Megatrend eVTOL – Mit Flugtaxi-Aktien wie Joby, Lilium, Blade und Co. an der Börse abheben



13:27 24.01.22

Die wichtigsten Technologietrends, die die Mobilität von Morgen prägen werden, sind die Elektrifizierung des Antriebsstrangs, die Automatisierung der Bewegungsfunktion und die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander zum Informationsaustausch in Echtzeit. Die bestehenden Entwicklungspfade werden dabei nicht nur zu Elektrofahrzeugen und autonomen Taxis auf der Straße führen, sondern auch zu innovativen Mobilitätskonzepten in der dritten Dimension: elektrisch betriebene Passagierdrohnen werden die Rush Hours in den Ballungszentren dieser Welt einfach überfliegen. Während heute schon Hubschrauber-Taxis z.B. Manager in Manhattan schnell zum Flughafen fliegen zu können, werden die Flugtaxis der Zukunft leiser, umweltfreundlicher, flexibler und günstiger sein.


Die Erweiterung der urbanen Mobilität in die Dritte Dimension soll bereits ab 2024 beginnen. Viele Start-ups haben bereits erste eVTOL-Prototypen erfolgreich getestet. Das Akronym steht dabei für electric Vertical Take-Off and Landing aircraft, also für ein elektrisch angetriebenes Fluggerät, welches senkrecht starten und landen kann. 2021 gingen viele dieser Start-ups an die Börse und folgt man den Investmentexperten von Morgan Stanley, könnten deren Kurse nur den Himmel als Grenze akzeptieren. „Wir glauben nicht, dass Investoren auf das Ausmaß dieser Revolution vorbereitet sind“, ließen sie gleich im Vorspann einer im Mai 2021 veröffentlichten Studie zur Mobilität im urbanen Luftraum verlauten. Ihnen zufolge entsteht über den Dächern unserer Städte ein Markt, der bis 2040 eine Milliarde US-Dollar und bis 2050 sogar neun Milliarden US-Dollar wert sein dürfte. Mit diesen vier Aktien können Sie sich für die Revolution wappnen.



Joby Aviation (WKN: A3CWWU ISIN: KYG651631007)


Joby wird seit dem 11. August 2021 an der Börse gehandelt und will nichts Geringeres als einen Ridesharing-Service für den Luftraum etablieren. Bereits 2019 ging man zu diesem Zweck eine Partnerschaft mit Uber ein, die Ende 2020 in der Übernahme der Uber-Elevate-Abteilung gipfelte. Zur Vereinbarung mit Uber gehört, dass der Joby-Service in die Uber-App integriert wird. Auf diese Weise werden Kunden in die Lage versetzt auf einfachste Weise durch eine Verbindung von Straßen und Luftraum von A nach B zu gelangen. Einer der größten Investoren in das Start-up ist Toyota. Neben 394 Millionen US-Dollar stellt der japanische Autohersteller dem eVTOL-Bauer auch Ingenieure zur Seite, die insbesondere bei der Gestaltung von Fabriken und der Entwicklung von Fertigungsprozessen zur Großserienproduktion helfen sollen. Die Luftfahrtbehörde der USA sowie die statt Marina in Kalifornien stimmten 2021 dem Bau einer Fabrik zu. Der Prototyp, der dort in Serie geht, hat bereits über 1000 erfolgreiche Testflüge hinter sich und ist für maximal 1 Piloten mit vier Passagieren ausgelegt. Die Spitzengeschwindigkeit des Flugzeugs, welches 2024 den kommerziellen Betrieb aufnehmen und 240 Kilometer weit fliegen soll, beträgt etwa 320 km/h.



Vertical Aero Space (WKN: A3C9NF ISIN: KYG9471C1078)


Das in Bristol ansässige Unternehmen wurde erst 2016 gegründet, konnte aber bereits eine Reihe von branchennahen Investoren begeistern. American Airlines, Avolon und Honeywell halten dabei nicht nur Anteile von Vertical Aero Space, sondern sind auch Teil eines strategischen Partner-Ökosystems. Das Unternehmen plant selbst keinen Betreib von Flugtaxis, will aber mit der Entwicklung, der Herstellung, dem Verkauf und der Wartung anderen Betreibern ein solches zur Verfügung stellen. Mit American Airlines, Virgin Atlantic und Avolon wurden bereits Abnahmen von bis zu 1000 VX4-Flugzeugen vereinbart. Neben dem Transport von Passagieren soll das eVTOL auch zum Befördern von Waren oder zum Abtransport verletzter Personen aus unsicheren Gebieten eingesetzt werden. Die VX4 soll eine Reichweite von mehr als 160 Kilometern haben, wobei 1 Pilot und maximal 4 Passagiere sich mit einer Spitzengeschwindigkeit von ca. 325 km/h fortbewegen. Erste kommerzielle Flüge will das am 16. Dezember 2021 an die Börse gegangene Unternehmen bis 2024 ermöglichen.



