Rekordinflation trifft deutsche Bürger - Was kann man tun, um Geld zu sparen?



09:53 02.07.22

Die Inflation in den Euro-Ländern ist so hoch wie schon lange nicht mehr. 7,5% über Vorjahresniveau im März reißen Löcher in die Taschen der Deutschen. Wo kann man nun sparen, damit das Geld bis zum Monatsende reicht? Finanzexperte Klaus Westram rät auch zu einer Überprüfung der bestehenden Finanzprodukte. Konkrete Tipps gibt er gerne.

Aktuelle Umfragen bestätigen, dass jeder neunte Deutsche seine laufenden Lebenshaltungskosten nach eigenen Angaben nicht pünktlich oder vollständig bezahlen kann. Dem Finanzexperten Klaus Westram zufolge ist die Entwicklung der Rekordinflation aber erst der Anfang. Die Effekte der Geldentwertung werden letztlich über Preiserhöhungen in den Bereichen Versorgung, Mieten und Lebensmittel immer deutlicher ersichtlich. Aktuell ist der Finanzmarkt in Deutschland an dem Punkt angekommen, an dem der Verbraucher die Rekordinflation von 7,5% in voller Höhe zu spüren bekommt. Konnte die Geldentwertung früher durch Zinsen auf Guthaben abgefangen oder sogar in einen Gewinnbereich gelenkt werden (nämlich dann, wenn das Niveau der Guthabenzinsen höher war als die Inflationsrate), so sorgt derzeit das extrem niedrige Zinsniveau dafür, dass die Inflation ungebremst beim Verbraucher ankommt oder sogar durch die sogenannten Verwahrentgelte noch verstärkt wird. Geld verliert heute also definitiv tagtäglich an Wert und keine üppigen Guthabenzinsen wirken dem entgegen. Wie konnte es so weit kommen und welche Möglichkeiten haben Verbraucher in Deutschland, um dieser Finanzentwicklung entgegenzuwirken?


Rekordinflation: Wie konnte das passieren?


Diese Frage stellen sich die Menschen seit Wochen und die Antworten bringen die Schwere der wirtschaftlichen Entwicklung auf den Punkt. So handelt es sich weder um ein plötzliches noch um ein rasch vorübergehendes Problem. Zwei Jahre nach Ausbruch der Corona-Pandemie und nicht zuletzt seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine steigt die Inflation in Europa und Deutschland schier unaufhaltsam. Direkte Folgen waren aufgrund der Pandemie Personalengpässe und Lockdowns. Weiterhin kam es danach auch kriegsbedingt zu gesperrten, wichtigen Lieferwegen, Auslieferungsstopps und der Zerstörung von Ressourcen für den Export, wovon neben vielen anderen Ländern auch Deutschland betroffen ist. Lieferungen finden unter erschwerten Bedingungen statt oder sind gar nicht möglich, und das Angebot sinkt bei steigender Nachfrage.

Auch die kurzzeitige Senkung und die anschließende Erhöhung der Mehrwertsteuer sowie die CO2-Steuer brachten Effekte ein, die die deutsche Inflation ankurbelten. Da es vorerst kein Ende der Inflationssteigerung gibt, müssen Verbraucher schnellstmöglich die Fähigkeit erwerben und die Möglichkeiten bekommen, mit der geschwächten Kaufkraft dennoch ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Hier sind Tipps, wie dies gelingen kann:


Laufende Kosten bestmöglich reduzieren


Viele Kosten verstecken sich in unserem Alltag im Detail. Aus diesem Grund ist es wichtig, seine Ausgaben pro Monat, Quartal und Jahr zu prüfen und diese bestmöglich zu optimieren. So lassen sich zum Beispiel Bankkonten mit günstigeren Kontoführungsgebühren oder Handyverträge mit niedrigeren laufenden Kosten nach kurzer Recherche finden. Auch die Preisersparnis bei Produkten des täglichen Bedarfs beim Kauf vom Lager zum deutlich kleineren Preis führen zu schnellen und nachhaltigen Preisersparnissen.

Klaus Westram rät dazu, auch die bestehenden Finanzverträge zu überprüfen, da dort häufig enormes Einsparungspotential bei sogar besseren Leistungen besteht. Für den gelernten Bankkaufmann und Finanzexperten stehen die Verbraucher stets im Zentrum seiner Empfehlungen und Handlungen. Jedes Optimierungskonzept ist seiner Ansicht nach auf die individuellen Lebensbedingungen und die Lebensplanung des einzelnen Bürgers abzustimmen, um perfekt die passgenauen Leistungen zum bestmöglichen Preis auf dem Gesamtmarkt zu erzielen. Finanztest hat herausgefunden, dass Verbraucher die Durchschnittskosten ihrer Versicherungen um mehr als 400 Euro im Jahr verringern können. Im Rahmen einer Auswertung von Klaus Westram und seinen starnorm-Kollegen wurden über 200 Verbraucherberatungen durchgeführt. Diese zeigten in individuellen Fällen deutlich höhere Einsparungsmöglichkeiten auf. Weiterhin fiel auf, dass die bestehenden Verträge häufig nicht der DIN 77230 Norm und nicht den bundesweit geltenden Verbraucherschutzkriterien entsprachen.

