Nestlé Aktie: Behörden ermitteln

Französische Behörden untersuchen zwei Todesfälle im Zusammenhang mit zurückgerufener Babynahrung von Nestlé. Parallel läuft der milliardenschwere Verkauf der Wassermarken.

Kurz zusammengefasst:
  • Französische Behörden prüfen zwei Säuglingstodesfälle
  • Weltweiter Rückruf von möglicherweise kontaminierter Babynahrung
  • Verkaufsprozess für 5-Milliarden-Euro-Wassersparte gestartet
  • Aktie zeigt seit Jahresbeginn deutliche Verluste

Unruhe beim Schweizer Lebensmittelriesen: Während Nestlé den strategischen Verkauf seines Wassergeschäfts vorantreibt, sorgen Nachrichten aus Frankreich für Nervosität. Behörden prüfen aktuell einen möglichen Zusammenhang zwischen zwei Säuglingstodesfällen und zurückgerufener Babynahrung. Steht der Konzern vor einer Verschärfung der Lage oder handelt es sich um notwendige Routineprüfungen der Ämter?

  • Laufende Untersuchung: Französische Behörden prüfen zwei Todesfälle; bisher ist kein wissenschaftlicher Kausalzusammenhang belegt.
  • Strategischer Umbau: Der Verkaufsprozess für die 5-Milliarden-Euro-Wassersparte (u.a. Perrier) wurde offiziell eingeleitet.
  • Marktreaktion: Die Aktie schloss am Freitag bei 92,95 USD, liegt seit Jahresbeginn jedoch 5,63 % im Minus.

Fokus auf Frankreich

Das französische Gesundheitsministerium bestätigte am Freitagnachmittag Untersuchungen zu zwei tragischen Säuglingstodesfällen. In beiden Fällen hatten die Kinder Produkte aus Chargen konsumiert, die Anfang Januar zurückgerufen wurden. Die Behörden betonten jedoch ausdrücklich, dass bis heute kein wissenschaftlicher Nachweis für einen direkten Zusammenhang vorliegt. Für Nestlé ist dies eine heikle Situation, auch wenn das Unternehmen darauf hinweist, dass die zurückgerufenen Chargen weniger als 0,5 % des Jahresumsatzes ausmachen.

Nestle

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Auslöser des weltweiten Rückrufs in über 50 Ländern war eine mögliche Kontamination mit Cereulid bei einem chinesischen Zulieferer, der ein spezielles Öl lieferte. Nestlé hat die Zusammenarbeit mit diesem Lieferanten bereits ausgesetzt und die Produktion auf sichere Quellen umgestellt.

Umbau unter Hochdruck

Parallel zum Krisenmanagement treibt CEO Philipp Navratil den Konzernumbau voran. Der Verkaufsprozess für Anteile am Wassergeschäft, zu dem Premium-Marken wie S.Pellegrino und Acqua Panna gehören, ist gestartet. Interessenten, darunter namhafte Private-Equity-Firmen wie Blackstone und KKR, sind aufgefordert, noch im Januar erste Gebote abzugeben.

Die Bewertung der Sparte liegt bei rund 5 Milliarden Euro. Trotz eines organischen Wachstums von 4,4 % im Vorjahr war dieser Geschäftsbereich zuletzt durch regulatorische Probleme belastet, was den Verkaufswunsch des Managements beschleunigt haben dürfte.

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Chartbild bleibt angeschlagen

Die Nachrichtenlage spiegelt sich in einer volatilen Kursentwicklung wider. Zwar konnte sich das Papier am Freitag mit einem Plus von 1,78 % auf 92,95 USD etwas erholen, das übergeordnete Bild bleibt jedoch getrübt. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von 5,63 %.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 99,64 USD beträgt aktuell rund 6,7 %, während das 52-Wochen-Tief bei 75,59 USD eine solide Unterstützung in der Vergangenheit darstellte. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 85,74 USD wurde zuletzt behauptet, was technisch orientierte Anleger als Stabilisierungsversuch werten könnten.

Die kommenden Wochen werden richtungsweisend: In etwa zehn Tagen erwarten die französischen Behörden erste Untersuchungsergebnisse, die den Verdacht entweder erhärten oder entkräften werden. Am 19. Februar legt Nestlé zudem die Gesamtjahreszahlen für 2025 vor, bei denen Analysten einen leichten Umsatzrückgang erwarten.

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