Amazon Aktie: Teure KI-Infrastruktur
Amazon finanziert historische 200-Milliarden-Ausgaben für KI-Rechenzentren mit Rekordanleihe. Die AWS-Sparte soll Umsätze verdoppeln, während der Einzelhandel mit neuen Verkaufsaktionen expandiert.

Kurz zusammengefasst
- AWS-Umsatzerwartung auf 600 Milliarden verdoppelt
- Rekordanleihe von 53 Milliarden US-Dollar platziert
- Kapitalausgaben von 200 Milliarden übertreffen Schätzungen
- Prime Day könnte auf Juni vorgezogen werden
Während Schnäppchenjäger auf den in zwei Tagen startenden Frühlingsschlussverkauf warten, blicken Investoren auf ganz andere Zahlen. Amazon plant gewaltige Investitionen in seine Rechenzentren, die den Markt im Februar auf dem falschen Fuß erwischten. Die ehrgeizigen Wachstumsziele für die Cloud-Sparte müssen nun beweisen, dass sie diese enormen Ausgaben rechtfertigen.
Rabattschlacht für alle
Am 25. März beginnt der „Big Spring Sale“, der im Gegensatz zum klassischen Prime Day auch für Kunden ohne Abonnement zugänglich ist. Dieser strategische Schritt zielt darauf ab, die Reichweite zu erhöhen und saisonale Lagerbestände weltweit abzubauen. Gleichzeitig kursieren Berichte von Bloomberg, wonach Amazon seinen regulären Prime Day in diesem Jahr erstmals von Juli auf Juni vorverlegen könnte. Ein solcher Schritt würde den Einzelhandelskalender stauchen und die entsprechenden Umsätze bereits im zweiten Quartal verbuchen.
Die 600-Milliarden-Dollar-Vision
Abseits des Einzelhandels dominiert die Cloud-Sparte AWS die Diskussionen. CEO Andy Jassy erklärte Mitte März auf einer internen Versammlung, dass der Boom rund um künstliche Intelligenz die langfristigen Umsatzerwartungen für AWS verdoppeln könnte. Statt der bisher angepeilten 300 Milliarden US-Dollar pro Jahr hält Jassy nun eine Größenordnung von 600 Milliarden für möglich. Die Bedeutung der Sparte ist immens: Im Geschäftsjahr 2025 steuerte AWS rund 70 Prozent zum operativen Gewinn bei, obwohl der Bereich nur 17 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte.
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Rekordanleihe deckt Investitionsbedarf
Diesen optimistischen Aussichten stehen historisch hohe Kosten gegenüber. Die Ankündigung von Kapitalausgaben in Höhe von 200 Milliarden US-Dollar übertraf die Analystenschätzungen von 147 Milliarden deutlich und löste im Februar einen massiven Ausverkauf aus. Aktuell notiert das Papier bei 181,36 Euro und hat sich damit nach einem schwachen Jahresstart, der ein Minus von 6,19 Prozent seit Januar einbrachte, wieder etwas stabilisiert.
Um das gigantische Ausgabenprogramm zu finanzieren, platzierte Amazon am 10. März Anleihen im Wert von 53 Milliarden US-Dollar. Die Emission war stark überzeichnet und markiert den größten Anleihenverkauf in der Geschichte der großen Technologiekonzerne.
Die Wall Street bleibt trotz der hohen Kostenbelastung mehrheitlich optimistisch. Von 57 Analysten raten 49 zum starken Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 285 US-Dollar. Konkrete Antworten zur Auslastung der neuen Rechenzentren und dem genauen Tempo der Investitionen liefert der nächste Quartalsbericht, der für den 23. April 2026 angesetzt ist.
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