Apollo Commercial Real Estate Aktie: 36-Prozent-Sturz auf 5,92 Euro
Eine Sonderzahlung von 3,75 Dollar pro Aktie führt zu einem technisch bedingten Kurssturz von 36 Prozent bei Apollo Commercial Real Estate.

Kurz zusammengefasst
- Kurssturz durch Sonderausschüttung
- Liquidation des Unternehmens eingeleitet
- Restwerte von bis zu 8,50 Dollar
- Aktie gilt als stark überverkauft
Apollo Commercial Real Estate Finance verzeichnete am Donnerstag einen drastischen Kurssturz. Die Aktie sackte um fast 36 Prozent auf 5,92 Euro ab. Hinter der Bewegung steckt kein klassischer Abverkauf, sondern ein technischer Effekt.
Sonderzahlung sorgt für Kursreset
Der Grund für den Einbruch ist eine Sonderausschüttung in Höhe von 3,75 US-Dollar pro Aktie. Da diese Zahlung mehr als ein Viertel des Börsenwerts ausmachte, griff ein spezieller Handelsmechanismus der New York Stock Exchange. Die Kurskorrektur erfolgte nach Ablauf der sogenannten „Due Bills“. Aktionäre erhielten den Betrag primär als Kapitalrückzahlung.
Die Ausschüttung markiert den Beginn einer vollständigen Liquidation des Unternehmens. Zuvor verkaufte Apollo Commercial Real Estate ein Portfolio aus Gewerbeimmobilien-Krediten für rund neun Milliarden US-Dollar an Athene. Das Management plant nun die schrittweise Auflösung der Gesellschaft.
Fokus auf verbleibende Immobilienwerte
In der Bilanz verbleiben überwiegend Barmittel sowie Immobilien im Wert von rund 0,9 Milliarden US-Dollar. Die Verantwortlichen schätzen die verbleibenden Liquidationserlöse auf 7,75 bis 8,50 US-Dollar je Aktie. Diese Zahlungen hängen allerdings vom Erfolg künftiger Asset-Verkäufe ab. Besonders das Portfolio an direkt gehaltenen Immobilien im Wert von 466 Millionen US-Dollar steht hierbei im Mittelpunkt.
Banken wie BofA Securities stuften die Aktie zuletzt auf „Neutral“ herab. Der Schritt spiegelt den Wandel vom aktiven Hypotheken-REIT zum Abwicklungskandidaten wider. Technisch gilt das Papier mit einem Relative-Stärke-Index von 14,0 als extrem überverkauft.
In den kommenden Wochen entscheiden die Aktionäre über den offiziellen Auflösungsplan. Bei einer Zustimmung folgt das Delisting von der Börse. Die restlichen Vermögenswerte fließen dann wahrscheinlich in einen Liquidations-Trust, um die Abwicklung abzuschließen.
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