Honeywell (WKN: A3CPJD ISIN: US0926671043)


Am 7. Mai 2021 wurde das in New York ansässige Unternehmen das erst Börsennotierte Flugtaxiunternehmen der Welt. Dabei ist BLADE das einzige hier vorgestellte Unternehmen, welches bereits heute als Flugtaxi-Betreiber in Erscheinung tritt. Über eine App können Kunden bereits seit der Gründung im Mai 2014 Helikopterflüge zwischen Manhattan, Southampton, East Hampton und Montauk buchen. Seit Herbst 2019 bietet Blade zudem auch Helikopterflüge in Indien an und verbindet dabei Mumbai mit der nächsten nahegelegenen großen Stadt Pune sowie mit der kulturell wichtigen Stadt Shirdi. BLADE will der erste Flugtaxibetreiber in den USA sein, der eVTOL einsetzt und ging deshalb im April 2021 eine Partnerschaft mit BETA Technologies ein. Bis 2024 soll der in Vermont ansässige eVTOL-Hersteller bis zu 20 Flugzeuge zur Verfügung stellen, die in der Lage sind, bis zu sechs Leute über eine Distanz von mehr als 400 Kilometern zu befördern.





Lilium (WKN: A3CYXP ISIN: NL0015000F41)


In Anlehnung an den deutschen Flugpionier Otto Lilienthal wurde Lilium 2015 von Ingenieuren und Doktoranden der Technischen Universität München gegründet. Neben dem Lilium-Jet, der sechs Passagiere plus Pilot bei einer Spitzengeschwindigkeit von 280 km/h über eine Strecke von mehr als 250 km befördern soll, entwickelt das Unternehmen auch standardisierte und skalierbare Landeflächen, sogenannte Vertiports. Ziel des Unternehmens ist es ein Netzwerk an Vertiports aufzubauen, welches nicht nur größere Städte, sondern auch kleinere Gemeinden miteinschließt.  Eine erste Absichtserklärung zur Zusammenarbeit wurde Anfang 2019 mit der Schweizerischen Bundesbahn SBB geschlossen, damit deren Fahrgäste künftig besser mit ihren Wohnorten verbunden werden. Erste kommerzielle Flüge sollen ab 2024 möglich sein.


Bis 2025 will Lilium ein Netzwerk in Nordrhein-Westfalen etablieren. Mit den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn wurde 2020 hierzu bereits eine Kooperation vereinbart. In wenigen Minuten gelangt man dann aus Aachen, Bielefeld, Münster oder Siegen zu diesen internationalen Knotenpunkten und von dort aus in die ganze Welt. 2021 verkündete man ähnliche Pläne für Bayern mit den Flughäfen in München und Nürnberg. Jenseits des Atlantiks kooperiert man mit der Stadt Orlando und der Tavistock Development Company, um in dieser Region das erste Netzwerk für elektrische Luftmobilität aufzubauen. Das seit dem 15. September 2021 an der Börse gelistete Unternehmen produziert seinen Jet nicht nur zur Eigennutzung, sondern verkauft diesen auch an Interessenten. Die brasilianische Fluggesellschaft Azul unterzeichnete 2021 eine Absichtserklärung für den Kauf von 220 Jets. Diese sollen vor allem in der Region São Paulo eingesetzt werden.



Ein hart umkämpfter Markt


Noch gab es keinen kommerziellen Flug mit einem eVTOL, dennoch arbeiten überall auf der Welt Start-ups, die teilweise (noch) nicht an der Börse gelistet sind und Platzhirsche wie Airbus an eigenen Lösungen. Wer sich am Ende durchsetzen wird, lässt sich so früh kaum beantworten. Satt alles auf eine Karte zu setzten. Könnte es daher eine sinnvolle Strategie sein, das Investment zu splitten. Selbst wenn einige Unternehmen eine Bruchlandung hinlegen, könnte der Gewinn so in einigen Jahren in die Höhe schießen.



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