Antimony Resources Aktie: 2,85 % Antimon über 13,2 Meter
Antimony Resources veröffentlicht vielversprechende Bohrergebnisse aus dem Bald-Hill-Projekt, ein offizieller Ressourcennachweis steht jedoch weiterhin aus.

Kurz zusammengefasst
- Hohe Antimon-Gehalte in Bohrkernen
- Kontinuität der Vererzung bestätigt
- Südliche Erweiterung der Main Zone
- Aktienkurs unter 52-Wochen-Hoch
Neue Bohrergebnisse aus dem Bald-Hill-Projekt in New Brunswick — und trotzdem bleibt die entscheidende Frage offen. Antimony Resources hat weitere Assay-Daten aus der Main Zone veröffentlicht. Die Gehalte sind hoch, die Geometrie vielversprechend. Einen definierten Ressourcennachweis gibt es aber noch nicht.
Scissor-Bohrungen zeigen Kontinuität
Das Unternehmen hat Bohrlöcher von beiden Seiten der mineralisierten Struktur angesetzt — von Westen und von Osten. Diese sogenannte Scissor-Geometrie soll die Kontinuität der Vererzung belegen, nicht nur isolierte Spitzenwerte liefern.
Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Bohrloch BH-26-15 schnitt 2,85 % Antimon über 13,2 Meter ab einer Tiefe von 213 Metern. Innerhalb dieser Strecke liegen höhergradige Abschnitte, darunter 8,15 % Antimon über 2,3 Meter. Spitzenwerte einzelner Intervalle erreichten bis zu 36,0 % Antimon.
BH-26-15 ist dabei das breiteste Intervall der aktuellen Runde. Bohrloch BHW-26-04 schnitt drei mineralisierte Zonen über 20 Meter Bohrlänge. BH-26-15 erfasste drei Zonen über 40 Meter.
Südliche Erweiterung als neues Signal
Die Bohrungen BHW-26-03 und BHW-26-04 zielten auf den südlichen Rand der Main Zone. Das Unternehmen bestätigt: Die Vererzung setzt sich in diese Richtung fort. Das ist mehr als ein Randdetail.
Das laufende Programm umfasst über 18.000 Meter für Q2 und Q3 2026. Ein Teil davon soll die Main Zone nach Norden, Süden und in die Tiefe erweitern. Parallel dazu läuft die Erkundung der Central Zone, wo bereits mehr als 1.500 Meter gebohrt wurden — unterhalb von Vererzungen, die in Oberflächengräben freigelegt wurden.
Kurs weit unter dem Märzhoch
Der Markt bewertet das Projekt derzeit skeptisch. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 0,40 Euro. Das entspricht einem Rückgang von rund 25 % in den vergangenen 30 Tagen und liegt 62 % unter dem 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro vom 17. März 2026. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 0,59 Euro — deutlich über dem aktuellen Kurs.
Über zwölf Monate steht die Aktie dennoch rund 456 % im Plus.
Explorationsziel bleibt konzeptionell
Ein technischer Bericht vom März 2026 beschreibt ein Explorationsziel von rund 2,7 Millionen Tonnen mit Gehalten zwischen 3 % und 4 % Antimon. Das Unternehmen selbst betont jedoch: Die Datenbasis reicht noch nicht aus, um dieses Ziel zu bestätigen. Menge und Gehalt sind konzeptionell — eine definierte Mineralressource nach NI 43-101 existiert nicht.
Genau das ist der Kern der aktuellen Lage. Die Bohrergebnisse stärken die geologische Geschichte, ersetzen aber keinen Ressourcennachweis. Ob die laufenden Bohrungen die hochgradigen Stibnit-Schnitte in ein belastbares geologisches Modell übersetzen können, entscheidet sich in den kommenden Monaten — mit dem nächsten größeren Datenschnitt aus dem Q2/Q3-Programm.
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