Nvidia navigiert derzeit durch ein Wechselbad der Gefühle. Während chinesische Zollbehörden die Einfuhr des wichtigen H200-Chips blockieren, sorgte CEO Jensen Huang auf der CES 2026 für eine massive positive Überraschung. Die neue „Vera Rubin“-Chipgeneration geht deutlich früher als geplant in Serie. Wie bewerten Anleger diesen Konflikt zwischen geopolitischem Gegenwind und beschleunigtem Technologiefortschritt?
Technologische Offensive: Vera Rubin kommt früher
Auf der CES 2026 in Las Vegas gelang Jensen Huang eine echte Überraschung, die viele Marktbeobachter kalt erwischte. Die KI-Chips der nächsten Generation, „Vera Rubin“, sind bereits in die volle Produktion gegangen – ganze sechs Monate vor dem ursprünglich für die zweite Jahreshälfte 2026 geplanten Termin.
Diese Beschleunigung zementiert Nvidias Wettbewerbsvorteil gegenüber Rivalen wie AMD oder Broadcom. Die neue Architektur verspricht massive Effizienzsteigerungen:
* Die Kosten für die Verarbeitung von KI-Token sollen um bis zu 90 Prozent sinken.
* Für die gleiche Rechenleistung werden 75 Prozent weniger Grafikprozessoren benötigt.
* Der aggressive Ein-Jahres-Rhythmus bei Neuveröffentlichungen wird strikt eingehalten.
Dämpfer aus Fernost
Die technologische Erfolgsmeldung trifft jedoch auf geopolitische Realitäten. Chinesische Zollbehörden haben die Einfuhr von Nvidias H200-KI-Prozessoren gestoppt. Dies zwang Zulieferer dazu, ihre Produktion vorübergehend einzustellen. Berichten von Reuters zufolge hatte Nvidia mit mehr als einer Million Bestellungen chinesischer Kunden gerechnet, die nun auf der Kippe stehen.
Ob es sich bei dem Schritt Pekings um ein formelles dauerhaftes Verbot oder ein taktisches Manöver in Handelsgesprächen mit den USA handelt, ist derzeit unklar. Eine offizielle Begründung für die Maßnahme blieb bisher aus, doch Behörden warnten heimische Tech-Firmen bereits davor, die Chips ohne zwingende Notwendigkeit zu kaufen.
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Auftragsbücher bleiben prall gefüllt
Trotz der Unsicherheiten in China bleibt die fundamentale Nachfrage extrem hoch. CFO Colette Kress bestätigte kürzlich, dass der Auftragsbestand von über 500 Milliarden US-Dollar, der bis Anfang 2027 abgearbeitet werden soll, seit der letzten Schätzung weiter gewachsen ist.
Unterstützung für diese Sichtweise lieferte auch der wichtigste Fertigungspartner TSMC. Der Chiphersteller meldete Rekordergebnisse für das vierte Quartal und bestätigte den ungebrochenen Bedarf an KI-Chips. Trotz der gemischten Nachrichtenlage notiert die Nvidia-Aktie mit 186,23 US-Dollar weiterhin in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 190,53 US-Dollar.
Die Kombination aus einem gigantischen Auftragsbestand und dem beschleunigten Rollout der Rubin-Architektur dürfte die kurzfristigen Ausfälle in China abfedern. Entscheidend wird nun sein, ob Nvidia die Prognose von 65 Milliarden US-Dollar Umsatz für das vierte Quartal trotz der Zoll-Probleme erreichen kann.
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