Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA hat die Karten für Apple neu gemischt. Durch die Ungültigkeitserklärung von Zöllen aus der Trump-Ära entfällt eine enorme finanzielle Belastung für den iPhone-Konzern. Während die Aktie bereits reagierte, richten sich die Blicke nun auf mögliche Rückerstattungen, die die Bilanz signifikant aufbessern könnten.
Ende einer Kostenlawine
Das Urteil vom Freitag beendet einen kostspieligen Zustand für den Hardware-Hersteller. Seit Einführung der Abgaben hat Apple rund 3,3 Milliarden US-Dollar an Zöllen gezahlt – im Schnitt belastete dies das Ergebnis mit etwa einer Milliarde pro Quartal. Die Richter stuften die Zölle von bis zu 47 Prozent auf bestimmte Importe aus China mit einer 6-zu-3-Entscheidung als rechtswidrig ein.
Für Apple bedeutet dies eine doppelte Entlastung: Zum einen sinken die direkten Produktionskosten, zum anderen verringert sich der akute Zwang, Fertigungskapazitäten kurzfristig in andere Länder zu verlagern. Marktbeobachter weisen zudem darauf hin, dass der US-Regierung nun Rückzahlungsforderungen von insgesamt über 175 Milliarden US-Dollar durch diverse Importeure drohen – Apple dürfte hierbei einer der prominentesten Profiteure sein. Bislang hatte der Konzern die Kosten weitgehend selbst getragen, um Preiserhöhungen für den Endkunden zu vermeiden.
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Operative Stärke trifft auf juristischen Erfolg
Diese juristische Entwicklung trifft auf ein ohnehin solides fundamentales Umfeld. Apple meldete zuletzt Rekordergebnisse für das erste Geschäftsquartal 2026 mit einem Umsatz von 143,8 Milliarden US-Dollar. Besonders die Servicesparte, die 30 Milliarden US-Dollar zu den Erlösen beisteuerte, und das iPhone-Geschäft erwiesen sich als Wachstumstreiber.
An der Börse wurde die Kombination aus operativer Stärke und dem Wegfall der Zoll-Lasten positiv aufgenommen. Das Papier ging am Freitag mit einem Plus von 1,42 Prozent bei 224,60 Euro aus dem Handel.
Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun direkt auf den kommenden Dienstag, den 24. Februar 2026. Bei der virtuellen Jahreshauptversammlung stehen neben der Wiederwahl des Vorstands vor allem erwartete Updates zur Strategie im Bereich Künstliche Intelligenz auf der Agenda.
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