Valneva startet das Börsenjahr 2026 mit einer signifikanten Anpassung seiner Geschäftsstrategie. Das französische Biotech-Unternehmen hat die Zusammenarbeit mit dem Serum Institute of India (SII) beendet und holt sich die weltweiten Rechte am Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ zurück. Nach einem von regulatorischen Rückschlägen geprägten Vorjahr übernimmt Valneva nun wieder das volle Steuer – doch reicht dieser Schritt für das erhoffte Comeback?
Volle Kontrolle über die Lieferkette
Die zum 31. Dezember 2025 vollzogene Trennung vom indischen Partner erfolgt einvernehmlich. Valneva kontrolliert damit ab sofort wieder die gesamte Lieferkette und Vermarktung des Vakzins, insbesondere in den für die Krankheit anfälligen Niedrig- und Mitteleinkommensländern.
Dieser Schritt ist eng mit einer Finanzierungsvereinbarung der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) verknüpft. Durch die direkte Steuerung kann Valneva die vertraglichen Verpflichtungen zur Verbesserung der Impfstoffverfügbarkeit in endemischen Regionen eigenständig umsetzen, ohne auf Abstimmungsprozesse mit einem Lizenzpartner angewiesen zu sein.
Belastungsfaktor US-Markt
Die strategische Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund eines schwierigen Jahres 2025. Während die europäische Zulassung für IXCHIQ Bestand hat, sorgte die US-Gesundheitsbehörde FDA im August für einen schweren Dämpfer. Aufgrund von Sicherheitsbedenken wurde die US-Zulassung suspendiert, nachdem Berichte über schwerwiegende Nebenwirkungen aufgetreten waren.
Finanziell hat sich das Unternehmen im Herbst durch eine Refinanzierung über bis zu 500 Millionen US-Dollar mit Pharmakon Advisors Luft verschafft. Diese Mittel sichern die Liquidität bis ins nächste Jahrzehnt, können jedoch nicht über die operative Schwäche hinwegtäuschen: In den ersten neun Monaten 2025 verbuchte Valneva einen Nettoverlust von 65,2 Millionen Euro.
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Der wahre Hoffnungsträger: Lyme-Borreliose
Während die Neuordnung beim Chikungunya-Impfstoff operative Risiken minimieren soll, blicken Investoren primär auf das zweite Standbein: den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15.
Hier verläuft die Zusammenarbeit mit dem Pharmariesen Pfizer nach Plan. Die entscheidende Phase-3-Studie „VALOR“ ist vollständig rekrutiert und geimpft. Positive Phase-2-Daten aus dem November 2025, die eine robuste Immunantwort zeigten, stützen den Optimismus der Marktteilnehmer.
Das entscheidende Ereignis für die weitere Kursentwicklung steht unmittelbar bevor: Valneva und Pfizer erwarten die Ergebnisse der Phase-3-Studie im laufenden ersten Halbjahr 2026. Bei positiven Daten ist die Einreichung der Zulassungsanträge in den USA und Europa noch für dieses Jahr geplant, was einen Marktstart in der zweiten Jahreshälfte 2027 ermöglichen würde.
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