Oracle startet holprig in das neue Jahr. Während die teure KI-Strategie hohe Investitionen fordert, hakt es beim Personalaufbau am neuen Hauptsitz massiv. Für zusätzliche Unruhe sorgt nun ein hochrangiger Manager, der sich von einem signifikanten Aktienpaket getrennt hat.
Insider-Verkauf sorgt für Skepsis
Der erste Belastungsfaktor ist eine umfangreiche Insider-Transaktion, die am Freitag bekannt wurde. Douglas A. Kehring, Executive Vice President und Finanzvorstand, veräußerte am 15. Januar 35.000 Aktien im Wert von rund 6,82 Millionen US-Dollar. Zwar erfolgte der Verkauf im Rahmen eines bereits im Oktober 2025 festgelegten Handelsplans, doch solche Abverkäufe in einer Phase der Kurskonsolidierung werden von Anlegern oft kritisch beäugt. Kehrings direkter Anteil schmilzt damit auf gut 33.600 Aktien.
Auch auf institutioneller Seite gibt es Signale der Vorsicht. So hat Arlington Partners jüngst seine Beteiligung an Oracle um fast 38 Prozent reduziert. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 191,09 USD, was einem Kursrückgang von 2,36 Prozent seit Jahresbeginn entspricht.
Personalprobleme am neuen Hauptsitz
Parallel dazu mehren sich Berichte über operative Hürden am geplanten neuen Hauptsitz in Nashville. Demnach stößt der Konzern auf Widerstand bei der Rekrutierung neuer Talente. Hauptgründe sind die strikte Anwesenheitspflicht im Büro, die im Kontrast zu den flexiblen Modellen der Tech-Branche steht, sowie Vergütungspakete, die Bewerber als nicht konkurrenzfähig empfinden.
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Analysten warnen, dass der reine Fokus auf lokale Talente ohne angepasste Anreize nicht ausreichen könnte. Dies könnte die volle operative Einsatzfähigkeit des neuen Standorts verzögern und stellt ein Risiko für die Umsetzung der Unternehmensstrategie dar.
Hohe Ausgaben im Fokus
Diese hausgemachten Probleme treffen auf eine generell skeptischere Marktstimmung bezüglich der Kapitalallokation. Fonds wie der Munro Global Growth Fund äußerten zuletzt Bedenken hinsichtlich der aggressiven Ausgabenpläne. Oracle investiert massiv in die Cloud-Infrastruktur, um die Partnerschaft mit OpenAI zu stützen – eine Strategie, die enorme Vorabinvestitionen erfordert. Anleger wägen derzeit die sofortigen Kosten dieses Infrastrukturaufbaus gegen die erst in Zukunft erwarteten Einnahmen aus KI-Verträgen ab.
Der Fokus verlagert sich nun auf den März, wenn Oracle die Ergebnisse für das dritte Fiskalquartal vorlegt. Das Management steht unter Zugzwang, den Beweis zu erbringen, dass die hohen Infrastrukturkosten und die Strategie für den neuen Hauptsitz trotz der aktuellen Anlaufschwierigkeiten in beschleunigtes Cloud-Wachstum münden.
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