Apple: 100 Milliarden Buyback angekündigt
Rekordumsatz von 111,2 Milliarden Dollar und neues Aktienrückkaufprogramm. Tim Cook übergibt Führung an John Ternus.

Kurz zusammengefasst
- Umsatz steigt um 17 Prozent
- Neues 100-Milliarden-Rückkaufprogramm
- Tim Cook übergibt an John Ternus
- Optimistischer Ausblick für Juniquartal
Tim Cook tritt ab. Apple liefert Rekordquartal. Und das Unternehmen bricht mit einer jahrelangen Finanzpolitik. Selten hat ein Quartalsbericht so viele Weichen gleichzeitig gestellt.
Zahlen, die kaum Wünsche offenlassen
Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Apple einen Umsatz von 111,2 Milliarden Dollar — 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und deutlich über den Analystenerwartungen von rund 109 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,01 Dollar, nach einem Konsens von 1,93 Dollar.
Das iPhone bleibt der Wachstumsmotor: 57 Milliarden Dollar Umsatz, ein Plus von 22 Prozent — ein März-Rekord. Die iPhone-17-Familie gilt intern als meistverkaufte Produktlinie der Unternehmensgeschichte. Das Dienstleistungsgeschäft erreichte mit 31 Milliarden Dollar ebenfalls einen Allzeithöchstwert, getragen von zweistelligem Wachstum in Industrie- und Schwellenländern.
Die Bruttomarge kletterte auf 49,3 Prozent — Analysten hatten 48,4 Prozent erwartet.
Kapitalrückgabe ohne Deckel
Der Verwaltungsrat hat ein neues Aktienrückkaufprogramm über 100 Milliarden Dollar genehmigt und die Quartalsdividende um vier Prozent auf 0,27 Dollar je Aktie angehoben. Die Dividende ist für den 14. Mai 2026 vorgesehen, Stichtag ist der 11. Mai.
Bedeutsamer als die Summe ist die Kehrtwende in der Finanzpolitik: Apple gibt seine langjährige Strategie auf, eine netto-neutrale Kassenposition anzustreben. Das Unternehmen signalisiert damit, künftig aggressiver Kapital an Aktionäre zurückzugeben. Der Kurs reagierte im nachbörslichen Handel mit einem Plus von rund drei Prozent.
Ausblick übertrifft Erwartungen deutlich
Für das laufende Juniquartal erwartet Apple ein Umsatzwachstum von 14 bis 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten lediglich 9,5 Prozent eingepreist. Apple räumt allerdings ein, dass Lieferengpässe — vor allem durch den globalen Speicherchip-Mangel infolge der KI-Nachfrage — das Wachstum bremsen könnten. Der Ausblick setzt zudem voraus, dass sich die aktuellen Zollbedingungen nicht verschlechtern.
Cook geht, Ternus kommt
Die eigentliche Schlagzeile kam bereits Anfang April: Tim Cook übergibt das CEO-Amt am 1. September 2026 an John Ternus, bislang Leiter der Hardware-Entwicklung. Cook wechselt in den Verwaltungsrat als Executive Chairman. Es ist die erste Führungsübergabe seit 15 Jahren — damals übernahm Cook das Amt von Apple-Mitgründer Steve Jobs.
Ternus erbt ein Unternehmen mit starken Finanzen, aber einer offenen Flanke: Im Bereich Künstliche Intelligenz gilt Apple gegenüber Wettbewerbern als rückständig. Noch in diesem Jahr soll eine überarbeitete Siri auf Basis von Googles Gemini-Modell erscheinen. Ternus kündigte an, Apples finanzielle Disziplin fortzuführen — wie er die KI-Lücke schließt, wird die entscheidendere Frage seiner Amtszeit sein.
Die Aktie notierte zuletzt bei 231,45 Euro und liegt damit rund sechs Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der RSI von 27 signalisiert eine technisch überverkaufte Situation — was angesichts der starken Fundamentaldaten einige Marktbeobachter als Einstiegsgelegenheit werten dürften.
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