Ein blutiger Kartellkrieg im weltweit wichtigsten Förderland und geopolitische Spannungen formen eine explosive Mischung für das Edelmetall. Nach einer massiven Rallye von 24 Prozent binnen sechs Tagen legt der Silberpreis aktuell eine Atempause ein, doch die fundamentale Versorgungslage spitzt sich dramatisch zu.
Angebotsschock durch Kartellgewalt
Auslöser der jüngsten Unruhen ist der Tod des mächtigen Kartellführers Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes, der am Sonntag durch mexikanische Streitkräfte getötet wurde. Die Reaktion des Jalisco New Generation Kartells (CJNG) folgte prompt: In rund 20 Bundesstaaten kam es zu Brandanschlägen und Straßenblockaden. Die Bilanz der Kämpfe liegt bei mindestens 62 Toten.
Für den Silbermarkt ist die Lage kritisch, da sich die Machtbereiche des Kartells mit den produktivsten Silbergürteln Mexikos decken. Betroffen sind Minen in Jalisco, Zacatecas und Durango, die für knapp 10 Prozent der globalen Produktion verantwortlich sind. Die Sicherheitslage war bereits zuvor fragil, wie Entführungen von Minenarbeitern im Januar zeigten. Nun drohen direkte Produktionsausfälle in einer Phase, in der der Markt ohnehin unterversorgt ist.
Zölle und Atomgespräche schüren Unsicherheit
Neben der physischen Verknappung treibt die politische Unsicherheit Anleger in sichere Häfen. Nach einem Urteil des US Supreme Court gegen frühere Zollpläne reagierte das Weiße Haus am Dienstag mit einem temporären globalen Zoll von 10 Prozent. Diese unberechenbare Handelspolitik erschwert institutionellen Händlern die Risikokalkulation massiv.
Zusätzlich richten sich die Blicke nach Genf, wo heute die dritte Runde der US-Iran-Atomgespräche beginnt. Vor dem Hintergrund des größten US-Militäraufmarschs im Nahen Osten seit 2003 dient Silber vielen Marktteilnehmern als Absicherung gegen eine mögliche militärische Eskalation.
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Defizit auf historischem Niveau
Die aktuellen Angebotsschocks treffen auf einen Markt, der substanzielle strukturelle Probleme aufweist. Das Silver Institute prognostiziert für 2026 das sechste Defizitjahr in Folge mit einem Fehlbetrag von 67 Millionen Unzen. Die Lagerbestände an der COMEX sind auf rund 88 Millionen Unzen gefallen – ein Tiefstand, der einen Rückgang von 75 Prozent gegenüber 2020 markiert.
Erschwerend kommen neue chinesische Exportkontrollen hinzu, die dem westlichen Markt seit Jahresbeginn wichtiges physisches Material entziehen. Zwar weicht die Solarindustrie aufgrund der hohen Preise teilweise auf Kupfer aus, doch die starke Nachfrage aus dem KI- und Verteidigungssektor sowie ein Sprung bei der Investmentnachfrage um 20 Prozent kompensieren diesen Effekt.
J.P. Morgan Research rechnet für das laufende Jahr mit einem Durchschnittspreis von 81 US-Dollar, warnt jedoch vor anhaltender Volatilität. Entscheidend für die kurzfristige Preisentwicklung bleibt, ob sich die Sicherheitslage in den mexikanischen Minenregionen stabilisieren lässt oder ob weitere Produktionsausfälle das bereits historische Angebotsdefizit verschärfen.
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