ASML ist der unangefochtene Monopolist für EUV-Lithografie – die Maschinen, die modernste Chips erst möglich machen. Doch dem niederländischen Tech-Giganten reicht das nicht mehr. Um vom massiven KI-Boom noch stärker zu profitieren, bricht das Unternehmen nun in ein völlig neues Marktsegment auf und erweitert sein Geschäftsmodell über die reine Belichtungstechnik hinaus.
Vom Flachbau zum Wolkenkratzer
Jahrelang waren Mikrochips im Wesentlichen flach wie ein eingeschossiges Haus. Doch die Anforderungen durch Künstliche Intelligenz ändern die Architektur grundlegend: Chips werden zunehmend wie Wolkenkratzer gebaut, bei denen mehrere Ebenen übereinandergestapelt und extrem präzise verbunden werden müssen. Genau hier setzt die neue Strategie an.
ASML entwickelt nun gezielt Maschinen für das sogenannte „Advanced Packaging“. Dabei geht es darum, verschiedene spezialisierte Chips – etwa Speicher und Recheneinheiten – hochpräzise miteinander zu verbinden. Dies ist der entscheidende Flaschenhals für die nächste Generation von KI-Hardware. Mit dem Scanner TWINSCAN XT:260 lieferte der Konzern Ende 2025 bereits das erste System für diese 3D-Integration aus.
Langfristige Wette statt kurzes Strohfeuer
Treibende Kraft hinter dieser Neuausrichtung ist der neue Technik-Chef Marco Pieters, der das Amt im Oktober 2025 übernahm. Seine Vision ist nicht auf das nächste Quartal, sondern auf die nächsten 10 bis 15 Jahre ausgelegt. Die neuen Systeme sollen die bestehende EUV-Dominanz nicht ersetzen, sondern ergänzen.
Dieser Schritt dient auch der Risikostreuung. Sollte der Markt für klassische EUV-Lithografie irgendwann gesättigt sein, eröffnet das Packaging-Geschäft einen neuen Markt mit einem geschätzten Volumen von 40 bis 50 Milliarden Dollar jährlich.
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Finanzielle Muskelspiele und China-Sorgen
Der Vorstoß wird aus einer Position der finanziellen Stärke finanziert. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 brachte mit 32,7 Milliarden Euro Umsatz und einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro neue Rekorde. Anleger profitieren direkt: Die Dividende steigt um 17 Prozent auf 7,50 Euro, zudem startet ein massives Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028.
Diese Polster werden dringend benötigt, denn geopolitisch bläst ASML der Wind ins Gesicht. Für 2026 erwartet das Management einen deutlichen Rückgang der Verkäufe in China, da Peking den Druck auf heimische Chiphersteller erhöht, lokale Ausrüstung zu nutzen. Die technologische Diversifizierung ist somit auch eine notwendige Antwort auf wegbrechende Marktanteile in Fernost.
Mit einem Rekord-Auftragsbestand von knapp 39 Milliarden Euro sind die Kapazitäten für EUV-Systeme bis ins Jahr 2027 bereits vollständig ausgebucht. Für den langfristigen Erfolg ist nun entscheidend, wie schnell ASML die neuen Packaging-Systeme bei den großen Chipfertigern qualifizieren kann, um die technologische Expansion auch in messbare Umsätze zu verwandeln.
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