Und im Winter dann die Revolution



05:44 06.08.22

Eigentlich ist so ein Gedanke ja gleich in zweifacher Weise undenkbar. Einerseits jetzt, mitten in dieser wahnsinnigen Hitze an den Winter zu denken, und andererseits dann, die Deutschen und eine Revolution?

Aber warten wir mal ab.

Vorerst lege ich jedoch erst einmal eines meines Lieblingslieder auf, das wunderbare „We dont´t need a revolution in the summertime“ der Cosmic Rough Riders aus Schottland.

Nee, die brauchen wir wirklich nicht. Im Sommer keine Revolution.

Doch ich überlege mir natürlich mit einem gewissen Schrecken, was denn wohl passiert, wenn sich sehr viele Menschen in unserem Land ganz ähnlich verhalten wie ich selbst und sich vorsorglich mit Ölradiator und Heizlüfter eingedeckt haben, falls die Gasheizung auf Befehl des Obersten Sowjets staatlich verordnet gedrosselt wird?

Denn bei Gas und Fernwärme, kann Big Brother Habeck direkt per Verordnung eingreifen, um jedoch den Stromverbrauch zu drosseln, bräuchte er das, was bei George Orwell in seinem Roman „1984“ als blinder Spiegel zur Überwachung der Bevölkerung in jeder Wohnung angebracht gewesen ist: Big Brother is watching you!

Das jedoch wird es bis zum Winter noch nicht geben, darauf verwette ich mein Notebook und mein Handy, und wenn wir dann zu wenig Gas haben und die Atomkraft durch das grüne Zentralkomitee nicht hochgefahren worden ist und die SPD wie so oft Steigbügelhalter gewesen ist, Mannomann, dann könnte es eng werden.

Zumal, wenn dann nicht der Wind weht und die Sonne nicht scheint. Und so ein Blackout kann ja lange dauern. Und die Folgen zu beseitigen erst recht. Bis dann vielleicht gleich der nächste Blackout kommt.

Ich muss sagen, ich habe kein gutes Gefühl. Natürlich werden die Leute dann auf die Straße gehen und natürlich wird es harte Auseinandersetzungen mit der Polizei geben.

Doch die richtigen Revolutionäre, die Einzigen, denen ich so etwas zutrauen würde, die sitzen in Frankreich. Doch Frankreich hat Atomkraft. Vielleicht wird Frankreichs Atomkraft dann zur letzten Bastion der EU, die ansonsten zusammenbrechen würde.

Und die EZB wäre auf jeden Fall komplett machtlos, denn mit ihrem Giralgeld kann man dann nicht einmal mehr einen Ofen heizen, was ja bei früheren Inflationen noch immer ging.

Wann war doch noch mal die Hyperinflation in Deutschland? 1923. Was für eine Koinzidenz das wäre, genau hundert Jahre später. Wobei es ansonsten natürlich keine Parallelen gibt, denn 1923 litt Deutschland ja noch an den Kriegsfolgen.

Und heute gibt es ja keinen Krieg. Oder war da was? Nee, oder? Wir doch nicht.


Bernd Niquet


berndniquet@t-online.de





Attachments:

Alternativ0, (text/plain)

Der Download und das Öffnen dieses/dieser Attachments erfolgt auf eigene Gefahr.
Hinweis: Stock-World veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der jeweilige Autor.

Über den Autor
 
Autor: Bernd Niquet Bernd Niquet,
Autor

Bernd Niquet ist promovierter Volkswirt und schreibt Börsenkolumnen und Bücher


Jenseits des Geldes. SIEBTER TEIL

Neu erschienen:
Bernd Niquet, Jenseits des Geldes. SIEBTER TEIL, 635 Seiten, 22,00 Euro

Hier bestellen:
https://www.engelsdorfer-verlag.de/Belletristik/Essays-Feuilleton-Literaturkritik-Interviews/Jenseits-des-Geldes-SIEBENTER-TEIL::7768.html


Beschreibung:
In Kleists Drama "Penthesilea" geht es um den Konflikt zwischen einem gefühlsintensiven Individuum und der gesellschaftlichen Ordnung, die diesen Gefühlen entgegensteht. Penthesilea, die Königin der Amazonen, erobert im Kampf Männer, um sie zur Zeugung neuer Kriegerinnen mitzunehmen. Nach vollzogenem Zeugungsakt entlässt sie die Männer wieder in die Freiheit. Nur ihrem Geliebten stellt sie nach, was diesen letztlich sein Leben kostet. Kann es sein, dass ich in meinem Leben mehrmals nur haarscharf an vielem aus dieser Tragödie vorbeigeschrappt bin? Und dann ist ja auch noch Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist nur unweit meiner Wohnung freiwillig aus dem Leben geschieden.

Bernd Niquet ist Jahrgang 1956 und wohnt am wunderschönen grünen Rand seiner ansonsten mittlerweile ungeliebten Heimat Berlin. Die ersten sechs Teile von „Jenseits des Geldes“ sind ebenfalls im Engelsdorfer Verlag erschienen und zwar in den Jahren 2011, 2012, 2013 sowie 2018, 2019 und 2020.

Alle Artikel dieses Autors anzeigen

Kurssuche
Status: nicht eingeloggt

Registrieren | Passwort vergessen?
 
 
Im Bereich Experten:
VARTA AG: Der Ausverkauf hält an!
Experte: Stefan Hofmann, STOCK-WORLD
Kolumnen
DAX-Chartanalyse: Neues ...
Karsten Kagels, (02.10.22)
Experte: Karsten Kagels,
Entlastung der ...
Frank Schäffler, (02.10.22)
Experte: Frank Schäffler,
UPDATE ZUM ...
Benjamin Summa, pro aurum (02.10.22)
Experte: Benjamin Summa, pro aurum
Toyota emittiert mehrere ...
Börse Stuttgart AG, (02.10.22)
Experte: Börse Stuttgart AG,
Die 10 meistgehandelten ...
EUWAX Trends, Börse Stuttgart (02.10.22)
Experte: EUWAX Trends, Börse Stuttgart
Gold – Edelmetallsektor ...
Claus Vogt, (02.10.22)
Experte: Claus Vogt,
Hurra, die Kurse fallen
Feingold-Research, (02.10.22)
Experte: Feingold-Research,
X-Sequentials Forex ...
Devin Sage, Technische-X-Analyse.de (01.10.22)
Experte: Devin Sage, Technische-X-Analyse.de
Wochenausblick: DAX – ...
HypoVereinsbank onema., (01.10.22)
Experte: HypoVereinsbank onemarkets,
Die Rohstoffwoche: Rio ...
Miningscout.de, (01.10.22)
Experte: Miningscout.de,
DAX - Lage kaum ...
Christian Zoller, www.boerse-daily.de (01.10.22)
Experte: Christian Zoller, www.boerse-daily.de
Exxon Mobil: Der MA(200) ...
Manfred Ries, Stockstre., Stockstreet GmbH (01.10.22)
Experte: Manfred Ries, Stockstreet Gmb., Stockstreet GmbH
Niquet's World
Neues vom Portal
 
Das sind die Top 5 der Kredit-Mythen
Letzte Börsen-Meldung
 
Letzte Börsen-Analyse
 
Top-Klicks News
 
Top-Klicks Analysen