Galan Lithium Limited: Ausgezeichnete PEA-Studie für das Projekt „Candelas“



16:23 30.11.21

Eine schöne vorweihnachtliche Überraschung für Galan Lithium (ASX: GLN; WKN: A2N4CD; ISIN: AU0000021461) und seine Aktionäre: Wie der Explorer aus Perth am Dienstag mitteilte, sind die Ergebnisse der nun vorliegenden wirtschaftlichen Vorprüfung (preliminary economic asessment, kurz PEA) für das argentinische Lithium-Sole-Projekt „Candelas“ ganz ausgezeichnet ausgefallen. Die robusten Zahlen lesen sich beeindruckend: „Candelas“ hat den Berechnungen der Studie zufolge einen vorsteuerlichen Nettogegenwartswert von 1.225 Millionen USD und einen internen Zinsfuß von 27,9 Prozent.  Über mindestens ein Vierteljahrhundert könnten jährlich 14.000 Tonnen Lithiumcarbonat aus „Candelas“ gewonnen werden. Attraktive Aussichten also  für die Positionierung des Unternehmens in einem Rohstoffmarkt, der bereits kurzfristig einen rapide steigenden Bedarf an dem nach derzeitigem Stand der Batterietechnik unverzichtbaren Element anmelden wird.

Kapazitäten, Kosten, Erlöse: Die wichtigsten Zahlen der Studie

Durchgeführt wurde die PEA für das Projekt in der argentinischen Region Catamarca vom chilenischen Ingenieurbüro „Ad Infinitum“. Sie erfüllt die Anforderungen des kanadischen „National Instrument 43-10“ und ist gleichwertig mit einer „JORC-Scoping-Studie“ (JORC ist der austral-asiatische Code für die Berichterstattung über Explorationsergebnisse, Mineralressourcen und Erzreserven).

Im Detail bescheinigt die Studie dem Unternehmen für „Candelas“ einen ungehebelten Kapitalwert (NPV, net present value) vor Steuern von 1.225 Millionen USD (bei 8 Prozent Diskontsatz) und einen internen Zinsfuß (internal rate of return, IRR) von 27,9 Prozent; dies bei einer Amortisationszeit von vier Jahren.

„Candelas“ sollte sich als langlebig erweisen und mindestens 25 Jahre lang jährlich 14 Kilotonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalität liefern (inklusive einiger Produkte in technischer Qualität innerhalb der ersten drei Jahre). Die Bar-Produktionskosten pro Tonne lägen bei 4.227 USD – das ist ein wettbewerbsfähiger Preis, mit dem sich Galan bei „Candelas“ als besonders kostengünstiger Entwickler in der Lithium-Industrie positionieren will. Die Anfangskapitalkosten (initial capital cost) lägen bei etwa 408 Millionen USD, wovon 302 Millionen auf direkte Kosten entfallen würden.

„Candelas“ ist das zweite Galan-Projekt, zu dem eine PEA vorliegt. Kombiniert mit dem Flaggschiffprojekt „Hombre Muerto West“ (dessen Minenlebensdauer auf 40 Jahre bei einer Jahresproduktion von 20.000 Tonnen veranschlagt wird) hätte Galan ein Produktionspotenzial von jährlich 34 Kilotonnen Lithiumcarbonat.

Als Grundlage für die wirtschaftliche Bewertung wurde eine langfristige durchschnittliche Lithium-Preisprognose von 18.594 USD pro Tonne verwendet, wobei die voraussichtliche Preisentwicklung für den Zeitraum 2025 bis 2040 angesetzt wurde.

Über die gesamte Lebensdauer der Mine betrachtet, läge das vorsteuerliche jährliche EBITDA (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization, das ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen sowie immaterielle Vermögensgegenstände) bei 188 Millionen USD.

Die Macher der Studie

 Die pünktlich und im Budgetrahmen angefertigte PEA-Studie wurde in Bezug auf die technischen Beiträge (inklusive Gewinnungsmethode, Projektlayout, Infrastruktur und den Schätzungen der Kaptal- und Betriebskosten und der wirtschaftlichen Gesamtbewertung) von Ad Infinitum aus Antofagasta (Chile) und dem Projektmanager von Galan Lithium geleitet. Andere thematische Abschnitte der Studie oblagen den Beratern und Mitarbeitern von Galan Lithium Limited in Argentinien, Chile und Australien.

Weitere Optimierung geplant

Die Ergebnisse der PEA-Studie bieten nun eine Grundlage für weitere Verbesserungen und Verfeinerungen des bereits offensichtlichen Potenzials von „Candelas“. Juan Pablo Vargas de la Vega, Geschäftsführer von Galan Lithium, zeigte sich erfreut über die starken, wettbewerbsfähigen Ergebnisse, die die PEA dem Projekt bescheinigt. Er betonte zugleich die gesunde Wirtschaftlichkeit und das positive Potenzial der Galan-Unternehmungen, ungeachtet des Umstands, dass man für die Studie von einer eher konservativen Preisentwicklungsannahme ausgehe.

