Andritz Aktie: Auftragseingang-Delle?
Im dritten Quartal 2026 wuchsen die Erlöse um 9,2 Prozent, während der Auftragseingang leicht unter dem Vorjahreswert lag.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsumsatz steigt um 9,2 Prozent
- Jahresziele für 2026 bestätigt
- Auftragseingang unter Vorjahresquartal
- Säureanlage in Vasind erfolgreich gestartet
Andritz hat am 29. Oktober seine Jahresprognose bestätigt und zugleich einen höheren Quartalsumsatz gemeldet. Im dritten Quartal 2026 stiegen die Erlöse nach Unternehmensangaben um 9,2 %. Beim Auftragseingang blieb das Unternehmen dagegen unter dem Wert des entsprechenden Vorjahresquartals.
Umsatz und Ergebnis im Überblick
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Andritz weiterhin einen Umsatz von 8,0 bis 8,3 Mrd. EUR. Bei der vergleichbaren EBITA-Marge hält das Unternehmen an einer Bandbreite von 8,7 % bis 9,1 % fest. Beide Zielgrößen blieben mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen unverändert.
Der Umsatz erreichte im dritten Quartal 2026 insgesamt 2.059,6 MEUR. Die vergleichbare EBITA-Marge lag in diesem Zeitraum bei 9,0 %. Das Konzernergebnis einschließlich nicht beherrschender Anteile bezifferte Andritz auf 127,3 MEUR.
Beim Auftragseingang meldete das Unternehmen für das dritte Quartal 2026 einen Wert von 2.166,2 MEUR. Im dritten Quartal 2025 waren es 2.180,0 MEUR gewesen. Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2026 auf 12.729,1 MEUR.
Säurerückgewinnung am Standort Vasind
Zum operativen Geschäft gehört auch die von Andritz gemeldete erfolgreiche Inbetriebnahme einer zweiten Säureregenerationsanlage bei JSW Steel Coated Products Limited. Die Anlage steht am Standort Vasind in Indien und verarbeitet verbrauchte Beizsäure aus den dortigen Prozessen.
Nach Angaben von Andritz beträgt die Verarbeitungskapazität 6.400 Liter pro Stunde. Mit der regenerierten Säure lassen sich nach Unternehmensangaben rund 99 % des Säurebedarfs der Beizprozesse am Standort decken.
Die Andritz-Aktie schloss am Freitag bei 81,90 €. Damit blieb sie unter dem Kursniveau ihres 50-Tage-Durchschnitts von 82,52 €; die Unternehmensprognose war mit den Quartalszahlen bestätigt worden.
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