Upgrade in der zweiten Jahreshälfte soll State-Management mit Verkle Trees verbessern und den Zensurschutz stärken. Beides dürfte die Netzwerkkapazität mittelfristig deutlich erhöhen.

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