Antimony Resources Aktie: 68 Prozent Absturz seit März
Die Aktie von Antimony Resources verliert über 17 Prozent. Am 29. Juni fallen Haltefristende und Ressourcenschätzung zusammen.

Kurz zusammengefasst
- Kursverlust von über 17 Prozent
- Haltefrist für 21 Millionen Aktien endet
- Erste Ressourcenschätzung für Bald Hill
- Geopolitische Bedeutung von Antimon wächst
Der Kurs von Antimony Resources bricht massiv ein. Allein am Mittwoch verliert das Papier über 17 Prozent und fällt auf 0,34 Euro. Investoren positionieren sich für den kommenden Montag. An diesem Tag fallen zwei entscheidende Ereignisse zusammen.
Doppelschlag am 29. Juni
Zum Wochenstart läuft eine wichtige Haltefrist ab. Rund 21 Millionen Aktien und Optionsscheine aus einer vergangenen Privatplatzierung werden frei handelbar. Damals sammelte das Unternehmen Kapital zu 0,45 Kanadischen Dollar je Anteilsschein ein. Der aktuelle Kurs liegt deutlich darunter. Das weckt Ängste vor einem massiven Überangebot an Aktien.
Parallel dazu liefert SRK Consultants die erste offizielle Ressourcenschätzung für das Bald-Hill-Projekt. Dieser Bericht nach dem kanadischen Standard NI 43-101 war eigentlich für das Frühjahr geplant. Die Verzögerung hat bereits spürbar Vertrauen gekostet. Ein starkes Gutachten könnte den Verkaufsdruck der freigewordenen Aktien abfedern. Ein schwaches Ergebnis ließe den Kurs weiter abrutschen.
Diskrepanz zwischen Bohrdaten und Kurs
Dabei liefert das Projekt in New Brunswick operativ Bestwerte. Jüngste Bohrungen zeigten Antimon-Gehalte von bis zu 36 Prozent. Auch Gesteinsproben aus der südlichen Zone erreichten Spitzenwerte von über 44 Prozent. Das konzeptionelle Zielgebiet umfasst rund 2,7 Millionen Tonnen Gestein.
Die Börse honoriert diese Funde aktuell nicht. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro im März hat die Aktie fast 68 Prozent an Wert verloren. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 34 eine stark überverkaufte Lage. Dennoch dominiert die Nervosität vor dem anstehenden Stichtag.
Der strategische Faktor
Im Hintergrund spitzt sich die geopolitische Lage zu. Die USA importieren jährlich bis zu 25.000 Tonnen Antimon. Eine eigene Primärproduktion existiert seit über zwei Jahrzehnten nicht mehr. China kontrolliert derweil den Markt und verlangt für alle Exporte strenge Lizenzen.
Wie ernst westliche Regierungen diesen Engpass nehmen, zeigt ein aktueller Fall. Im Mai sicherte sich Perpetua Resources einen US-Regierungskredit über 2,9 Milliarden Dollar für ein heimisches Antimon-Projekt. Antimony Resources will genau in diese strategische Lücke stoßen. Das Unternehmen plant den formellen Genehmigungsantrag für Bald Hill spätestens Anfang 2027.
Der kommende Montag entscheidet über die kurzfristige Richtung. Bestätigt SRK Consultants das konzeptionelle Zielgebiet, erhält Antimony Resources ein Fundament für die nächste Machbarkeitsstudie. Fällt das Gutachten enttäuschend aus, trifft es auf einen Markt, der durch das Ende der Haltefrist ohnehin mit neuen Aktien geflutet wird.
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