Bitcoin und Aktienindizes geben Verkaufssignale



08:15 15.05.22

Liebe Leser,

die aktuelle Entwicklung an den Aktienmärkten ähnelt sehr dem Beginn der schweren Aktienbaisse von 2000 bis 2003. Damals halbierte sich der S&P 500, der DAX fiel um 73% und der NASDAQ 100 sogar um 83%.

Die großen Parallelen zum damaligen Geschehen haben allerdings nicht erst jetzt begonnen. Sie waren schon auf dem Weg nach oben sehr deutlich, worauf ich in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren immer wieder hingewiesen habe. So stieg die fundamentale Überbewertung im laufenden Zyklus sogar noch höher als im Jahr 2000, und die spekulativen Exzesse stellten in nahezu allen Bereichen ebenfalls neue Rekorde auf.

Wichtige Indizes bestätigen die Aktienbaisse

Darüber hinaus wurde der S&P 500 damals wie heute von relativ wenigen hochkapitalisierten und stark überbewerteten Börsenlieblingen dominiert und nach oben getrieben. Am Höhepunkt des aktuellen Zyklus kamen nur 10 Werte auf eine Gewichtung im S&P 500 von 27%. Entsprechend groß ist natürlich der Einfluss ihres Kursverlaufs auf den des Index.

Die Charts der meisten dieser schwergewichtigen Börsenlieblinge zeigen inzwischen mächtige Topformationen, aus denen die Kurse mit teilweise sehr großer Dynamik nach unten ausgebrochen sind. Damit signalisieren sie den Beginn einer Baisse.

Genau das gilt jetzt auch für wichtige Indizes wie den S&P 500, den DAX oder den NASDAQ 100. Sie alle haben große Topformationen mit klaren Baissesignalen beendet. Beispielhaft sehen Sie das auf dem folgenden Chart des NASDAQ 100.

NASDAQ 100, Wochenchart, 2019 bis 2022

Der NASDAQ 100 ist aus einer großen Topformation nach unten ausgebrochen. Damit bestätigt die Charttechnik den Beginn einer Baisse, die aufgrund der hohen fundamentalen Bewertung sehr viel Platz nach unten hat.

Quelle: stockcharts.com; krisensicherinvestieren.com

Finanzmarktgeschichte als Ihr Wegweiser

Die folgende Lagebeurteilung habe ich in meiner im Dezember 2021 erschienenen Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „Historische Baissen und Börsencrashs“ geschrieben: „Die Kombination aus dieser extremen fundamentalen Überbewertung, der geldpolitischen Wende der Fed und einer wahren Flut markttechnischer Warnzeichen ist ein starker Hinweis auf das baldige Ende der Spekulationsblase und den Beginn einer starken Baisse.“



Diese Baisse hat inzwischen begonnen. Um Ihnen eine klare Vorstellung davon zu geben, wie der Verlauf dieser vermutlich sehr schweren Baisse aussehen könnte, habe ich Ihnen in der genannten Themenschwerpunkt-Ausgabe die Charts einiger früherer Bärenmärkte zusammengestellt.

Diese Kursverläufe sollten Sie kennen, da sie Ihnen in der aktuellen Baisse als hilfreiche Wegweiser dienen können.

Bitcoin beendet riesige Topformationen

Bitcoin und den gesamten Bereich der Kryptowährungen habe ich stets als die extreme spekulative Spitze dieses Spekulationszyklus bezeichnet. In unserem sehr informativen Buch „Bitcoin & Co. - Finte oder Neugestaltung des Geldsystems? Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ haben Roland Leuschel und ich alle Fakten zusammengetragen, die Sie in Bezug auf Kryptowährungen gerade in der jetzigen Situation unbedingt kennen sollten.

Nun hat der Bitcoin in den vergangenen 12 Monaten eine riesige Topformation gebildet, deren Untergrenze bei rund 30.000 $ verläuft. Diese charttechnisch sehr wichtige Marke hat er jetzt unterschritten. Damit wird auch für den Bitcoin eine Baisse bestätigt.

Das Kursziel, das sich aus dieser Topformation ergibt, passt nebenbei bemerkt zu einem weiteren Ergebnis unserer oben genannten Analyse: Der Bitcoin wird in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

Auch Aktienbaissen bieten Chancen

Lassen Sie sich von diesen klaren Baissesignalen nicht entmutigen. Allerdings sollten Sie sie ernst nehmen, und den Sirenengesängen der immer bullishen Finanzindustrie nicht erliegen.

Stattdessen sollten Sie sich auf ähnlich heftige Kursrückgänge wie in den Jahren 2000 bis 2003 vorbereiten. Schließlich bieten Ihnen auch Aktienbaissen große Chancen, die Sie sich als flexible Börsianer nicht entgehen lassen sollten. Mit unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren unterstützen Roland Leuschel und ich Sie gerne dabei.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Trotz dieser klaren Baissesignale gibt es noch ein paar Sektoren, die bullishe Signale geben und gegen den Strom schwimmen. Hier sollten Sie aktiv werden.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.



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Über den Autor
 
Autor: Claus Vogt Claus Vogt
Claus Vogt ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des Börsenbriefes Krisensicher Investieren. Er hat die langfristige Goldhausse 2001 richtig vorhergesagt. Gemeinsam mit Roland Leuschel hat er in den Jahren 2000 und 2007 nicht nur rechtzeitig vor dem Platzen der Spekulationsblasen an den weltweiten Aktien- und Immobilienmärkten gewarnt, sondern auch jetzt wieder die aktuelle Krise 2016 richtig prognostiziert. Bereits im Dezember 2015 hat er in Krisensicher Investieren auf den Beginn der Goldhausse hingewiesen und insbesondere den Goldminenaktien atemberaubende Chancen prognostiziert. Claus Vogt ist Buchautor (Das Greenspan Dossier, Die Inflationsfalle) und ehemaliger Finanzanalyst einer internationalen Großbank. Weitere Informationen unter: www.krisensicherinvestieren.com

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