Tatsächlich ist angesichts dessen, dass zurzeit nur wenige neue Lithium-Projekte den Markt verstärken zu erwarten, dass die Preise für den begehrten Batterierohstoff künftig noch weiter anziehen könnten, was die realen Gewinne deutlich steigern könnte.

Galan, so Vargas de la Vega weiter, verfüge mit „Candelas“ und „Hombre Muerto West“ über zwei potenzielle Produktionsfronten mit einer summierten Produktionsrate von 34 Kilotonnen Lithiumcarbonat pro Jahr. Dieser Werte könnte sich weiter erhöhen, sobald die laufenden Explorationsbohrungen im Hauptprojekt „Hombre Muerto West“ abgeschlossen sind.

Für den Einstiegszeitpunkt von Galan in den Lithium-Markt  werden Tonnenpreise von mehr als 25.000 USD für Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) erwartet, erklärte Vargas de la Vega weiter. Auch den Investoren bietet dies somit hervorragende Aussichten auf weitere Wertsteigerung.



Mit dem Lithium-in-Hartgestein-Projekt „Greenbushes South“ ist Galan ferner in Australien an einem dritten Projekt beteiligt, das sich indes erst in einem sehr frühen Explorationsstadium befindet.

Extraklasse-Projekte für den Lithium-Markt

Das Lithium, das bei beiden argentinischen Projekten gewonnen würde, zeichnet sich durch hohe Gehalte und niedrige Verunreinigungen aus. Hinzu kommt, dass die Förderung auf umweltfreundliche Weise bewältigt werden kann und mit nur sehr geringen CO2-Emissionen einherginge. Galan Lithium würde somit, insgesamt gesehen, zu einem der kostengünstigsten (und umweltfreundlichsten) Produzenten im Lithium-Sektor gehören und so seinen Teil zur globalen Dekarbonisierung beitragen. Denn: Lithium ist unverzichtbarer Bestandteil für Energiespeicherzellen, wie sie in Bereichen wie Elektromobilität und auch der Speicherung regenerativer Energien benötigt wird. Galan hat sich das Ziel gesetzt, seine  Projekte so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen, um Lithium für den zukünftigen Bedarf der Batterieindustrie zuliefern zu können.

Lithium-Förderung auf eigene Faust

Für die weitere Entwicklung von „Candelas“ ist Galan Lithium aufgrund seiner soliden kommerziellen Basis so aufgestellt, dass keine Joint Ventures geschlossen werden müssen oder nichtgesetzliche Lizenzgebühren abgeführt werden müssten. Zum Einsatz kommen bewährte und saubere Low-Tech- und Niedrigenergieverfahren.

Geschäftsführer Vargas de la Vega äußerte, man wolle auch weiterhin die Betriebs- und Investitionskosten überprüfen und senken. Die bisher über „Candelas“ gewonnenen Erkenntnisse sollen zur Optimierung in den nächsten Schritten angewandt werden: der Vormachbarkeits- und endgültigen Machbarkeitsstudie.

Über „Candelas“

Wie auch das etwa 40 Kilometer entfernt gelegene Hauptprojekt „Hombre Muerto West“ ist „Candelas“ Teil des Hombre-Muerto-Salar, einer der weltweit ergiebigsten Salzebenen. Der Salar liegt etwa 4.000 Meter über dem Meeresspiegel in der Puna-Hochebene in der geologischen Provinz Altiplano Puna in den Anden. Etwa 90 Kilometer südlich befindet sich die Stadt Antofagasta de la Sierra in der argentinischen Provinz Catamarca (nicht zu verwechseln mit Antofagasta in Chile).

Das Projektareal umfasst vierzehn Explorationsgenehmigungen (Candelas und Jazmin) auf etwa 24.072 Hektar Fläche. Es befindet sich in einem ungefähr 15 Kilometer großen und 3 bis 4 Kilometer breiten, strukturell kontrollierten Becken voller Lithium-Sole enthaltender Sedimente. Nicht weit entfernt befinden sich weitere Weltklasse-Lithium-Projekte der Betreiber Orocobre, POSCO und Livent.

Laut Planung sollen die Solebohrungen im Nordteil des „Candelas“-Projektes niedergebracht werden und die Sole dann zu den solaren Vorkonzentrations- und Niederschlagteichen im Osten des Areals gepumpt werden. All das geschieht ohne Einbezug des Flusses Rio De Los Patas – ein wichtiger Aspekt der umweltfreundlichen Lithium-Gewinnung.

Laut Ressourcenschätzung aus dem Jahr 2019 wird „Candelas“ auf  685.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent (angegeben/ indicated) beziffert.

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