Antimony Resources Aktie: SRK-Bericht Ende Juni erwartet
Antimony Resources erwartet bis Ende Juni die erste offizielle Ressourcenschätzung für Bald Hill. Trotz stark sinkender Antimonpreise hofft der Markt auf positive Signale.

Kurz zusammengefasst
- Offizielle Ressourcenschätzung bis Ende Juni
- Aktienkurs seit Rekordhoch um 60% gefallen
- Hohe Antimonwerte in neuer Südzone entdeckt
- Chinas Exportlockerung drückt Rohstoffpreise
Starke Bohrergebnisse, schwacher Aktienkurs. Bei Antimony Resources klaffen Realität im Boden und Stimmung an der Börse weit auseinander. Das Papier notiert aktuell bei 0,42 Euro. Das entspricht einem Absturz von rund 60 Prozent seit dem Rekordhoch im März.
Nun blicken Investoren auf einen einzigen Termin. Bis Ende Juni veröffentlicht SRK Consultants die erste offizielle Ressourcenschätzung für das Bald-Hill-Projekt. Dieser Bericht markiert den Übergang von reiner Exploration zu einem zertifizierten Rohstoffvorkommen. Institutionelle Anleger bewerten das Projekt danach völlig neu.
Rekordwerte aus der neuen Zone
Geologisch liefert Bald Hill weiterhin ab. Kürzlich meldete das Unternehmen extrem hohe Antimon-Werte aus der sogenannten Südzone. Gesteinsproben über eine Distanz von 200 Metern ergaben einen Durchschnittsgehalt von 19,5 Prozent. Spitzenwerte erreichten sogar über 44 Prozent.
Diese Zone liegt knapp einen Kilometer vom Hauptgebiet entfernt. Das Management sieht darin einen klaren Beweis für die enorme Größe der Lagerstätte. Ein Großteil des riesigen Grundstücks ist bisher noch völlig unerforscht.
Preisdruck aus China
Die starken Felddaten verpuffen an der Börse. Der Grund liegt im globalen Rohstoffmarkt. Antimon kostet heute gut ein Drittel weniger als noch beim Preishöhepunkt Mitte 2025. China hat sein Exportverbot für das kritische Metall in die USA vorübergehend gelockert. Die Folge: fallende Spotpreise.
Dennoch bleibt die strategische Ausgangslage brisant. Die Volksrepublik kontrolliert fast die Hälfte der weltweiten Produktion. In Nordamerika existiert aktuell kein einziger primärer Antimon-Produzent. Kein Wunder. Die Politik unterstützt das Bald-Hill-Projekt daher massiv.
Anfang Juni inspizierte der Rohstoffminister von New Brunswick das Gelände persönlich. Parallel dazu erarbeiten Umweltberater einen konkreten Fahrplan für die Genehmigungen. Das Unternehmen will den offiziellen Bauantrag spätestens Anfang 2027 einreichen.
Warten auf die Zahlen
Die Aktie bleibt hochvolatil. Auf Jahressicht steht zwar noch ein massives Plus von 490 Prozent auf der Anzeigetafel. Der kurzfristige Trend zeigt jedoch steil nach unten. Mit einem RSI-Wert von 37,5 nähert sich der Titel dem überverkauften Bereich.
Ende Juni liefert der SRK-Bericht harte Fakten. Die offizielle Ressourcenschätzung zwingt den Markt zu einer Neubewertung der Aktie. Fällt das Volumen so groß aus wie erhofft, rückt der schwache Rohstoffpreis in den Hintergrund.
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