Santander passt zum ersten Quartal 2026 seine Finanzberichterstattung an, um Transparenz und Vergleichbarkeit für Investoren zu erhöhen. Dieser Schritt erfolgt nach einem Jahr mit Rekordgewinnen und einer weitreichenden strategischen Weichenstellung im US-Markt. Können die neuen Strukturen und die Expansionspläne die Skepsis der Anleger nach dem jüngsten Kursrückgang ausräumen?
Rekordgewinne und US-Expansion
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 erzielte das Institut den vierten Rekordgewinn in Folge. Der Jahresüberschuss stieg um 12 % auf 14,1 Milliarden Euro, während die Kundenbasis auf 180 Millionen Nutzer anwuchs. Die Eigenkapitalrendite (ROTE) verbesserte sich dabei auf 16,3 %.
Anfang des Monats gab die Bank zudem die Übernahme der Webster Financial Corporation für 12,2 Milliarden US-Dollar bekannt. Mit diesem Zukauf strebt Santander den Aufstieg unter die zehn größten Retail- und Geschäftsbanken in den USA an. Der Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. Das Management rechnet mit Synergieeffekten vor Steuern in Höhe von rund 800 Millionen US-Dollar, was etwa 19 % der kombinierten Kostenbasis entspricht.
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Kapitalmanagement und Ausblick
Trotz der starken operativen Zahlen reagierte der Aktienmarkt Anfang Februar zunächst mit einem vorbörslichen Kursminus von rund 7,4 %. Parallel dazu startete das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm über 5,03 Milliarden Euro. Davon stammen 3,2 Milliarden Euro aus dem Verkauf der Santander Bank Polska, weitere 1,8 Milliarden Euro entfallen auf das Ergebnis des zweiten Halbjahres 2025.
Wichtige Fakten im Überblick:
* Rekordgewinn 2025: 14,1 Milliarden Euro (+12 % im Jahresvergleich).
* Webster-Übernahme: Kaufpreis von 12,2 Milliarden US-Dollar, Abschluss im 2. Halbjahr 2026 geplant.
* Aktienrückkauf: Programm über insgesamt 5,03 Milliarden Euro gestartet.
* Kapitalrendite: Ziel eines ROTE von über 20 % bis zum Jahr 2028.
* Ausschüttung: Verpflichtung zur Rückgabe von mindestens 10 Milliarden Euro an Aktionäre.
Bis 2028 visiert das Management eine Eigenkapitalrendite von über 20 % an. Für das laufende Jahr 2026 wird ohne Berücksichtigung von Übernahmen ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich prognostiziert. Inklusive M&A-Aktivitäten erwartet das Institut ein zweistelliges Wachstum. Der bevorstehende Investor Day sowie die Veröffentlichung der ersten Quartalszahlen im neuen Berichtsformat markieren die nächsten Termine, an denen das Management die Fortschritte bei der US-Integration und die Erreichung der Renditeziele belegen muss.
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