Klaus Westram bringt es wie folgt auf den Punkt: „Jeder Haushalt (oder Bürgerin und Bürger) kann durch den objektivierten Rat der starnorm-Experten sehr einfach und innerhalb von wenigen Stunden feststellen lassen, welche Verträge zu teuer oder gar überflüssig sind und/oder gegenüber anderen Produkten und Tarifen Defizite aufweisen. Melden Sie sich einfach unter klaus.westram@starnorm.de und lassen Sie Ihre Verträge überprüfen. Wenn nicht jetzt – wann dann?“


Besonderes Augenmerk auf das Einsparungspotential beim Kraftstoff- und Energieverbrauch


Auch wenn es schmerzt: Das Reduzieren oder Weglassen teurer Produkte oder Leistungen gehört ebenfalls zu den wichtigsten Empfehlungen, um sich vor der Rekordinflation zu schützen. Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Lage in Europa bewegen sich die Preise für den Energie- und Spritverbrauch weiterhin nach oben. Wer nicht auf die Bahn und das 9-Euro-Ticket wechseln kann oder sich nicht in das damit verbundene Bahn-Chaos stürzen möchte, ist angehalten, den eigenen PKW öfter mal stehen zu lassen, für kurze Strecken das Rad zu nehmen und das Auto nur dann zu verwenden, wenn es wirklich nicht anders geht. Um Kraftstoff einzusparen, helfen Navigations-Apps die besten Strecken nach niedrigstem Verbrauch zu ermitteln.

Hinsichtlich des Energieverbrauchs sollte so effizient wie möglich geheizt werden. Je nach bisherigem Gas- und Stromanbieter kann der Wechsel zu einem anderen Anbieter ratsam sein. Doch immer mehr Gasanbieter rufen einen vorübergehenden Stopp für die Neukundenaufnahme aus. Dann hilft nur offensives Einsparen im monatlichen Verbrauch oder langfristig der Wechsel zu alternativen Energien wie Photovoltaik. Diese sind zwar teilweise mit einer höheren anfänglichen Investition verbunden, die sich aber rasch amortisiert und deshalb schon nach wenigen Jahren rechnet. Außerdem gibt es derzeit gerade in diesen Bereichen veritable, staatliche Förderprogramme.




Keine hohen Kredite aufnehmen!


Trotz des aktuell noch relativ niedrigen Zinsniveaus sollten keine vermeidbaren Kredite aufgenommen werden. Was sich hingegen oft lohnen kann, ist ein “Umschuldungs-Check”. Dadurch besteht die Chance, pro Monat niedrigere Raten zu zahlen. Auf diese Weise kann sich das verfügbare Budget für die sonstigen, monatlichen Ausgaben erhöhen. Keinesfalls sollten solche Umschuldungen zum jetzigen Zeitpunkt jedoch vorgenommen werden, um neue, nicht zwingend notwendige Konsumausgaben zu finanzieren.


Ausgaben im Alltag im Blick behalten


Mittlerweile ist es wieder möglich, am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen. Doch in fröhlicher Runde mit Freunden oder Familie achtet man dabei nicht immer auf jeden ausgegebenen Euro. Dieses Verhalten rächt sich am Ende des Monats bei immer mehr Menschen. Denn auch die Preise in den Gastronomien oder von Veranstaltungen sind im Zuge der Rekordinflation in Deutschland gestiegen. Damit die Ausgaben pro Tag im Blick behalten werden, gibt es einen einfachen Weg. Man nimmt sich nur so viel Geld in Form von Bargeld, Prepaid-Card oder Kreditkartenlimit mit, wie man ausgeben will. Dazu lohnt es sich, ein Haushaltsbuch digital oder in Papierform zu führen, so sieht man leicht, wohin das Geld verschwunden ist.


Fazit: Der Rekordinflation aktiv entgegentreten


Kein Weg führt an der anhaltenden Rekordinflation in Deutschland und Europa vorbei. Deshalb muss man als Verbraucher jede Möglichkeit nutzen und bestmöglich gegen die Geldentwertung vorgehen. Einsparungen sind dabei das adäquate und dringend vorzunehmende Mittel, um für die Dauer der steigenden Inflation weiterhin seine Lebensunterhaltskosten zahlen zu können. Im ersten Schritt sollten Verträge durchgesehen und - wo möglich und sinnvoll - gewechselt werden, um Leistungen zu erhöhen und zu hohe Kosten so früh wie möglich einzusparen. Hilfestellungen bieten unter anderem der Finanzexperte Klaus Westram.



Über den Autor:

Klaus Westram ist gelernter Bankkaufmann. Er arbeitete bereits in führenden Vertriebspositionen bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall, Swiss Life, Wüstenrot & Württembergischen, sowie der Postbank. Ihn zeichnen umfassendes Wissen zu Finanzprodukten und eine hohe Führungskompetenz aus. Bei seiner Arbeit stehen die Bedürfnisse der Verbraucher stets an erster Stelle. Sein Ziel ist, dass jeder Bundesbürger die exakt auf ihn zugeschnittene Finanzberatung erhält: maximale Leistungen zum niedrigst möglichen Preis auf dem Markt - und das Jahr für Jahr durch Profis überprüft. Zum Kennenlernen oder für die Kontaktaufnahme geht es hier zum LinkedIn-Profil von Klaus Westram:https://de.linkedin.com/in/klaus-westram-a2544577?trk=public_profile_samename-profile.


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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.



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