Deutsche Boerse Aktie: Rente neu denken

Deutsche-Börse-Vorstand Stephan Leithner kritisiert das aktuelle Rentenniveau als zu niedrig und fordert eine stärkere Verzahnung von gesetzlicher, betrieblicher und privater Vorsorge.

Dr. Robert Sasse ·
Deutsche Boerse Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Forderung nach Rentenniveau von bis zu 65 Prozent
  • Massiver Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge nötig
  • Vorschlag für Einmalzahlung ab Geburt für Frühstart-Rente
  • Regierung plant Reform der drei Vorsorgesäulen

Der Chef der Deutschen Börse schlägt Alarm — und das mit deutlichen Worten. Ein Rentenniveau von 48 Prozent sei angesichts der realen Lebenshaltungskosten schlicht nicht vertretbar, so Stephan Leithner. Sein Fazit: Das System braucht eine grundlegende Neuausrichtung, und zwar schnell.

48 Prozent: Zu wenig für ein würdiges Alter

Allein 2026 fließen mehr als 120 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in die gesetzliche Rentenversicherung — Tendenz steigend. Für Leithner ist das keine tragfähige Grundlage. Er hält ein Gesamtrentenniveau von bis zu 65 Prozent für notwendig, das aber nur durch ein Zusammenspiel aller drei Säulen erreichbar sei: gesetzliche Rente, betriebliche und private Vorsorge.

Besonders bei der betrieblichen Altersversorgung sieht er massiven Nachholbedarf. Aktuell ist rund die Hälfte der Beschäftigten in entsprechenden Systemen erfasst. In den Niederlanden oder der Schweiz sind es über 90 Prozent — ein Niveau, das Leithner auch für Deutschland fordert.

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Früh anfangen, lang profitieren

Bei der geplanten Frühstart-Rente plädiert Leithner für einen Einmalbetrag von 4.000 Euro direkt ab Geburt, um den Zinseszinseffekt maximal zu nutzen. Derzeit sieht das Konzept erst ab dem sechsten Lebensjahr monatliche Staatszahlungen von zehn Euro vor. Außerdem sollten Großeltern steuerfreie Zuzahlungen in Kinderdepots leisten dürfen — ähnlich wie in den USA, wo Beträge bis zu 5.000 Euro möglich sind.

Dass die Bereitschaft wächst, zeigen die ETF-Zahlen: In Europa stieg die Zahl der Indexfonds-Anleger von 19 Millionen im Jahr 2022 auf inzwischen 33 Millionen — mehr als 14 Millionen davon allein in Deutschland. Gerade jüngere Generationen scheinen zu begreifen, dass staatliche Vorsorge als alleinige Grundlage nicht ausreicht.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat angekündigt, noch in diesem Jahr eine Neugewichtung der drei Säulen auf den Weg zu bringen. Bis zur Jahresmitte soll die Rentenkommission konkrete Reformvorschläge vorlegen. Der Zeitdruck ist real — und Leithner macht keinen Hehl daraus, dass das Fenster für einen großen Wurf jetzt offen steht.

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Deutsche Boerse Aktie

245,40 EUR

+ 6,50 EUR +2,72 %
KGV 21,98
Sektor Finanzdienstleistungen
Div.-Rendite 1,77 %
Marktkapitalisierung 43,78 Mrd. EUR
ISIN: DE0005810055 WKN: 581005

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