Apple Aktie: Touchscreen-Aufschlag?

Apple prüft Touchscreen-MacBooks ab 2.899 US-Dollar; bisherige Geräte sollen daneben erhältlich bleiben.

Eduard Altmann ·
Hochwertiges, minimalistisches Laptop-Design auf einem glatten Schreibtisch in einer modernen Büroumgebung. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Kleines Touchmodell ab 2.899 US-Dollar erwogen
  • Größere Variante könnte mindestens 3.399 US-Dollar kosten
  • Bisherige MacBook-Pro-Modelle bleiben im Angebot
  • Ergebnisbericht am 2. November erwartet

Apple könnte seine MacBook-Pro-Reihe mit teureren Touchscreen-Modellen erweitern. Laut Bloomberg hat das Unternehmen für die kleinere Variante einen Startpreis von 2.899 US-Dollar erwogen. Die Vorstellung wird heute erwartet. Für Anleger steht damit nicht nur eine neue Bedienfunktion im Mittelpunkt: Entscheidend ist auch, wie Apple höhere Preise mit günstigeren Alternativen im Sortiment verbindet.

Touchscreen mit möglichem Preisaufschlag

Der diskutierte Einstiegspreis läge 400 US-Dollar über dem bislang angebotenen vergleichbaren MacBook Pro mit M5 Pro. Dieses beginnt bei 2.499 US-Dollar. Eine endgültige Preisentscheidung ist damit noch nicht bestätigt.

Bei der größeren Touchscreen-Variante könnte der Einstieg laut Bloomberg bei mindestens 3.399 US-Dollar liegen. Der Bericht lässt auch einen höheren Preis offen. Die bisherigen Modelle ohne Touchscreen sollen parallel erhältlich bleiben.

Damit würde Apple die neue Ausstattung nicht unmittelbar zum Standard der gesamten Produktreihe machen. Kunden könnten weiterhin zwischen den bisherigen Geräten und einer teureren Alternative wählen. Ob der mögliche Aufpreis Käufer überzeugt, hängt auch davon ab, welchen praktischen Nutzen die Touchbedienung bietet.

Erwartet werden OLED-Displays sowie dünnere und leichtere Gehäuse. Ein überarbeitetes Scharnier soll den Bildschirm bei Berührungen stabilisieren. Bloomberg zufolge sind außerdem Änderungen an der Kühlung vorgesehen. Tastatur und Trackpad sollen die wichtigsten Eingabemittel bleiben.

Neue Ausstattung neben neuer Chipgeneration

Die erwarteten Touchscreen-Geräte sind von den bereits angekündigten Rechnern mit M6 zu unterscheiden. Laut Bloomberg sollen die neuen Touchmodelle zunächst M5 Pro beziehungsweise M5 Max nutzen. Eine neue Gehäuse- und Displaygeneration würde damit nicht automatisch die jüngste Chipbezeichnung erhalten.

Gestern stellte Apple bereits das Einstiegs-MacBook-Pro mit M6 vor. Das Unternehmen verspricht gegenüber M5 bis zu 30 % schnellere Grafik und bis zu 25 % mehr Leistung bei lokal ausgeführten KI-Aufgaben.

Diese Leistungsangaben stammen von Apple. Sie beschreiben technische Verbesserungen, belegen aber noch keine zusätzliche Nachfrage. Für die Einordnung der Produktpalette ist die Trennung wichtig: Beim angekündigten Einstiegsmodell steht der Prozessorwechsel im Vordergrund, bei den erwarteten Touchgeräten die veränderte Ausstattung.

Laut Ars Technica bleiben die Designs der bereits vorgestellten M6-Rechner unverändert. Die erwarteten Touchscreen-Modelle könnten deshalb den sichtbareren Umbau innerhalb der MacBook-Pro-Reihe bringen.

Margen bleiben der finanzielle Prüfstein

Höhere Einstiegspreise allein erlauben noch keinen Schluss auf höhere Gewinne. Neben der Nachfrage bleiben die Kosten entscheidend. Loop Capital verwies bei seiner Herabstufung auf „Hold“ am 20. Oktober unter anderem auf steigende Speicherpreise als mögliche Margenbelastung.

Der nächste finanzielle Prüfstein folgt mit Apples Ergebnisbericht am 2. November. Anleger achten dabei auf den erwarteten Umsatzausblick für das Dezemberquartal und die Margen.

Die Produktankündigungen liefern dafür den operativen Hintergrund. Bestätigt Apple die diskutierten Touchscreen-Preise, würde es seine Notebook-Palette um eine teurere Wahlmöglichkeit ergänzen. Ob daraus zusätzliches profitables Geschäft entsteht, lässt sich aus den angekündigten Funktionen und erwogenen Preisen allein noch nicht ableiten.

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Apple Aktie

311,40 EUR

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Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,31 %
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