Antimony Resources Aktie: GEMTEC plant regulatorischen Fahrplan
Antimony Resources startet Erweiterungsbohrungen am Bald-Hill-Projekt, während der Aktienkurs volatil bleibt und die Finanzlage eines Explorers zeigt.

Kurz zusammengefasst
- Erweiterungsbohrungen über 19.000 Meter geplant
- Hohe Antimon-Gehalte in Bohrkernen gemeldet
- Aktienkurs zeigt uneinheitliche Entwicklung
- Explorer ohne Umsätze, aber mit Liquidität
Antimony Resources geht mit Tempo in die zweite Jahreshälfte. Am Bald-Hill-Projekt in New Brunswick läuft eine neue Bohrphase, die nicht mehr nur abgrenzt, sondern gezielt erweitern soll. Der Kurs zieht daraus bislang kaum Rückenwind. Genau darin liegt der Konflikt.
Neue Bohrphase am Bald Hill
Seit der zweiten Maiwoche treibt Antimony Resources das nächste Explorationsprogramm voran. Geplant sind Erweiterungsbohrungen in der Main Zone über 13.000 Meter sowie erste Bohrungen über 6.000 Meter in drei neu definierten Zonen.
Der Wechsel ist wichtig. Nach der abgeschlossenen Definitionskampagne richtet das Unternehmen den Blick nun stärker auf Wachstum des Projekts. Die vorherige Arbeit sollte die Grundlage für eine erste Ressourcenschätzung nach NI 43-101 schaffen.
Seit April 2025 hat Antimony Resources mehr als 25.000 Meter in 77 Bohrlöchern absolviert. Über 1.500 Kernproben gingen an Labore. Als konzeptionelles Ziel nennt das Unternehmen rund 2,7 Millionen Tonnen mit einem Antimongehalt von 3 bis 4 Prozent.
Wichtig bleibt die Einschränkung: Das ist noch keine bestätigte Mineralressource. Für Explorer ist dieser Unterschied zentral, weil erst belastbare Ressourcendaten die wirtschaftliche Bewertung deutlich greifbarer machen.
Hohe Gehalte, offene Breiten
Die jüngsten Analysewerte liefern dennoch Argumente für das Projekt. In stibnithaltigen Bohrkernen wurden Antimongehalte von 26,9 Prozent und 6,9 Prozent gemeldet. Die Abschnitte erreichten Mächtigkeiten von bis zu 15 Metern.
Diese Treffer erweitern die Main Zone in die Tiefe. Die durchschnittliche Bohrtiefe liegt inzwischen bei mehr als 250 Metern, der tiefste Schnitt bei 495 Metern. Das spricht für geologische Kontinuität, ersetzt aber noch keine formale Ressource.
Antimony Resources weist darauf hin, dass die gemeldeten Abschnitte Bohrlängen sind. Die tatsächlichen Mächtigkeiten sind noch nicht abschließend bestimmt. Das Unternehmen schätzt sie je nach Bohrwinkel auf 65 bis 70 Prozent der gebohrten Länge.
Auch die Bodenproben erweitern die Projektstory. Auf den neu erworbenen Second-Run-Claims wurden etwa drei Kilometer südlich von Bald Hill drei Bereiche mit anomalen Antimonwerten identifiziert. Eine dieser Anomalien ist noch nicht vollständig abgegrenzt.
Kurs bleibt nervös
An der Börse kommt der operative Fortschritt nur bruchstückhaft an. Im US-OTC-Handel lag der zuletzt genannte Kurs bei 0,52 US-Dollar und damit rund 8,3 Prozent über dem vorherigen Schlusskurs. Das Handelsvolumen lag bei mehr als 30.000 Aktien.
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Der kanadische Markt zeigte ein anderes Bild. Dort lag die zuletzt bestätigte Notiz bei 0,83 kanadischen Dollar am 22. Mai. Am Donnerstag, dem 28. Mai, handelte die Aktie zuletzt bei 0,511 US-Dollar nach 0,567 US-Dollar am Vortag.
Finanziell bleibt Antimony Resources ein klassischer Explorer. Im Halbjahreszeitraum bis Februar 2026 erzielte das Unternehmen keine Umsätze, die operativen Aufwendungen lagen bei 10,19 Millionen kanadischen Dollar. Der Nettoverlust betrug 10,33 Millionen kanadische Dollar.
Die Liquidität lag zum Periodenende bei 8,24 Millionen kanadischen Dollar. Dem standen Verbindlichkeiten von knapp 917.000 kanadischen Dollar gegenüber. Für ein laufendes Bohrprogramm ist die Kasse damit ein entscheidender Faktor.
Die Explorationsausgaben summierten sich im Berichtszeitraum auf 2,64 Millionen kanadische Dollar. Davon entfielen 1,59 Millionen kanadische Dollar auf Bohrungen. Das Management verweist entsprechend auf den üblichen Bedarf periodischer Kapitalaufnahmen, meist über Privatplatzierungen.
Antimon bleibt geopolitisch brisant
Der Markt für Antimon bleibt von China geprägt. Das chinesische Handelsministerium hat Exportverbote für kritische Mineralien in die USA bis Ende November 2026 ausgesetzt. Eine dauerhafte Entspannung ist damit aber nicht garantiert.
China kontrolliert rund 60 Prozent des weltweiten Antimonangebots. Genau dieser Hebel hat das Interesse an Projekten außerhalb Chinas erhöht. Neue Lieferketten entstehen jedoch nicht über Nacht.
Der Spotpreis für Antimon lag am 22. Mai 2026 bei 51,80 US-Dollar je Kilogramm. Seit Jahresbeginn steht ein Rückgang von 5,85 Prozent zu Buche.
Seit Anfang 2025 beträgt das Minus 21,70 Prozent. Gegenüber dem Start von 2024 liegt der Preis jedoch noch immer um 171,77 Prozent höher. Der Rohstoff bleibt damit trotz Korrektur teuer im historischen Vergleich.
Parallel arbeitet Antimony Resources an der Genehmigungsbasis. Am 6. April 2026 wurde GEMTEC Consulting Engineers and Scientists beauftragt, einen regulatorischen Fahrplan für Bald Hill zu entwickeln. Erste Gespräche mit der Provinzregierung von New Brunswick haben bereits stattgefunden.
Im Frühjahr sollen Umwelt-Basisstudien beginnen. Die Einstufung von Antimon als kritischer Rohstoff in den USA und der EU erhöht den strategischen Druck, neue Quellen zu entwickeln. Für Antimony Resources rücken damit die nächsten Bohrergebnisse und der Fortschritt bei Genehmigungen in den Mittelpunkt der zweiten Jahreshälfte.
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