Anglo American Aktie: Kohle-Verkauf im Q2 2026
Anglo American treibt den Verkauf von Kohle- und Diamantensparten voran, um sich auf Kupfer zu fokussieren. Die Aktie reagiert mit Verlusten.

Kurz zusammengefasst
- Kohleverkauf im zweiten Quartal geplant
- Fusion mit Teck Resources wartet auf China
- De Beers leidet unter fallenden Diamantpreisen
- Aktie verliert trotz Jahresplus deutlich
Anglo American treibt die Neuausrichtung des Portfolios massiv voran. Der Bergbaukonzern will sich von Altlasten trennen und zum reinen Kupfer-Spezialisten aufsteigen. Anleger reagierten zuletzt jedoch nervös.
Am Freitag verlor die Aktie an der Londoner Börse 5,66 Prozent auf 3.833 GBX. Damit notiert das Papier seit Jahresbeginn rund 26 Prozent höher. Das 52-Wochen-Hoch von 4.075 GBX bleibt in Schlagdistanz. Die Volatilität der vergangenen 30 Tage war mit fast 45 Prozent vergleichsweise hoch.
Kohle-Ausstieg vor dem Abschluss
Der Verkauf der australischen Kohleminen erreicht einen entscheidenden Punkt. Nachdem ein früherer Deal platzte, buhlen nun drei Schwergewichte um die Sparte. Stanmore Resources, Mitsubishi und die indonesische Buma Internasional haben Interesse angemeldet.
Das Management plant, den Verkauf noch im zweiten Quartal 2026 zu besiegeln. Dieser Schritt ist zentral für die Strategie, fossile Brennstoffe aus der Bilanz zu streichen. Das Ziel: volle Konzentration auf Metalle für die Energiewende.
Warten auf Chinas Kartellwächter
Die geplante Fusion mit Teck Resources bleibt der wichtigste Kurstreiber. Behörden in Kanada, Südkorea und Chile gaben bereits grünes Licht. Nun fehlt nur noch die kartellrechtliche Freigabe aus China.
Der Zusammenschluss soll einen globalen Kupfer-Riesen schaffen. Nach der Fusion bestünde das Portfolio zu über 70 Prozent aus Kupfer-Produktion. Der Konzern rechnet mit einem Abschluss zwischen September 2026 und März 2027.
Krise im Diamantengeschäft
Schwieriger gestaltet sich die Trennung von der Diamantentochter De Beers. Die Preise für Rohdiamanten brachen im ersten Quartal um 19 Prozent auf 101 Dollar je Karat ein. Billigere Labor-Diamanten setzen dem Traditionsgeschäft massiv zu.
Ein Verkaufsprozess für De Beers läuft parallel dazu. Neben privaten Bietern zeigt auch die Regierung von Botswana Interesse. Ein konkretes Datum für den Abschluss der Transaktion nennt das Management bisher nicht.
In der neuen Handelswoche rücken die Rohstoffpreise wieder in den Fokus. Vor allem die Entwicklung bei Kupfer und Eisenerz bestimmt die kurzfristige Bewertung. Die Entscheidung der chinesischen Kartellwächter bleibt der entscheidende Faktor für die langfristige Strategie.
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