Warum empfiehlt die Bank of America den Aktienkauf?



15:36 18.09.19

Nach Kapitalabflüssen in Höhe von mehr als 200 Milliarden US-Dollar sah sich die Bank of America genötigt, erstmals seit dem 3. Januar 2019 ihre Position zu revidieren. Rund acht Monate später sprach die BofA-Tochter Merrill Lynch mit ihrem Bull & Bear Indikator ein Kaufsignal aus. Da es sich basierend auf vergangenen Vorhersagen um einen vergleichsweise zuverlässigen Indikator handelt, sollte ihm die nötige Aufmerksamkeit gezollt werden.

Aktien- und Rohstoffkurse positiv bewertet


Quelle: Pexels

Die Empfehlung kann angesichts der positiven Entwicklung nicht mehr wirklich überraschen, hatten diverse andere Indikatoren bereits zuvor eine ähnliche Einschätzung getroffen. Das konträre Kaufsignal gilt vor allem für Aktien- und Rohstoffkurse. Impulse erhält die Prognose vor allem durch zwei Eigenschaften: die aktuelle Positionierung der Anleger sowie die zurückhaltende Finanzpolitik. Anstatt eine Rezession auszulösen, sorgte der Handelskrieg bislang lediglich für sinkende Zinsen. Michael Hartnett, ein Stratege bei Bank of America Merrill Lynch, betonte in einem Interview, dass der Bull & Bear Indikator vor allem dadurch sank, da Schulden- und Kapitalabflüssen in Schwellenländern stattfanden. Hinzu kamen Maßnahmen gegen Unternehmensanleihen und überverkaufte MSCI-Aktienländerindizes.

Statt viel in Aktien zu investieren, war hier 2019 bislang ein starker Rückgang zu spüren. Vielmehr lenkten die Investoren ihre Aufmerksamkeit auf Gold und Anleihen aller Arten, wie die Aufzeichnungen verschiedener Datenanbieter zeigen. Insgesamt zogen die Anleger 204 Milliarden Dollar aus Aktien ab. Ändern soll sich dies vor allem im letzten Quartal des Jahres 2019. Wer jetzt der positiven Empfehlung von Merrill Lynch folgen möchte, kann Aktien kaufen und dabei verschiedene Branchen ansteuern. Frankfurt, Technologie, Konsumgüter, Dienstleistungen, Finanzen, Gesundheit und Grundstoffe weisen allesamt große Kategorien auf. Führende Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Eventim oder die Bayer AG ziehen die größte Aufmerksamkeit auf sich.



Andere folgen der Einschätzung der Bank of America


Quelle: "A Bank of America Banking Center at Porter Ranch Town Center [...]" von Coolcaesar (CC BY-SA 3.0)

Die Bank of America stand am Ende mit ihrer Empfehlung nicht mehr allein da. Stattdessen folgte mit JPMorgan Chase & Co. die größte US-amerikanische Bank und das drittgrößte an einer Börse notierte Unternehmen der Welt. Der angekündigte Aufwärtstrend auf dem Aktienmarkt soll laut JPMorgan bereits im September beginnen. UBS Global Wealth Management widerspricht den beiden führenden Unternehmen derweil und möchte weiterhin das Risiko von Handelskriegen und politischer Unsicherheit in Betracht ziehen. Somit ist klar, dass die folgenden Wochen darüber entscheiden werden, wohin der Weg führt. Die Experten erwarten dabei zweierlei: das Absinken der Zinsen vonseiten der US-Notenbank sowie die Senkung der Kreditkosten und die quantitative Lockerung durch die Europäischen Zentralbank.

Grundsätzlich kann es sich lohnen, der Einschätzung von Merrill Lynch zu folgen. Der Bull & Bear Indikator wurde seit dem Jahr 2000 insgesamt 16 Mal bemüht, um Kaufsignale zu senden. Dabei erreicht er eine Trefferquote von 10 von 16. Die durchschnittliche Dreimonatsrendite für globale Aktien betrug dabei 6,3 %. Allerdings ist die Empfehlung nicht als unbegrenzter Trend zu verstehen, da die Signale nur für Zeiträume zwischen einem und drei Monaten gelten. Vielmehr erwarten die Finanzexperten für 2020 zunehmende Rezessionsrisiken, sodass ein Tief bei Kreditspreads abzusehen ist. Dazu kommt ein neuer Höchststand bei Aktienmultiplikatoren. Derzeit jedoch sollte es durchaus lohnend sein, ein Investment vorzunehmen.

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