Washington setzt beim Thema Rohstoffsicherheit nach. Mit „Project Vault“ will die US-Regierung eine strategische Mineralienreserve aufbauen – und damit die Abhängigkeit von China bei Seltenen Erden und anderen kritischen Materialien senken. Für Produzenten außerhalb Chinas rückt damit die geopolitische Dimension der Lieferketten noch stärker in den Vordergrund.
Was heißt das konkret für Lynas als größten Produzenten getrennt gewonnener Seltener Erden außerhalb Chinas?
- „Project Vault“: USA kündigen eine strategische Reserve für kritische Mineralien an – Gesamtvolumen knapp 12 Mrd. US-Dollar
- Finanzierung: rund 10 Mrd. US-Dollar als Kredit der US Export-Import Bank plus ca. 1,67 Mrd. US-Dollar privates Kapital
- Ziel: stabilere Versorgung für Industrie und Verteidigung, von E-Mobilität bis zu fortschrittlichen Waffensystemen
„Project Vault“ und der China-Faktor
Die neue US-Initiative ist Teil eines breiteren westlichen Kurses: Lieferketten bei kritischen Rohstoffen sollen widerstandsfähiger werden. Hintergrund ist Chinas dominante Rolle als globaler Produzent im Seltene-Erden-Markt.
Der geplante Fonds soll dabei helfen, Materialströme verlässlicher zu machen – also weniger anfällig für politische Spannungen und Engpässe.
Lynas im Zentrum der Diversifizierung
Lynas gilt in diesem Umfeld als Schlüsseladresse. Als größter Produzent von getrennt gewonnenen Seltenen Erden außerhalb Chinas ist das Unternehmen ein Baustein jener alternativen Lieferkette, die westliche Volkswirtschaften stärken wollen.
Zusätzlichen Rückenwind könnte es auch aus Australien geben: Dort wurde bereits Ende Januar ein ähnliches Ziel formuliert, ebenfalls eine strategische Reserve für kritische Mineralien aufzubauen. Solche politischen Leitplanken können das Marktumfeld stützen und unterstreichen den strategischen Wert von Lynas’ Anlagen.
Jüngste Unternehmenssignale
Die politische Dynamik trifft bei Lynas auf mehrere interne Entwicklungen. Im Januar kündigte das Unternehmen einen Führungswechsel an: CEO Amanda Lacaze will nach 12 Jahren an der Spitze zum Ende des laufenden Geschäftsjahres in den Ruhestand gehen (Ankündigung vom 13. Januar).
Operativ meldete Lynas später im Monat für das zweite Quartal bis 31. Dezember einen deutlichen Umsatzsprung: Der Bruttoumsatz stieg um 43% gegenüber dem Vorjahr. Als Treiber nannte das Unternehmen höhere Preise, die geringere Produktionsmengen ausglichen.
Im Zusammenspiel aus neuer US-Reserve, ähnlichen Plänen in Australien und den jüngsten Unternehmenszahlen rückt Lynas damit weiter in den Fokus einer sich neu ordnenden, nicht-chinesischen Seltene-Erden-Lieferkette.
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