BMW liefert gleich zwei Signale, die Investoren bei der E-Transformation genau sehen wollen: Die Münchner haben die verschärften EU-CO₂-Flottenvorgaben für 2025 aus eigener Kraft eingehalten – und gleichzeitig beginnt die „Neue Klasse“ mit den ersten Kundenauslieferungen. Kann BMW damit den Spagat aus Regulierung und Nachfrage nach E-Autos glaubwürdig untermauern? Viel spricht dafür, dass der Konzern hier bewusst Tempo macht.
CO₂-Vorgaben: Unter dem Grenzwert – ohne Tricks
Am 29. Januar hat BMW gemeldet, die europäischen CO₂-Flottenziele für 2025 erfüllt zu haben. Nach vorläufigen Berechnungen lagen die durchschnittlichen Emissionen der in der EU sowie in Norwegen und Island verkauften Fahrzeuge bei 90 g CO₂/km. Der für BMW gültige Grenzwert lag bei 92,9 g.
Bemerkenswert ist vor allem das „Wie“: BMW nutzte weder Pooling-Vereinbarungen mit anderen Herstellern noch die 2025 eingeführten Flexibilisierungsoptionen (Mehrjahres-Durchschnitt). Das nimmt dem Thema potenziell Sprengkraft – denn wer Ziele nur über Rechenwege erreicht, liefert dem Markt schnell Angriffsfläche.
Wichtigster Treiber bleibt die Elektrifizierung: Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge stieg in der relevanten Region auf 41,1% (Vorjahr: 35,9%). Mehr als die Hälfte dieser elektrifizierten Verkäufe entfiel auf vollelektrische Modelle.
Die wichtigsten Fakten in Kürze:
– CO₂-Flottenemission 2025 (EU/NO/IS): 90,0 g/km
– Grenzwert für BMW: 92,9 g/km (Unterschreitung: 2,9 g/km)
– Rückgang zum Vorjahr: -9,5 g/km
– Elektrifizierter Anteil: 41,1% (Vorjahr: 35,9%)
– Elektrifizierte Auslieferungen in der EU: >316.000, davon >202.000 rein elektrisch
„Neue Klasse“ startet: Erste iX3 an Kunden übergeben
Parallel zur CO₂-Meldung zieht BMW die Aufmerksamkeit auf die Produktseite: Am 27. Januar wurden in der BMW Welt München die ersten iX3-Modelle an Kunden übergeben. Das Elektro-SUV ist das erste Serienfahrzeug der neuen Plattform („Neue Klasse“) und soll unter anderem mit 800-Volt-Architektur, bis zu 805 Kilometern Reichweite und 400 kW Peak-Ladeleistung punkten.
Die europaweite Markteinführung ist für den 7. März 2026 angesetzt. Weil die Nachfrage laut Unternehmen hoch ist, beschleunigt BMW den Produktionshochlauf im Werk Debrecen (Ungarn) und startet früher als geplant mit einer zweiten Schicht.
Aktie: Leichter Druck im Monatsbild
An der Börse wirkt das Bild kurzfristig eher verhalten. Heute notiert die BMW-Aktie bei 87,38 Euro (−0,23%). Auf 30-Tage-Sicht steht ein Minus von 6,35%, seit Jahresanfang −8,67%. Technisch fällt zudem auf: Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt (91,73 Euro), während der RSI (36,7) auf ein bereits deutlich abgekühltes Momentum hindeutet.
Der nächste konkrete Datenpunkt folgt bald: Die Q4-2025-Bilanzvorlage wird für den 12. März 2026 erwartet – nur wenige Tage nach dem geplanten Europa-Launch des iX3 am 7. März.
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