Apple Aktie: App-Store-Regeln verschärft
Apple meldet großes Interesse am iPhone Duo, während neue App-Store-Vorgaben und eine juristische Personalie den Konzern prägen.

Kurz zusammengefasst
- Analysten erwarten höhere Duo-Verkäufe
- J.P. Morgan hebt Kursziel an
- Scott Tucker soll Rechtsstreitigkeiten leiten
- Apple verschärft Vorgaben für App-Entwickler
Die Nachfrage nach neuen Produktkategorien verschafft Apple Rückenwind an den Finanzmärkten. Nach dem Start der Vorbestellungen für das faltbare iPhone Duo am vergangenen Freitag bezeichnete der Konzern das Kundeninteresse als außergewöhnlich. Vorbörslich notiert die Aktie heute bei 306,80 Euro und liegt damit nur 1,6 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 311,75 Euro.
Analysten heben Absatzerwartungen an
Die ersten Indikatoren für das neue Modell veranlassen Branchenbeobachter zu optimistischeren Schätzungen. Die Analysten Anurag Rana und Josh Christensen von Bloomberg Intelligence erklärten am Freitag, dass die Verkäufe des iPhone Duo ihre bisherigen Prognosen für das Geschäftsjahr 2027 übertreffen könnten.
Zuvor hatten die Experten mit 14 Millionen verkauften Einheiten und einem Erlös von 28 Milliarden $ gerechnet. Zuletzt waren die Lieferfristen im Online-Handel bereits in den Januar 2027 gerutscht.
Bereits am 12. Oktober hatte Samik Chatterjee, Analyst bei J.P. Morgan, seine Einstufung mit „Overweight“ bestätigt und das Kursziel für Apple von 340 $ auf 360 $ angehoben. Der offizielle Marktstart des Geräts ist für den 23. Oktober vorgesehen.
Personalie für Rechtsstreitigkeiten und Richtlinien im App Store
Parallel zu den Produktstarts baut der Technologiekonzern seine juristische Aufstellung um. Medienberichten zufolge hat Apple den früheren stellvertretenden Chefjuristen von Meta, Scott Tucker, verpflichtet, um die weltweiten Rechtsstreitigkeiten des Konzerns zu leiten.
Die Personalentscheidung fällt in eine Phase intensiver kartellrechtlicher Debatten. Am Freitag wurde bekannt, dass US-Entwickler, darunter PayPal und Epic Games, Bedenken beim US-Justizministerium angemeldet haben, wonach eine mögliche Einigung im laufenden Kartellverfahren nicht weit genug gehen könnte.
Gleichzeitig reagierte das Unternehmen auf regulatorische Anforderungen rund um den eigenen Marktplatz. Apple verschärfte am Freitag seine Richtlinien für Entwickler im App Store.
Die neuen Regeln betreffen ausdrücklich Anwendungen, die nicht einvernehmliche intime Bildinhalte erzeugen oder verbreiten, einschließlich KI-generierter Darstellungen. Zudem präzisierte der Konzern die Kriterien, um Software zu entfernen, die schädliche Funktionen während der Prüfungsphase verbirgt und erst nach der Freigabe aktiviert.
Am 2. November wird das Management detaillierten Einblick in den Geschäftsverlauf geben. Für diesen Tag hat Apple die Bekanntgabe der Ergebnisse für das vierte Geschäftsquartal 2026 angesetzt.
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