Dassault Systèmes Aktie: Machtwechsel

Nach dem überraschenden Rückzug von Bernard Charlès übernimmt CEO Pascal Daloz die alleinige Führung. Der Softwarekonzern kämpft mit einer schwachen Umsatzprognose und setzt nun verstärkt auf industrielle KI.

Kurz zusammengefasst:
  • Überraschender Rücktritt des langjährigen Executive Chairman
  • Neue alleinige Führung durch CEO Pascal Daloz
  • Schwache Umsatzprognose für das laufende Jahr
  • Strategischer Fokus auf industrielle Künstliche Intelligenz

Der langjährige Taktgeber Bernard Charlès verlässt überraschend die Brücke von Dassault Systèmes. Während der bisherige CEO Pascal Daloz nun die alleinige Verantwortung übernimmt, steht der Softwarekonzern vor der Herausforderung, das Vertrauen der Anleger nach einer schwachen Prognose zurückzugewinnen. Kann die forcierte Ausrichtung auf industrielle KI die jüngste Talfahrt an der Börse stoppen?

Sofortiger Rückzug des Chairman

Am 21. Februar trat Charlès mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern als Executive Chairman und Vorstandsmitglied zurück. Der Verwaltungsrat reagierte prompt auf den Rückzug aus persönlichen Gründen und ernannte Pascal Daloz einstimmig zum neuen Chairman und CEO in Personalunion. Damit liegt die strategische Verantwortung nun vollständig in den händen des bisherigen Konzernchefs. Details zu diesem abrupten Wechsel sowie zur künftigen Ausrichtung will das Management bereits am morgigen Montag, den 23. Februar, in einer Telefonkonferenz erläutern.

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Industrial AI als neuer Anker

Pascal Daloz setzt konsequent auf die sogenannte „3D UNIV+RSES“-Ambition. Kern dieser Strategie ist es, die Marktführerschaft im Bereich der industriellen Künstlichen Intelligenz zu festigen. Ein zentraler Baustein ist hierbei die etablierte Partnerschaft mit NVIDIA. Ziel ist es, Virtual-Twin-Technologien mit moderner KI-Infrastruktur zu verschmelzen und über die Marke Outscale globale „KI-Fabriken“ zu betreiben.

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Trotz dieser technologischen Ambitionen ist die Stimmung am Markt gedrückt. Die jüngsten Geschäftszahlen lieferten wenig Impulse: Ein währungsbereinigtes Umsatzplus von lediglich einem Prozent auf 1,68 Milliarden Euro im vierten Quartal 2025 sowie eine moderate Prognose für das laufende Jahr belasteten den Kurs. Für 2026 stellt das Unternehmen ein Wachstum von lediglich drei bis fünf Prozent in Aussicht, was die Erwartungen vieler Investoren verfehlte.

Charttechnik signalisiert Überverkauf

Die Skepsis der Marktteilnehmer spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits über 26 Prozent an Wert verloren. Mit einem Schlusskurs von 17,45 Euro am Freitag notiert das Papier nur noch knapp acht Prozent über dem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Tief von 16,16 Euro. Interessant für technisch orientierte Anleger: Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 21,6 in einem massiv überverkauften Bereich, was statistisch oft eine kurzfristige Gegenbewegung einleitet.

Die morgige Telefonkonferenz wird zeigen, ob Pascal Daloz die Zweifel an der Wachstumsgeschwindigkeit des Konzerns ausräumen kann. Um den Abwärtstrend nachhaltig zu brechen, muss das Management belegen, dass die KI-Strategie zeitnah zu einer Beschleunigung des Geschäfts führt, die über die aktuell defensiv formulierte Umsatzprognose hinausgeht.

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