Antimony Resources Aktie: 561 Prozent Jahresplus, Kurs bricht ein
Antimony Resources erhält politische Unterstützung für Bald Hill, doch der Aktienkurs fällt. Der Fokus liegt nun auf Genehmigungen und Umweltstudien.

Kurz zusammengefasst
- Provinzminister besucht Bald Hill
- Fokus auf Genehmigungen und Umweltstudien
- Aktie fällt trotz politischer Signale
- Strategische Antimon-Lagerstätte in Kanada
Antimony Resources bekommt politische Aufmerksamkeit, aber der Kurs spielt nicht mit. Beim Bald Hill-Projekt rückt nicht mehr nur der Bohrer in den Mittelpunkt. Jetzt zählt der Weg durch Umweltprüfung, Genehmigung und Projektplanung. Genau dort entscheidet sich, ob aus dem Antimon-Fund ein belastbares Minenprojekt werden kann.
Provinzregierung besucht Bald Hill
New Brunswicks Minister für natürliche Ressourcen, John Herron, tourte am 4. Juni 2026 über das Bald Hill-Projekt. Die Delegation besichtigte Bohrbereiche in der Marcus- und Main-Zone sowie die Kernaufbereitung in Penobsquis.
Das ist mehr als ein Fototermin. Der Besuch zeigt, dass Bald Hill stärker in die Rohstoffpolitik der Provinz rückt. Für Antimony Resources verschiebt sich damit der Schwerpunkt: von einzelnen Bohrergebnissen hin zu Genehmigungen und Umweltstudien.
Antimony Resources hatte bereits am 6. April 2026 GEMTEC Consulting Engineers and Scientists beauftragt. Die Berater sollen Gesetze, Behörden, Anforderungen und Zeitpläne abstecken. Der Antrag soll zwischen dem vierten Quartal 2026 und dem ersten Quartal 2027 eingereicht werden.
Kurs bleibt unter Druck
Der Markt bleibt trotzdem kühl. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,43 Euro, verlor am Tag 7,84 Prozent und liegt über 30 Tage 21,20 Prozent im Minus.
Der starke Lauf davor ist damit nicht ausgelöscht. Seit Jahresanfang steht der Wert noch 33,27 Prozent im Plus und auf Sicht von zwölf Monaten 561,09 Prozent höher.
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Das erklärt die Nervosität. Nach einem solchen Anstieg reichen politische Signale allein nicht mehr aus. Der Markt wartet auf härtere Projektdaten und klare Schritte im Genehmigungsprozess.
Bald Hill hat strategisches Gewicht
Bald Hill gilt als hochgradige Antimon-Lagerstätte im Süden der kanadischen Provinz New Brunswick. Frühere Bohrungen in der Main-Zone zeigen eine Ausdehnung über 600 Meter und Tiefen von mindestens 350 Metern. Die Vererzung bleibt in alle Richtungen offen.
Die mineralisierten Zonen sind im Schnitt 4 bis 5 Meter mächtig. Die Gehalte liegen typischerweise bei 3 bis 4 Prozent Antimon.
Ein technischer Bericht aus 2025 nennt ein konzeptionelles Explorationsziel von rund 2,7 Millionen Tonnen. Eine definierte Ressource ist das noch nicht. Dafür braucht das Unternehmen weitere Exploration und belastbare Modelle.
Antimon spielt in Flammschutzmitteln, Batterien, Spezialglas, Photovoltaik und militärischen Anwendungen eine Rolle. Die Produktion konzentriert sich stark auf China, Russland und Tadschikistan. Chinas Exportkontrollen erhöhen den Druck auf westliche Projekte wie Bald Hill.
Bis zur geplanten Antragseinreichung Ende 2026 oder Anfang 2027 muss Antimony Resources den politischen Rückenwind in konkrete Unterlagen übersetzen. Ohne belastbare Umwelt- und Projektdaten bleibt die Aufmerksamkeit der Provinz nur ein Türöffner.
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