Unitedhealth scheffelt Milliarden, doch an der Börse herrscht Panik. Während der Umsatz neue Rekorde bricht, explodieren im Hintergrund die Kosten und fressen die Gewinne regelrecht auf. Anleger fragen sich entsetzt: Ist das Geschäftsmodell des Versicherungsgiganten noch intakt oder droht nach dem katastrophalen Börsenjahr der freie Fall?
Kostenexplosion schockt Anleger
Der wichtigste Grund für die massive Talfahrt der Aktie ist eine Kennzahl, die Investoren derzeit das Fürchten lehrt: die Medical Care Ratio (MCR). Im dritten Quartal 2025 schoss dieser Wert auf alarmierende 89,9 Prozent – ein drastischer Anstieg im Vergleich zu den 85,2 Prozent des Vorjahres.
Das bedeutet im Klartext: Ein immer größerer Teil der Prämieneinnahmen fließt direkt wieder für medizinische Behandlungen ab. Hartnäckige Inflation im Gesundheitswesen und eine deutlich höhere Inanspruchnahme von Leistungen lassen die Margen der Versicherungssparte dahinschmelzen. Unitedhealth verdient zwar Geld, behält aber immer weniger davon als Gewinn ein – eine Entwicklung, die den Aktienkurs massiv belastet.
Umsatzriese mit Profit-Problem
Paradoxerweise demonstriert der Konzern weiterhin seine gewaltige Marktmacht. Die reinen Wachstumszahlen lesen sich auf den ersten Blick beeindruckend:
- Umsatz: Sprung auf 113,16 Milliarden US-Dollar (+12,2 % im Jahresvergleich).
- Gewinn pro Aktie: Mit 2,92 US-Dollar sogar leicht über den Erwartungen.
- Wachstumsmotor: Die Dienstleistungssparte Optum legte beim Umsatz um über 8 Prozent zu.
Doch die Börse straft das Papier gnadenlos ab. Der Markt realisiert, dass dieses Wachstum extrem teuer erkauft wird. Die Sorge ist groß, dass sich die hohen Kostenstrukturen bis weit ins Jahr 2026 festsetzen könnten. Das bloße Übertreffen von Gewinnschätzungen reicht nicht mehr aus, um die strukturellen Ängste vor sinkender Rentabilität zu beruhigen.
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Unruhe in der Führungsetage
Als wäre die finanzielle Schieflage nicht genug, kämpft der Konzern auch an regulatorischen Fronten. Laufende Untersuchungen des Justizministeriums (DOJ) zu Abrechnungspraktiken hängen wie ein Damoklesschwert über der Bewertung.
Um in diesen stürmischen Zeiten – nach einem ohnehin chaotischen Jahr mit tragischen Führungswechseln – wieder Stabilität zu signalisieren, holte das Unternehmen im November Dr. Scott Gottlieb, den ehemaligen FDA-Kommissar, in den Vorstand. Ein strategischer Schachzug, um die Risikokontrolle zu stärken, doch die Unsicherheit bleibt greifbar.
Der Chart spricht indes eine brutale Sprache: Mit einem Verlust von über 42 Prozent seit Jahresanfang kämpft die Aktie bei aktuell rund 284 Euro verzweifelt um Bodenbildung. Solange Unitedhealth nicht beweist, dass die Kostenlawine gestoppt werden kann, dürfte jede Erholung auf massiven Widerstand treffen.
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