Antimony Resources Aktie: 40 Prozent Minus trotz 26,9% Antimon
Antimony Resources meldet hohe Antimon-Gehalte, doch der Aktienkurs bricht ein. Der Markt wartet gespannt auf die erste zertifizierte Ressourcenschätzung.

Kurz zusammengefasst
- Starke Bohrergebnisse am Bald-Hill-Projekt
- Aktienkurs verliert über 40 Prozent im Monat
- Erste Ressourcenschätzung von SRK erwartet
- Neue Bohrkampagne mit 19.000 Metern genehmigt
Hohe Gehalte, fallender Kurs: Bei Antimony Resources passt die Börsenreaktion nicht zur Geologie. Das Unternehmen meldet am Bald-Hill-Projekt in New Brunswick starke Bohrergebnisse. Trotzdem steht die Aktie nach einer schwachen Handelswoche unter Druck.
Der Kernkonflikt ist klar: Die Bohrdaten liefern Rückenwind, die Aktie verliert Vertrauen. Der Markt wartet auf die erste zertifizierte Ressourcenschätzung. Bis diese Zahl vorliegt, bleibt das Projekt schwer greifbar.
Starke Bohrkerne, schwacher Kurs
Am 13. Mai 2026 meldete Antimony Resources Antimongehalte von 26,9 Prozent und 6,9 Prozent. Beide Werte stammen aus stibnithaltigem Kern und zählen zu den besten Treffern des Projekts.
Die Mächtigkeiten reichen bis zu 15 Meter. Die tiefste gemeldete Durchschneidung liegt bei 495 Metern. Damit wächst die Main Zone weiter in die Tiefe.
Bereits am 12. Mai hatte Antimony Resources Werte von 8,1 Prozent und 13,9 Prozent Antimon gemeldet. Die entsprechenden Abschnitte erreichten bis zu 6,2 Meter. Auch diese Bohrungen testeten Erweiterungen der Main Zone.
An der Canadian Securities Exchange gab die Aktie in der Handelswoche bis 19. Mai um rund 21 Prozent nach. Auf Monatssicht summiert sich das Minus auf mehr als 40 Prozent. Damit dominiert am Markt nicht der einzelne Bohrerfolg.
Das Rekordhoch von 1,65 kanadischen Dollar stammt vom 17. März 2026. In Frankfurt schloss der Wert zuletzt bei 0,532 Euro. Das Tagesminus lag bei 9,22 Prozent.
Ressourcenschätzung wird zum Prüfstein
SRK Consultants aus Toronto erstellt die erste Ressourcenschätzung nach NI-43-101-Standard. Für Antimony Resources ist das ein Schritt in eine neue Phase. Aus Bohrergebnissen soll nun ein belastbarer Projektwert werden.
Ursprünglich sollte der Bericht Ende April oder Anfang Mai vorliegen. Nun peilt das Unternehmen den laufenden Monat an. Genau diese Verzögerung erhöht die Bedeutung der anstehenden Zahl.
Am 28. April endete die Definitionsbohrkampagne. Das Datenpaket umfasst nun 25.000 Bohrmeter entlang der Bald Hill Main Zone. Feldarbeit wird damit zur Modellarbeit.
Eine frühere technische Studie nennt ein konzeptionelles Ziel von rund 2,7 Millionen Tonnen mit 3 bis 4 Prozent Antimon. Diese Angabe ist kein bestätigter Rohstoffvorrat. Genau hier liegt die offene Bewertungsfrage.
Neue Bohrkampagne läuft bereits
Das Management wartet nicht auf den fertigen Bericht. Globex Mining hat als Optiongeber eine neue Bohrkampagne über 19.000 Meter genehmigt. Davon entfallen 13.000 Meter auf die Main Zone und 6.000 Meter auf Satellitenziele.
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Die neuen Ziele heißen Marcus, BH Central und BH South. Damit verschiebt sich der Blick vom Kern der Lagerstätte auf das größere Projektgebiet. Das ist wichtig, falls Bald Hill über mehrere Zonen wachsen kann.
Die Main Zone erstreckt sich über mehr als 600 Meter entlang des Streichens. In der Tiefe reicht sie bis etwa 400 Meter. Die durchschnittlichen Breiten liegen bei vier bis fünf Metern.
Die gemeldeten Gehalte bewegen sich typischerweise zwischen 3 und 4 Prozent Antimon. Das geologische 3D-Modell zeigt offene Ränder in alle Richtungen. Genau dort setzt das neue Bohrprogramm an.
Auch die Genehmigungsseite läuft an. Im April beauftragte Antimony Resources GEMTEC Consulting Engineers and Scientists mit einem regulatorischen Fahrplan. Eine formale Antragstellung peilt das Unternehmen für das vierte Quartal 2026 an.
Parallel dazu führt das Management erste Gespräche über spätere Abnahmeverträge. Das passt zur Rohstofflage. Antimon bleibt strategisch gefragt, auch wenn der Preis zuletzt nachgegeben hat.
Antimonpreis bleibt der zweite Hebel
Am 18. Mai lag Antimon bei 51,80 Dollar je Kilogramm. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 5,85 Prozent. Der kurzfristige Rückenwind hat also nachgelassen.
Seit Anfang 2024 bleibt der Preis aber um 171,77 Prozent höher. Das zeigt, wie stark sich der Markt in kurzer Zeit verändert hat. Photovoltaik-Nachfrage, Angebotsstörungen und chinesische Exportkontrollen haben den Preisschub getrieben.
Vom Hoch im Juni 2025 ist der Preis inzwischen um 36 Prozent gefallen. Damals lag Antimon beim 6,65-Fachen des Durchschnitts von 2020. Der Markt ist also nicht mehr überhitzt, aber weiter historisch teuer.
Ein weiterer Termin rückt näher. Die vorübergehende Aussetzung chinesischer Exportkontrollen für strategische Metalle läuft am 27. November 2026 aus. Das könnte die Debatte über nordamerikanische Antimonprojekte neu beleben.
GBC AG verwies im April 2026 auf New Brunswick als bergbaufreundlichen Standort. Die Bank vergab eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 3,00 kanadischen Dollar. Der Abstand zum aktuellen Kurs zeigt, wie stark die Bewertung am Ressourcennachweis hängt.
Ende Mai soll SRK die finale Ressourcenschätzung liefern. Dann bekommt Bald Hill erstmals eine zertifizierte Größenordnung. Bis dahin bleibt die Aktie zwischen starken Bohrdaten und fehlendem Bestand gefangen.
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